Verfasst von Thorsten Meiritz am 03.10.06 20:57:19 - 3 Kommentare

Klick

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Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (13): 4.84 / 6

Land USA

Genre Drama, Fantasy, Komödie

Laufzeit: 107

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 28.09.2006
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Inhalt

Fantasy-Komödie über einen Mann, dessen Probleme erst richtig losgehen, als all seine Wünsche sich erfüllen.

Michael Newman (Adam Sandler) kann sich eigentlich glücklich schätzen, denn er hat in Donna (Kate Beckinsale) eine zauberhafte Ehefrau, er hat zwei tolle Kinder, ein Haus und einen soliden Job als Architekt. Allerdings will er seiner Familie ein schöneres Leben bieten, wie es ihnen von ihren verhassten Nachbarn vorgelebt wird. Daher lebt Michael nur noch für seinen Job, um endlich Partner in der Firma zu werden. Das weiß sein Boss Ammer (David Hasselhoff) nur zu gut auszunutzen und deckt den armen Michael regelrecht mit Arbeit zu, so dass dieser nicht einmal mehr am 4. Juli für seine Familie Zeit hat.
Eines Abends beschließt Michael sich eine Universalfernbedienung zu besorgen, da er es satt hat immer zur Falschen zu greifen wenn er einmal den Fernseher einschalten will. In einem Laden namens "Bath & Beyond" wird er schließlich fündig. Der exzentrische Erfinder Morty (Christopher Walken) schenkt ihm die universelle Fernbedienung, die sein Leben von nun an erleichtern soll – einfach draufzeigen und klicken. Als er wieder zu Hause ist und spät nachts bei seiner Arbeit von seinem Hund gestört wird, stellt er überrascht fest, dass er ihn mit seiner Fernbedienung steuern kann. Er schiebt es aber auf eine Halluzination aufgrund einer Überdosis Hustensaft. Am nächsten Morgen gelingt es ihm jedoch auch einen Streit mit seiner Frau und seiner Schwester auf stumm zu schalten, was ihn dazu veranlasst Morty nochmals aufzusuchen. Dieser erklärt ihm, dass die Fernbedienung tatsächlich in der Lage ist sein Leben zu steuern. Von nun an heißt es nie wieder krank sein, nie wieder Streit, nie wieder Stau und auch die lang ersehnte Beförderung rückt so in greifbare Nähe. Nicht einmal für Sex hat Michael mehr Zeit, so dass er auch hier ausnahmsweise den schnellen Vorlauf auswählt. Doch dann beginnt die Fernbedienung ein ungewolltes Eigenleben zu entwickeln. Sie überspringt jeden Streit und jede Krankheit schon beim ersten Anzeichen und auch der Sex findet nur noch in stark erhöhter Geschwindigkeit statt. Als ihm sein Boss eine weitere Beförderung in Aussicht stellt, überspringt die Fernbedienung erneut einige Jahre in Michaels Leben. Selbiges vergeht nun wie im Flug, bis er plötzlich als alter Mann die ganze Tragweite seines Handelns begreift…

Kritik

"Klick" ist keine typische Komödie, obwohl es sicherlich viel zu Lachen gibt. Dennoch handelt es sich um Komik mit Sinn und Verstand, was erfreulich ist im Zeitalter der hirnlosen Teeniekomödien. Außerdem wendet sich der Film etwa nach der Hälfte eher zu einem Drama, auch wenn ein Adam Sandler selbst diesen Szenen einen Touch Komik zu verleihen weiß. Die lustigen Szenen kommen im Film natürlich überwiegend durch den Einsatz der Fernbedienung zustande. Wenn ein Adam Sandler sich in seinem Auto zum grünen Ungetüm "Hulk" verwandelt, nur weil er sich selbst ein wenig mehr Farbe verschaffen will, oder er seinen Boss Ammer gegen dessen Willen per Pausetaste ruhig stellt und verprügelt oder anderweitig seine Wut an ihm auslässt regt das natürlich zum Lachen an. Adams Sandlers bekannt gute Mimik und seine lustigen Sprüche tun dann das Übrige. Jedoch ist es Komik mit einem höheren Sinn, denn hinter dem Film steckt eine Moral: Du kannst dein Leben nicht kontrollieren. Lebe nicht nur für die Arbeit sondern genieße jede Sekunde, denn es kann schneller vorbei sein, als mal denkt – und die Familie sollte immer an erster Stelle stehen. All diese Tugenden lässt Michael Newman außer Acht. Er lebt nur für seinen Job, für seine Beförderung und vergisst überdies seine Familie, obwohl er all das eigentlich nur für sie tut, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Durch sein Handeln entfernt er sich jedoch immer weiter von seiner Familie und besonders von seiner Ehefrau, die sich viel lieber einen Mann wünscht, der für ihre Kinder und sie selbst da ist, anstatt ein Leben im Luxus. Als Michael seine Fehler einsieht und alles wieder gut machen will ist es aber bereits zu spät, denn die Fernbedienung hat alle seine Verhaltensweisen abgespeichert – und er zog seine Arbeit stets der Familie vor. Dieses Verhaltensmuster führt die Fernbedienung nun vollautomatisch aus.
Nun beginnt der dramatische Teil des Films. Zwar ist Michael nun Chef der Firma, jedoch verliert er seine Ehefrau an den Schwimmtrainer seines Sohnes, er überspringt eine lange andauernde schwere Krankheit und muss sichtlich gealtert feststellen, dass sein Vater mittlerweile verstorben ist. Sein Sohn ist längst in seine Fußstapfen in der Firma getreten. Bei dessen Hochzeit erleidet Michael schließlich einen Herzinfarkt. Auf dem Sterbebett stellt er fest, dass sein Sohn drauf und dran ist, denselben Fehler wie er zu begehen. Um ihn auf den rechten Weg zurück zu führen ist er bereit sich zu opfern.

Abgesehen von seiner Mischung aus Komödie und Drama bietet der Film auch eine tolle Ausstattung und gute Spezialeffekte. Da "Klick" zum Teil in der Zukunft spielt mussten futuristische Requisiten entworfen werden, die man als sehr gelungen ansehen kann. Diese gute Ausstattung verleiht dem Film ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit. Außerdem muss man den Maskenbildnern ein Kompliment aussprechen, da sie einen Großteil zur Wandlung der Darsteller beigetragen haben, die während des Films sichtlich altern. Die Idee Michaels Leben ähnlich wie eine DVD aufzubauen mit Menü, Making Of, Special Features und so weiter ist einerseits komisch und andererseits auch gut durchdacht und umgesetzt.
In Szene gesetzt wurde das ganze von Regisseur Frank Coraci, der bereits zweimal zuvor mit Adam Sandler zusammen arbeitete. Das Gespann lieferte die Erfolgskomödien "Der Hochzeitssänger" (1998) und im selben Jahr "Waterboy – Der Typ mit dem Wasserschaden" ab. Coraci hat in "Click" auch einen kleinen Gastauftritt, als Krankenpfleger.

Die Hauptrolle des Michael Newman spielt, wie bereits mehrfach erwähnt, Adam Sandler, der darin in seiner gewohnt witzigen Art glänzt. Allerdings stellt Sandler in diesem Film auch seine Wandlungsfähigkeit und seine Fähigkeiten als ernsthafter Darsteller unter Beweis. Egal ob jung, fett oder alt er macht zu jeder Zeit eine gute Figur. Seine Performance in der Sterbeszene war sehr emotional und hat regelrecht zu Gänsehaut geführt. Dennoch sieht man ihn natürlich lieber in komischen Situationen, die er wie kaum ein Anderer zu Händeln weiß. Er holt auf diese Weise alles aus der Rolle heraus, was möglich ist.
Ihm zur Seite steht Kate Beckinsale, die sich nach ihrer Actionperformance in "Underworld: Evolution" dem komischen Fach zuwendet. Sie spielt ihre Rolle als Ehefrau und Mutter sehr glaubhaft kann in Sachen Komik jedoch einem Adam Sandler nicht das Wasser reichen, was sie aber auch gar nicht erreichen will. Sie ist einfach die perfekte Ergänzung zu Sandler und harmoniert gut mit ihm. Zudem bietet sie natürlich auch etwas fürs Auge.
Eine weitere wichtige Rolle hat Christopher Walken inne, den man ja eigentlich eher als Bösewicht aus Gangsterfilmen kennt. Diesmal spielt er aber den exzentrischen Erfinder Morty, der in Wirklichkeit jedoch ein Engel ist – ein Engel des Todes. Von diesem Standpunkt aus gesehen ist er ja dann doch wieder "nur" der Bösewicht.
In weiteren Nebenrollen sind Ober-Hobbit Sean Astin als speedotragender Bademeister Bill, der Michael die Frau streitig macht und Baywatch-Guru David Hasselhoff als Michaels fieser Boss Ammer zu sehen.

Fazit: Bravo, "Klick" ist keine hirnlose Komödie, sondern hat einen tieferen Sinn und vermittelt eine wichtige Moral. Adam Sandler macht einfach Spaß und überzeugt auch in dramatischen Momenten. Zudem bietet der Film auch noch einen Soundtrack, der mit gut ausgewählten Liedern ins Ohr geht.

Jetzt kommentieren? / 3 Kommentare

  1. mye

    mye / 09.12.2007 14:53:46

    der film ist eben nicht nur lustig, sondern funktioniert auch als drama sehr gut... zumindest an manchen stellen und vor allem zum ende hin


    4 Sternen

  2. Kaspian

    Kaspian / 05.01.2008 21:02:25

    Klick hat mir nicht gaaaaaaaanz sogut gefallen wie andere Sandlerfilme...man hätte wirklich mehr draus machen können. Türlich ist er mit Sandlertypischen Gags gepflastert. Doch man hätte wirklich mehr rausholen können.


    6 Sternen

  3. markwahlberg

    markwahlberg / 02.08.2008 12:17:00

    Also ich liebe diesen Film!!!!
    Er ist wirklich einer meiner Lieblingsfilme, die ich mir ruhig 2x hintereinander ansehen könnte und sie immer noch genauso gut finden würde :D


    6 Sternen


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