Constantine
Inhalt
Was tun, wenn man eine offene Rechnung mit dem allmächtigen Herrn hat? Was ist, wenn man seine Seele für etwas verkauft hat, das man nun -im Laufe der Zeit- verachtet?Constantine erzählt die Geschichte von John Constantine, einem Mann mittleren Alters, der auf ein Ereignis in seinem Leben zurücksehen kann, das -sagen wir mal- eben dieses Leben ziemlich stark beeinflusst hat.
John Constantine ist Kettenraucher… aber das tut nichts zur Sache.
Constantine war in der Hölle. Und er ist zurückgekehrt.
Er kam mit einer Gabe auf die Welt, die er verabscheut: Er kann half-breeds, Engel und Dämonen erkennen, die sich als Menschen tarnen und in
unserer Welt leben.
Er trägt das Kainsmal, er ist einer, der auf Erden eine zweite
Chance bekommt - eine Gratwanderung zwischen Himmel und Hölle.
Vergeblich hofft er auf Erlösung, indem er die Diener des Teufels dahin
zurückschickt, wo sie herkommen.
Regisseur Francis Lawrence schafft von Beginn an eine Atmosphäre, die eher düster ist, als Blockbusterqualitäten aufweist. Und das tut dem Film sehr gut. Die Einleitung passt, denn die anfängliche Exorzismus-Szene liefert nicht nur eine äußerst attraktive Einstellung des besessenen Mädchens, wie sie spinnengleich an der Zimmerwand klebt (und an die Treppenszene aus The Exorcist von William Friedkin aus dem Jahr 1973 erinnert), sondern leitet in diesem Sinne auch die Geschichte an sich wunderbar ein, indem die Figur John Constantine vorgestellt wird.
Das Zusammenspiel zwischen dem Lehrling Chas (LaBeouf) und Constantine (Reeves) funktioniert und wirkt nicht, wie aufgrund des Altersunterschied möglicherweise erwartet, unpassend.
Die düstere Atmosphäre wird konsequent durchgezogen, auch wenn man zwischendurch den Eindruck erlangt, als würden die Verantwortlichen mehr auf Special-Effects setzen (die allerdings wirklich gut sind), denn auf Story. Aber wozu Story, wenn es sich um ein schlicht unterhaltungsreiches Movie handelt, das eher in atemberaubender Manier von den Sitzen reißen soll, als in dramatischer Hinsicht.
Der Film Constantine ist auf die in Deutschland eher unbekannten DC Comics/Vertigo-Comics-Serie Hellblazer zurückzuführen; ein simples Konzept: Himmel und Hölle existieren tatsächlich und die dort hausenden, sagen wir mal, Manager -also der liebe Gott und der böse Teufel- gehen einen eher menschenfeindlichen Pakt ein. Im Groben geht es um die Seelen der Menschen. Worum auch sonst, wenn es sich um ein Devil-Thema handelt? Folgende Vereinbarung wurde getroffen: wer mehr Seelen für sich gewinnt, der hat gewonnen. Aber da es ziemlich eintönig wäre, wenn Gott und Teufel selbst wie Seelenstaubsauger durch die Landen ziehen würden, machen sie folgendes aus: sie dürfen nur passiv auf die Menschheit (und ihre Seelen) einwirken; also über ihre Helfer - auf der einen Seite (die der Guten - oder die des Allmächtigen) die Engel, auf der anderen Seite (die des Bösen - oder die des Teufels) die half-breeds (Halbblut - irgendwas zwischen Dämon und Mensch). Let the fight begin.
Constantine ist ein actionreiches, sehr tempobezogenes Unterhaltungsevent, das zum Ende hin noch einen - die anderen sind auch nicht schlecht, also wirklich, das sage ich jetzt nicht nur aus Sympathie - richtig guten Darsteller offenbart: Peter Stormare, der auf eine ganz gewisse, irgendwie abgedriftete Art den Satan mimt. Er wirkt, als hätte er die meiste freie Zeit in der Hölle mit dem Rauchen von Gras vergeudet, wobei er aber dennoch auf einer echt coolen Ebene zu überzeugen weiß.
Kritik
Constantine ist -wie gesagt- die pure Unterhaltung. Dieser Film macht von der ersten Minute an Spaß, hat einiges an Kameratechnik zu bieten (achten sie auf die Szene, in der das Opfer, um das es nun mal geht, vom Dach der Psychiatrie stürzt - wow, eine solche Einstellung habe ich bislang noch nicht gesehen, ich meine, erwarten sie jetzt nicht zu viel, es handelt sich einfach um eine gute Idee/ oder die Darstellung der Hölle, die -meiner Ansicht nach- überaus gelungen ist) und macht aus einer Story, die rein oberflächlich nicht allzu viel zu bieten hat, ein gelungenes "Ja-der-war-doch-cool"-Kino... da sieht man mal wieder, was das Drehbuch ausmacht.Gehen sie bitte in Constantine... sie werden es nicht bereuen.
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Regisseur
Schauspieler
Keanu Reeves, Rachel Weisz, Shia LaBeouf, Djimon Hounsou, Max Baker, Pruitt Taylor Vince, Gavin Rossdale, Tilda Swinton, Peter Stormare, Jesse Ramirez, José Zúñiga, Francis Guinan, Larry Cedar, Suzanne Whang, April Grace



Jigsaw / 05.04.2008 11:20:16
Eine wie ich finde recht gelungene Comicadaption,wenn auch mit einigen Schwächen,trotzdem sehenswert.
3 Sternen