Ich, Du und der Andere
You, Me and Dupree
Inhalt
ChaoskomödieCarl (Matt Dillon) und Molly (Kate Hudson) stehen kurz vor ihrer Hochzeit. Nur einer fehlt noch: Carls bester Freund und Trauzeuge Randy Dupree (Owen Wilson). Schon während der Hochzeitsfeier lässt Mollys Vater, der erfolgreiche Tycoon Thompson (Michael Douglas) durchblicken, dass er mit seinem neuen Schwiegersohn, der in seiner Firma arbeitet, nicht gerade glücklich ist.
Zunächst scheint aber alles perfekt für die frisch Vermählten zu laufen. Sie beziehen ihr neues Haus und auch Carl steigt schnell in der Firma seines Schwiegervaters zum Projektleiter auf. Doch dann erfährt Carl, dass Randy in ernsten Schwierigkeiten steckt. Er hat seinen Job verloren und kein Dach über dem Kopf. Ohne Molly zu fragen bietet er ihm an ein paar Tage bei ihnen unter zu kommen, so dass Dupree samt Elchkopf bei den Petersons einzieht. Aus ein paar Tagen werden aber schnell Wochen und turbulente obendrein. Dupree nimmt nach und nach das ganze Haus für sich in beschlag.
Doch Carl hat ganz andere Probleme, denn auf der Arbeit entpuppt sich seine Beförderung immer mehr zur Hölle. Er wird von seinem Schwiegervater unter Druck gesetzt, geschnitten und schikaniert wo es nur geht, denn er will Carl und Molly mit allen Mitteln wieder auseinander bringen.
Auch im heimischen Wohnzimmer geht es immer heißer her und als Dupree während eines Liebesspiels selbiges in Brand setzt scheint er den Bogen endgültig überspannt zu haben…
Kritik
Auf den ersten Blick ähnelt "Ich, Du und der Andere" nicht nur vom Titel her Komödien wie "Meine Braut, ihr Vater und ich" oder auch der Fortsetzung "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich". Allerdings ist diese Komödie doch ein wenig anders gelagert, denn es gibt nicht nur einen tyrannischen Schwiegervater, der vor allem Carl das Leben schwer Macht, nein es gibt auch noch Dupree, der sich bei den Petersons einnistet und alles zusätzlich verkompliziert. Dieser Teil der Story erinnert ein wenig an Filme wie "Boudou" oder "Zoff in Beverly Hills".
Mit "You, Me and Dupree" haben die Russo Brüder, die zuvor überwiegend für amerikanische TV-Produktionen tätig waren, eine Komödie geschaffen, die vor allem von Situationskomik und weniger durch lustige Sprüche geprägt ist. Um nur ein Beispiel zu nennen: in einer Szene wollen sich Carl und Molly gerade ein wenig miteinander vergnügen, als plötzlich die Schlafzimmertür mit einem lauten Krachen auffliegt und Dupree hereinplatzt. Molly fällt vor Schreck aus dem Bett und Dupree geht in den Nebenraum, um ein "großes Geschäft" zu verrichten. Ähnliche Szenen gibt es noch häufiger im Film zu sehen. Wie in vielen anderen Komödien dieser Art gibt es auch diesmal einen emotionalen Tiefpunkt und alles scheint schlecht zu sein. Ob sich das Blatt wieder zum Guten wendet, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Wenn man aber bedenkt, dass es sich um eine Hollywoodproduktion handelt, dann braucht nur eins und eins zusammenzählen und weiß wie der Film ausgeht.
Der liebenswerte Versager Randolph "Randy" Dupree, wird gekonnt von Owen Wilson gespielt. Man lacht und leidet einfach mit ihm mit, wenn wieder einmal alles schief geht, was nur schief gehen kann. Dennoch spielt er nicht nur den Tollpatsch, sondern versucht auch stets seinem guten Freund zur Seite zu stehen.
Matt Dillon spielt Carl Peterson, den besten Freund von Randy Dupree, Ehemann von Molly und Schwiegersohn von Mr. Thompson. Seine Rolle ist die wohl vielschichtigste im Film. Gemeinsam mit Owen Wilson stellt er sein komödiantisches Talent unter Beweis. Er harmoniert mit Filmpartnerin Kate Hudson und spielt den Part des Ehemanns solide. Schließlich wäre da noch die gelinde gesagt komplizierte Beziehung zu seinem Schwiegervater. Diese kann man als Kombination aus Einschmeicheln und Wut charakterisieren.
Kate Hudson verkörpert die Ehefrau von Matt Dillon. Sie harmoniert in der zweiten Hälfte des Films besonders gut mit Owen Wilson und hat jederzeit eine gewisse Leinwandpräsenz, wobei ihr ihre Schönheit sicherlich nicht abträglich ist. Sie jedoch allein darauf zu reduzieren ist keinesfalls angebracht.
Schließlich gibt sich noch Michael Douglas als tyrannischer Schwiegervater die Ehre. Er legt seine Rolle gewohnt solide aus, kann darin jedoch nicht so glänzen, wie beispielsweise Robert De Niro in "Meet the Parents". Dennoch ein gelungener Auftritt.
Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch ein Cameo des amerikanischen Radsportsstars Lance Armstrong, der sich selbst spielt.
Fazit: "Ich, du und der Andere" ist eine nette Komödie, die vor allem von Situationskomik und seinen Darstellern lebt. Wer Filme wie "Meine Braut, ihr Vater und ich" gut findet, der wird wohl auch bei diesem Film auf seine Kosten kommen.
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Regisseur
Schauspieler
Owen Wilson, Kate Hudson, Matt Dillon, Michael Douglas, Seth Rogen, Ralph Ting, Todd Stashwick, Bill Hader, Lance Armstrong, Jason Winer, Sidney S. Liufau, Billy Gardell, Eli Vargas, Houston McCrillis, Bob Larkin, Suzanne Ford, Finessa Pineda, Tasha Smith, John Ruby, Claudia Choi, Summer Altice, Jeanine Hass, Peter Ruocco, Lance Irwin, Mario Quinonez Jr., Gil Harris, Pat Crawford Brown, Bayani Ison, Joe Wilson, Howard S. Lefstein, Blaine Pate, Kevin Breznahan, Trevor Stock, Sean Perrone, Amanda Detmer, Damani Roberts, Taylor Masamitsu


