World Trade Center
Inhalt
11. September 2001, World Trade Center, 9 Uhr 59 ...Es ist ein ungewöhnlich warmer Morgen in New York, als John McLoughlin (Nicolas Cage) und Will Jimeno (Michael Peña) ihre Arbeit auf dem Port Authority Police Department aufnehmen wollen - so wie sie es jeden Tag machen, doch dieser wird ihr Leben für immer verändern.
Kurze Zeit später rast ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers und setzt mehrere Etagen in Flammen. Sergeant John McLoughlin bildet für Rettungsmaßnahmen und die Evakuierung des Towers eine Gruppe von Polizisten. Als der Trupp am Einsatzort eintrifft, bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Menschen fliehen blutverschmiert in Panik. Das Chaos herrscht. Die New Yorker Cops betreten die U-Bahn-Ebene unter den Türmen, als plötzlich der Südturm einstürzt. Die Helfer werden unter den herumschleudernden Steinmassen verschüttet. Während sie in völliger Dunkelheit eingeklemmt unter Beton- und Stahlresten auf Hilfe warten müssen, klammern sich draußen die Angehörigen an den letzten Strohhalm der Hoffnung und warten auf ein Wunder …
Kritik
Niemand auf der Welt wird sich so schnell der Erinnerungen an den 11. September 2001 entledigen können. Fünf Jahre nach der Serie von Schreckensereignissen, die für viele Amerikaner den schwärzesten Tag in der amerikanischen Geschichte brachte, ist die Schonfrist der Trauer vorüber, die Phase der Aufarbeitung hat begonnen und Hollywood bringt den zweiten großen Film über die Terrorereignisse in die Kinos. Bevor Oliver Stone das Projekt WORLD TRADE CENTER in Angriff nahm, griff er häufig in seiner Karriere politisch kontroverse Themen auf und verarbeitete so seine eigenen Kriegserlebnisse. Während FLUG 93 von Paul Greengrass die letzten Stunden vom United Airlines Flug 93 erzählte und die Hintergründe der Täter beleuchtete, basiert WORLD TRADE CENTER auf der wahren Geschichte zweier Mitarbeiter des PAPDs. Sergeant John McLoughlin und Officer Will Jimeno werden zur Unglücksstelle beordert, an der sie Menschen helfen wollen. Bei ihrem Rettungsversuch werden sie selbst von den Trümmern der zusammenstürzenden Türme begraben. 2749 Menschen sterben, 20 überleben die Katastrophe, sie waren Nummer 18. und 19.Anders als bei FLUG 93 werden keine Täter gezeigt, niemand beschuldigt. Selbst das islamistische Terrornetzwerk Al-Qaida wird mit keinem Wort erwähnt. Auch der Zusammenprall der Flugzeuge mit den Türmen wurde trickreich vermieden. Der Film handelt nicht von den Sündenböcken oder Übeltätern, er fokussiert die Männer, die helfen wollten und bevor sie helfen konnten, sich selbst unter Schutt und Asche wieder fanden. Er erzählt die Geschichte der Frauen, die tatenlos auf ein Lebenszeichen ihrer Männer warteten. Er handelt vom Mut Anderen helfen zu wollen und vom Mut Anderen sein eigenes Leben anvertrauen zu müssen. Er handelt von Schmerz und dem Willen zu überleben. Doch trotz alledem sollte man sich fragen, warum solch ein Film gedreht worden ist. Bereitet er wirklich nur einen erschreckend grauenvollen Moment in der US-amerikanischen Geschichte auf oder steckt mehr dahinter?
Oliver Stone, der der Überzeugung ist, in Vietnam von einer Granate der eigenen Truppen verwundet worden zu sein, schuf mit Filmen wie PLATOON, GEBOREN AM 4. JULI oder ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE viel gesehene Anti-Kriegsfilme, doch in dem so hoch gelobt unpolitischen WORLD TRADE CENTER kommt ein mehr als nur fragwürdiger Charakter vor. Dave Karnes, der pflichtbewusste Ex-Marine aus Connecticut, der letztendlich die beiden Polizisten in den Trümmern fand, gibt am Ende äußerst strittige Sätze von sich. Es wären nun wahre Männer für die richtige Rache nötig. Ein Testpublikum hielt den Charakter sogar für eine Erfindung Hollywoods, doch Karnes ist nicht fiktiv, ließ sich nach den Ereignissen sogar wieder ins Marine-Corps aufnehmen und kämpfte im Irak. Durfte man diesen Charakter aufgrund der Authentizität nicht etwas verändern oder wollte man mit ihm doch politisch Stellung beziehen?
Natürlich ist es schwierig diese umfangreichen Ereignisse in einem Film einzufangen und sicherlich werden Amerikaner diesen Film mit anderen Augen sehen als wir Europäer. Man sollte bei allen Schwierigkeiten auf der Welt dennoch nicht das Filmtechnische an diesem Film vernachlässigen. Oft macht es sich Oliver Stone sehr leicht und umgeht mit abrupten Schnitten schwierige Szenen. Die Musik von Craig Armstrong ist dezent im Hintergrund gehalten, nur an wenigen Stellen etwas pompöser. Per Parallelmontage wird zwischen den Handlungssträngen in den Trümmern des World Trade Centers und den Angehörigen gesprungen, was das Warten der Angehörigen tragischer werden lässt. Die beklemmende Atmosphäre mit ihren knirschenden Metallgeräuschen, sowie die computeranimierten Effekte erzeugen eine beängstigende Stimmung.
Fazit:
Zwar weist der Film bei der Überbrückung der zwölf Stunden, die zur Rettung der Polizisten nötig waren, einige Längen auf, kann in einigen Szenen dagegen dramatisch überzeugen. Unbeantwortet bleibt am Ende die Frage nach der Intention eines solch großen Regisseurs zu so einem Projekt.
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Regisseur
Schauspieler
Doug Aguirre, Rob Armstrong, Maria Bello, Jon Bernthal, Robert Blanche, Lucia Brawley, Kurt Caceres, Nicolas Cage, Francesca Casale, Jude Ciccolella, Lori M. Cincotta, Dara Coleman, Nick Damici, Patti D'Arbanville, Stephen Dorff, Thomas F. Duffy, Ned Eisenberg, Morgan Flynn, Alexa Gerasimovich, S.A. Griffin, Maggie Gyllenhaal, Sean Hampton, Maria Helan, Brad William Henke, Jay Hernandez, Jossara Jinaro, Ket Lamb, Aixa Maldonado, William Mapother, John C. McDonnell, Aimee Mullins, Donna Murphy, Danny Nucci, David J. O'Donnell, Connor Paolo, Michael Peña, Nelson Peña, LynNita Puma, Stephanie A. Purdy, Richie Rayfield, Armando Riesco, Thomas Russo, Michael Shannon, Wass M. Stevens, Gary Stretch, Anup Sugunan, Ronald Sylvers, Klatann Thomas, Nicholas Turturro, Kevin Watson, Frank Whaley, Tom Wright



siBBe / 11.12.2007 16:39:14
Dieser Film war sowas von langweilig. Man hätte ihn nicht World Trade Center nennen müßen, er hätte auch gleich "die Verschütteten" heißen können. Emotionen sucht man hier auch vergebens, das ganze artete in Kitsch aus. Wenn man schon einen Film zum 11.Sep schauen möchte, dann das weitaus bessere, emotionalere, und hollywood-kitsch-entferntere Flug93
2 Sternen
SERF / 11.12.2007 17:46:01
Selten so einen Eierfilm wie "Flug 93" gesehen ^^
In "WTC" waren die Zwischenschnitte zu den Familien doch emotionsvoll. Wenn da bei Dir nix abging, dann bist Du ein Stein! :D
nicht bewertet
Veremar / 11.12.2007 17:54:08
Ich fands auch eher langweilig, waren zwar ein paar Emotionen da, hätte mir aber den Kinoeintritt sparen können.
2 Sternen
siBBe / 11.12.2007 21:01:51
das war hollywood kitsch vom feinsten in dem film hier
flug 93 war super authentisch gedreht und alleine deswegen spannend, ergreifend und erschreckend
2 Sternen
SERF / 13.12.2007 10:08:39
"Flug 93" war MEEEEga boring ....
nicht bewertet
siBBe / 13.12.2007 11:24:29
wenn du flug93 mega boring fandest, einen film, der schon fast als doku durchgehen könnte, muss dich der 11.sep ja völlig kalt lassen weil anders kann ich mir so eine meinung gar nicht erklären
2 Sternen
Feuerfrucht / 20.02.2008 11:30:40
Sowohl FLug als auch World Trade Center sind Filme, die man sich nur einmal anschaut, um sie gesehen zu haben. Ich denke die Amis haben da auch viel reininterpretiert, obwohl es garnicht so statt gefunden hat, nur um ein schönes Bild abzugeben.
2 Sternen
Kaspian / 20.02.2008 18:54:17
Ich fand beide Öde...
nicht bewertet
Xylon / 23.02.2008 15:05:36
Also... Weiß kaum wie ich diesen Film beschreiben bzw. auch bewerten soll. Habe mir echt was anderes vorgestellt, als das was man zu sehen bekam. Ein eher schlechter Doku-Film, dabei war es eine so große Tragödie... Etwas besser hätte man ihn schon gestalten können...
2 Sternen
eddy / 23.02.2008 22:20:18
Konnte mit diesen Film nichts anfangen.Ist echt nicht mein Ding.Cage hatte schon echt bessere Rollen.
nicht bewertet