Sherlock Holmes (2009)
Handlung
Arthur Conan Doyles berühmteste Figuren kehren in einer dynamischen Kinoversion auf die Leinwand zurück.
Seinen Ruf erwarb sich Sherlock Holmes dadurch, dass er selbst die kniffligsten Kriminalfälle löst. Mit seinem unerschütterlichen Partner Dr. John Watson kommt der berühmte „beratende Detektiv" flüchtigen Verbrechern auf die Spur, indem er sich auf seine unschlagbare Beobachtungsgabe ebenso verlässt, wie auf seine erstaunlichen Schlussfolgerungen und die Kraft seiner Fäuste. Derzeit braut sich über London allerdings ein Sturm zusammen, der selbst Holmes gefährlich werden könnte ... Doch genau solche Herausforderungen sind ganz nach seinem Geschmack. Nach einer Serie brutaler Ritualmorde gelingt es Holmes und Watson im letzten Moment, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu stellen: Es ist Lord Blackwood, der keinerlei Reue zeigt. Obwohl Blackwoods Hinrichtungstermin immer näher rückt, terrorisiert er seine Mitgefangenen und Wärter damit, dass er offenbar mit übernatürlichen Mächten im Bunde steht. Blackwood warnt Holmes und behauptet, dass der Tod ihm nichts anhaben kann, ja, dass der Tod am Galgen sogar zu seinem Plan gehört.
Und tatsächlich sieht es so aus, als ob Blackwood mit seinem Versprechen Recht behält: Seine augenscheinliche Auferstehung versetzt London in Panik und stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Doch damit, so Holmes, „hat das Spiel erst begonnen". Holmes und Watson versuchen Blackwoods tödliches Komplott zu vereiteln und geraten dabei ins Reich der schwarzen Magie und verblüffender technischer Apparate - oft hilft nur die Logik, um sich in diesem Labyrinth des Verbrechens zu behaupten ... aber auch der eine oder andere rechte Haken erweist sich als durchaus nützlich.
Besetzung / Stab
Regie
Bilder
Kritik
Sherlock Holmes, der berühmteste Detektiv aller Zeiten, wer kennt ihn nicht. Nach zahlreichen Kurzgeschichten, Romanen, Verfilmungen und Neuinterpretationen steht nun die nächste Leinwandadaption an, diesmal aber in ganz großem, 90 Millionen Dollar teurem Blockbustergewand unter Anleitung von Regisseur Guy Ritchie. Die Wahl auf Ritchie, der zwar Brite ist und in dieser Hinsicht schon Mal eine gute Wahl ist, erschien zunächst einmal doch ein wenig ungewöhnlich, da er zuvor eher für seine schrägen Gangster-Komödien wie "Snatch", "RocknRolla" oder "Revolver" bekannt ist. Mit "Sherlock Holmes" begeht er nun neue Wege und widmete sich zudem auch seinem bis dato größten Projekt. Das Vorhaben ist aber voll und ganz aufgegangen: An den US-Kassen schlägt der Film ordentlich ein (was sehr untypisch für einen Ritchie-Film ist), die Fans sind begeistert und weitere Teile sind geplant.
Zunächst einmal darf man nicht mit falschen Erwartungen an den Film gehen. Der Sherlock Holmes, den man von früher kennt, ist Geschichte. Die Grundzüge wurden natürlich übernommen, nämlich dass er einen scharfen Verstand besitzt und alles schnell durchschaut, doch die Figur wurde modernisiert für das heutige Kinopublikum. Holmes und sein treuer Freund Watson sind nicht nur Denker, sie sind zudem nun auch ausgezeichnete Kämpfer, ihr Gentlemen-Image wird schnell abgelegt, wenn die Situation es erfordert und sie sich ins Kampfgetümmel stürzen. Wer sich also von seiner alten Vorstellung lösen kann und sich auf diese Neuerungen einlässt, den Film einfach als das sieht was er ist, nämlich gelungenes Popcorn-Kino, wird sicherlich nicht enttäuscht.
Das Drehbuch ist dabei auch recht gut ausgefallen und sorgt für so manche Überraschungen in der Story. Eine große Gefahr naht, merkwürdige Dinge geschehen, mehrere finstere, mysteriöse Parteien sind daran beteiligt, nach und nach durchschaut man mit Holmes die Zusammenhänge. Die Story bleibt dabei stets interessant, bietet besagte Überrschungen und wird Fans der Geschichten in helle Freude versetzen, wenn sie gegen Ende erfahren, wer seine Finger im Spiel hat. Der Film wurde dabei bewusst so zu Ende geführt, dass er förmlich nach einem Nachfolger schreit, der sowieso schon beschlossene Sache ist. Aufgelockert wird "Sherlock Holmes" übrigens noch mit jeder Menge gutem Humor und geht damit schon als neuer Buddy-Movie im Stile eines "Bad Boys", "Lethal Weapon" oder "Rush Hour" durch, wodurch sicher eine neue beliebte Reihe entsteht.
Großartig sind die Actionszenen gelungen, bei denen Ritchie richtig kreativ vorgegangen ist. Dabei werden jede Menge Slow-Motion Effekte eingesetzt, bei denen man Holmes beispielsweise in seinen Fauskämpfen dabei sieht, wie er die Situation zunächst einmal analysiert und wo er seinen Gegner wie treffen muss, um ihn kampfunfähig zu machen. Der Kampf wird also Schritt für Schritt in Zeitlupe gezeigt und schaltet dann wieder zurück zur Ausgangssituation und normalem Tempo, bei dem Holmes nun seine geplanten Attacken durchführt, was einfach klasse aussieht. Auch eine riesige Explosion, die mitten im Film in Zeitlupe abgespielt wird und mit wenigen Kameraschnitten auskommt, sorgt für Erstaunen. Untermalt wird der ganze Film übrigens noch mit einem gut gelungenen Soundtrack von Hans Zimmer, der trotz (oder vielleicht auch wegen) seines ungewöhnliches Stils einfach perfekt hineinpasst.
Robert Downey Jr. feierte zuletzt mit "Iron Man" und "Tropic Thunder" schon sein großes Comeback und erhielt sowohl Nominierungen für den Golden Globe als auch den Oscar, nun hat er seine nächste erstklasse Performance hingelegt, die seiner Karriere eine weitere beliebte Figur beschert, nach der die Fans verlangen werden (neben Tony Stark in "Iron Man"). Mit dem Golden Globe als bester Darsteller wurde er für "Sherlock Holmes" bereits ausgezeichnet. Auch Jude Law macht seine Sache als Dr. John Watson sehr gut und verleiht seinem Charakter Charme, Stil und ein klein wenig Arroganz, die ihm aber gut steht. Rachel McAdams besitzt zwar keinen Hauptpart im Film, sorgt mit ihren Szenen aber immer für gute Unterhaltung und ist ohnehin ein Sympathieträger. Mark Strong gibt hier den Bösewicht Lord Blackwood und muss dafür nicht viel weiter tun als finster zu schauen und mit tiefer Stimme zu reden, mehr gibt seine Rolle nicht her, aber wir wissen, dass Strong unter anderen Umständen zu mehr fähig ist. Groß ist sein Part ohnehin nicht ausgefallen, er ist zwar thematisch immer präsent, physisch aber nur selten.
Fazit: Guy Ritchie hat es geschafft, Sherlock Holmes zu modernisieren, ohne aber die Essenz aus den Augen zu verlieren. Holmes besitzt weiterhin seinen Scharfsinn, hat nun aber eine freche Zunge, ist kampftechnisch erprobt und sorgt mit Dr. Watson für gute Lacher - das Ganze von Ritchie auf technisch hohem Niveau gedreht. Ein gelungener Auftakt für eine neue Blockbuster-Reihe.

Kommentare
PrinzessinLillifee
geschrieben am 14.12.2009 um 10:37:15
Ich find die Trailer DUMM!
Was soll der ganze Mystery-Mist da drin???
Hallo, es geht um Sherlock Holmes und nicht um irgendwelche Zauberer...
mye
geschrieben am 15.12.2009 um 08:20:19
ich find die trailer bislang super, wird meiner meinung nach eine geniale umsetzung des bekannten stoffs :) aber wir werden sehen... ;-)
Paprika
geschrieben am 20.12.2009 um 17:06:37
Cool!!! Ich freu mich drauf <3
Slartibartfass
geschrieben am 21.12.2009 um 14:42:54
Also ich freue micht auch schon drauf !
Ich finde Robert Downey Jr. ist ein sehr guter Schauspieler, der diesen Film auf seinen Schultern zum Erfolg tragen könnte.
Muss mich aber der Vorschreiberin PrinzessinLillifee nur anschließen zum Thema Mystery.
Motto: Laß dich überraschen :)
duffman
geschrieben am 24.12.2009 um 15:15:56
Mistery hin oder her. Robert Downey Jr. spielt in dem Film mit. Der kann einfach nur gut werden.
Und außerdem geht es hier um Sherlock Holmes. Die Romanvorlage von Arthur Conan Doyle darf einfach nicht verhunzt werden!
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