Verfasst von Steffen Scharer am 22.02.07 22:30:57 - 8 Kommentare

Ghost Rider

Moviereporter-Bewertung:
  • 2.0/6 Sterne.
Leserwertung (18): 3.38 / 6

Land USA

Genre Action

Laufzeit: 114 Minuten

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 22.02.2007
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Inhalt

Eine Comicverfilmung zum abgewöhnen

Der berühmte Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (Nicolas Cage) geht einen teuflischen Pakt mit Mephistopheles (Peter Fonda) ein: Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er seine Seele einer dunklen Macht und trennt sich von Roxanne Simpson (Eva Mendes), der großen Liebe seines Lebens. Fortan ist Blaze gezwungen, Nacht für Nacht in Gestalt eines feurigen Dämons seine Runden zu drehen und das Böse zu vernichten. In Blackheart (Wes Bentley), dem machthungrigen Sohn des Teufels persönlich, findet Blaze seine Nemesis.

Kritik

Was passiert, wenn man einen Oscarpreisträger in eine Comicverfilmung steckt? Eine CATastrophe kommt dabei heraus , wie man an "Catwoman" mit Hale Berry sehen konnte. Nicht wenige Kritiker forderten hinterher von ihr, ihren Oscar zurück zu geben.
Nun traut sich ein weiterer Oscargewinner, Nicholas Cage, in einer Comicverfilmung mitzuspielen. Nachdem Bryan Singer Cage für die Rolle des Superman ausgeschlagen hatte, kam er irgendwann mit Regisseur und Drehbuchautor Mark Steven Johnson zusammen. Gott allein weiß, warum man diesen Menschen nach dem Katastrophalen Daredevil wieder Platz auf einem Regiestuhl einer Comicverfilmung nehmen lässt.
Aber was passiert denn nun, wenn man wie Eingangs erwähnt, einen OscarpreisträgER in eine Comicverfilmung steckt? Ganz einfach: Eine der schlechtesten Comicverfilmungen der Geschichte entsteht.
"Ghost Rider" ist nicht gerade ein allseitsbekanntes Werk. Der breiten Masse dürfte lediglich das brennende Motorrad, sowie der brennende Totenschädel im Gedächtnis geblieben sein.
Natürlich kann man einen Totenschädel nicht so animieren, damit dieser Gefühle ausdrücken kann. Darum sieht der "Ghost Rider" meiner Meinung nach sehr künstlich aus. Auch die Bewegungsabläufe wirken "unrund". Überhaupt sind die Special Effects in dem Film nur Mittelmaß. Neben der aus dem Trailer bekannten Szene, in der der Ghost Rider ein Hochhaus hinunter fährt, sind die Dämonen der Luft, Erde und Wasser in Sachen Effekte positiv erwähnenswerte Punkte.
Die Erzählweise des Films empfand ich als das nervigste. Zuerst wird ewig und drei Tage eingeführt, wer Johnny Blaze ist, und wie er zum Rider wurde. Danach kommt eine Szene, in der Cage Mendes zum Essen gehen einladen will, mitten auf dem Highway, was wie ein Sketch aus einer Comedy-Show wirkt, nur das die Pointe aus bleibt.
Es folgt die erste Szene mit dem Ghost Rider, in der der erste Dämon relativ flott besiegt wird, der Rider, ähnlich wie es Superman dann tut, los zieht, um böse Menschen zu bestrafen. Allerdings dauert dies nicht länger als 2 Minuten und nur ein kleiner Gauner wurde "bestraft".
Danach zieht sich die Handlung etwas in die Länge, und der nächste Dämon wird flux besiegt. Die ganze Welt weiß jetzt auch, dass Johnny Blaze der Rider ist. Nun dachte ich, ein Wasser Dämon und ein aus Feuer bestehender Rider, das könnte spannend und interessant werden. Fehlanzeige, der letzte Dämon wird genauso unspektakulär zurück in die Hölle geschickt, wie seine beiden Vorgänger.
Aber blieb ja noch der Endgegner, Blackheart. Showdown ist hierfür ein zu großer Begriff. Das ist, wie wenn man zu einem VW Käfer "Rennwagen" sagen würde. Sagen wir einfach das Finale ist viel zu kurz und unspekatkulär. Zu schnell ist alles aufgelöst und vorbei. Fast könnte man meinen, Regisseur und Author Johnson hatte zum Ende hin einfach keine Lust mehr und wollte nur noch fertig werden.
Aber können die hochkarätigen Schauspieler den Film retten? Eindeutig: Nein!
Eva Mendes beweist auch hier einmal mehr, dass man mit einem prallen Dekoltee kein schauspielerisches Können haben muss.
Nicholas Cage, der Oscargewinner, wirkt teilweise hilflos und spielt wie in seinem ersten Film. Ein paar Mal kann man Züge erkennen, wie man es noch von seinem Charakter Castor Troy aus "Face/Off" kennt (Das verrückte Lachen beispielsweise). Aber diese kleinen Augenblicke sind zu wenig, um das Niveau des Films zu heben oder um Cage ein Sternchen für die Darstellung des Ghost Riders zu geben.
Und "Easy Rider" Peter Fonda? Er wirkt in diesem Film als Teufel absolut unglaubwürdig. Man hat fast den Eindruck, als wolle er "Hannibal Lecter" aus "Das Schweigen der Lämmer" parodieren, weshalb seine Auftritte mehr als lächerlich geworden sind und er optisch eher an "Dracula" mit Leslie Nielsen erinnert, als an den Fürsten der Unterwelt.
Einzig Sam Elliott spielt seine Rolle als Mentor, welche ihm wie auf den Leib geschrieben ist, sehr glaubwürdig.
Und noch ein kleiner Positiv-Punkt: Ein paar coole Sprüche gibts auch noch, aber auch die retten den Film nicht vor dem Untergang. Dafür sind der Plot, die Erzählweise und die Darsteller einfach zu schwach.

Fazit
Man kann wirklich nur dazu raten, sich das Geld für einen anderen Film aufzusparen und nicht für "Ghost Rider" auszugeben.
Lieber Mr Cage, bitte stellen Sie sich nicht, wie angekündigt, für eine Fortsetzung zur Verfügung. Machen Sie lieber wieder Filme, wie "Face/Off" oder "Weather Man".

Jetzt kommentieren? / 8 Kommentare

  1. Veremar

    Veremar / 29.12.2007 13:35:38

    Ich finde Nicolas Cage sonst ganz gut, aber was hat er sich gedacht als er eine Rolle für diesen Film angenommen hat. Es ist einfach nur langweilig!


    2 Sternen

  2. Kaspian

    Kaspian / 29.12.2007 22:19:12

    Cage wollte schooooooooon immer einen Superhelden spielen. Zb hat er ein Supermantattoo, sein Sohn heißt Jorel und er besitzt selbst eine große Supermansammlung. Leider passt er eben nicht ganz in die Supermanrolle. Warum er sich nun ausgerechnet für Ghostrider begeistern konnte oder vielmehr hergibt verstehe ich bis heute nicht. Für Ghostrider hätte es auch irgendein B-Star getan.
    Die Story mag teilweise witzig sein, ist aber größtenteils schlecht..und eigentlich möchte ich ein anderes sch Wort benützen.

    Marvel übertreibt es einfach mit ihren Verfilmungen. Jeder halbwegs bekannte Charakter wird mit irgendeiner an den Haaren herbeigezogenen Story ins Rennne geschickt.
    Ich bin gespannt wie sie Iron Man verhunzen.


    1 Sternen

  3. Kaspian

    Kaspian / 29.12.2007 22:19:15

    Cage wollte schooooooooon immer einen Superhelden spielen. Zb hat er ein Supermantattoo, sein Sohn heißt Jorel und er besitzt selbst eine große Supermansammlung. Leider passt er eben nicht ganz in die Supermanrolle. Warum er sich nun ausgerechnet für Ghostrider begeistern konnte oder vielmehr hergibt verstehe ich bis heute nicht. Für Ghostrider hätte es auch irgendein B-Star getan.
    Die Story mag teilweise witzig sein, ist aber größtenteils schlecht..und eigentlich möchte ich ein anderes sch Wort benützen.

    Marvel übertreibt es einfach mit ihren Verfilmungen. Jeder halbwegs bekannte Charakter wird mit irgendeiner an den Haaren herbeigezogenen Story ins Rennne geschickt.
    Ich bin gespannt wie sie Iron Man verhunzen.


    1 Sternen

  4. Avatar_50

    ToniRevada / 05.01.2008 11:33:49

    Das Cage hier nicht den sanft anmutenden Helden abgibt, steht ihm mehr als gut aber wird von seinen Fans, Kritikern und Zuschauern kritisiert. Warum? Es ist gut, dass er uns mal was anderes zeigt als den Antihelden, der ständig kurz vorm heulen steht.
    Er spielt seine Rolle überzeugend und mich als früheren Leser von Ghostrider hat es gefreut, dass es endlich auch einen Film zu meiner Comicserie gibt.

    Was den Film am Ende etwas besser mittelprächtig macht ist die miserable “Schauspielerin“ Eva Mendez Hitch-Der Date Doktor) und der wie aus einen Wachsfiguren-Kabinett entlaufen wirkende Peter Fonda (Easy Rider). Wes Bentley (American Beauty) passte dagegen wie die Faust aufs Auge in diesen Film rein. Selbst die Maske konnte man sich bei seinem Aussehen fast sparen.

    Die Spezialkeffekte waren gut aber nicht überragend. Die Story allemal besser als die von X-Men, Daredevil, Superman Returns oder vielen Batman Filmen.

    Peinlich finde ich dagegen viele Kritiker auf anderen Portalen und verschiedenen Medien, die sich fast schon eine Literatur-Verfilmung gewünscht hätten. Was die sich unter einer Comicverfilmung vorstellen, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    Für Fans von Marvel Comics ein MUSS! Selbst meine Freundin fand den Film kurzweilig, obwohl Sie als Robert de Niro und Jack Nicholson Fan anderes gewohnt ist.


    3 Sternen

  5. mye

    mye / 19.01.2008 14:36:32

    an alle: wie bitte?! :D ich finde den film total cool, fun ohne ende, super unterhaltung und cage war in der rolle doch klasse, mal was anderes für ihn


    4 Sternen

  6. stallone

    stallone / 20.01.2008 14:48:06

    so schlecht kann er doch nicht sein oder?


    nicht bewertet

  7. Jigsaw

    Jigsaw / 08.04.2008 22:27:39

    Nachdem Cage die Rolle als Supermann nicht bekommen hat giebt er eben den Ghostrider und das ganz gut.Man muß nicht von jeder Comicverfilmung erwarten das sie dramatischen und lyrischen Tiefgang hat,warum auch.Der Rider rockt höllisch und zwar richtig.


    5 Sternen

  8. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 05:52:47

    Größter Schrott das Cage bei sowas überhaupt mitmacht kapier ich nicht noch mehr solche Filme und er kann Packen


    nicht bewertet


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