Verfasst von Sebastian Stumbek am 20.06.06 19:49:43 - 0 Kommentare

The Fast and the Furious: Tokyo Drift

Moviereporter-Bewertung:
  • 2.5/6 Sterne.
Leserwertung (14): 4.28 / 6

Land USA

Genre Action, Crime, Thriller

Laufzeit: 104

Jahr 2006


Kinostart: 13.07.2006
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Inhalt

Von den Produzenten der ersten beiden Teilen kommt nun das zweite mit  Adrenalin geladene Sequel

Sean Boswell (Lucas Black) wurde in seiner Jugend von niemanden so richtig anerkannt. Nur illegale Autorennen brachten ihm Respekt. Um nicht ins Gefängnis zu kommen, wird er nach Tokio geschickt, wo er bei seinem dort stationierten schroffen Militär-Onkel lebt. Der amerikanische Twinkie (Bow Wow) führt ihn in Tokios Unterwelt der Drift Racings ein. Schliesslich muss er auch gegen den Drift-King antreten, der Mitglied der Yakuza ist...

Kritik

Die ersten beiden Teile der "Fast and the Furious" -Reihe waren kommerziell recht erfolgreich. Also ließen sich’s die Produzenten nicht nehmen die Reihe fortzusetzen und an die Erfolge früheren anzuknüpfen. Regie führte diesmal der asiatische Regisseur Justin Lin, der das Setting erst einmal gleich nach Tokyo setzt und so für die erste große Neuerung sorgt.

Auch neu ist der Hauptdarsteller, welcher leider nicht mehr Paul Walker ist, sondern der jüngere und unbekannte Lucas Black ("Jarhead", "Cold Mountain"). Leider muss man sagen, dass Black in seiner bischer für ihn wohl größten Rolle versagt. Während Paul Walker als Macho-Rennfahrer mit Charme locker durchgeht, kauft man das Black nicht ab, welcher immer etwas hilflos und verloren mit ein und demselben Gesichtsausdruck den kompletten Film hindurch durch die Szenen wandert. Weder schauspielerisches Talent noch Charisma sind vorhanden. An seiner Seite ist der Hip-Hoper Bow Wow zu sehen, der zwar nur eine Nebenrolle im Film besetzt, dafür aber noch ganz nett wirkt.

Neben dem neuen Setting und den neuen Charakteren ist auch der Rennmodus neu: Während in den letzten beiden Teilen Rennen gefahren wurden, geht es in "Tokyo Drift" nun vor allem, wie der Name schon sagt, ums Driften, was soviel bedeutet wie mit Tempo durch enge Kurven Rutschen. Videospielern der "Need for Speed" -Reihe wird dies sicherlich ein Begriff sein, denn daran fühlt man sich während des Films stets erinnert. Und so sind wir auch schon beim wichtigsten Teil des Films: Den Autos und den (Drift-)Rennen. Hier überzeugt die Reihe wieder einmal durch aufgemotze, erstklassige Autos jeder Art und temporeicher Inszenierung der Rennen. Justin Lin hat dabei den nötigen Speed durch geschickte Schnitte und guter Kameraführung schön in Szene gesetzt und sorgt so für den begeisterten Racer-Fan für den nötigen Kick. Begleitet wird das Ganze neben einem gelungenem Soundtrack, bestehend aus einem Mix aus Hip-Hop, Reggaeton und Rock Titeln, noch von einem sehr gelungenem Score.

Allerdings leidet der Film sehr unter seiner plumpen Handlung. Schauspielerische Leistung wird man hier keine finden, was zu verschmerzen ist bei einem Fun-Movie wie diesem, aber wenn ein dummer Dialog dem nächsten folgt, ärgert das schon ein wenig und trübt den Spaß. Auch ist die Handlung, die die Charaktere von einem Rennen zum nächsten führen soll, lächerlich geraten und etwas sehr aus den Haaren gezogen. Da hätte man sich doch eher ein Beispiel an dem ersten Teil nehmen sollen, welcher dies noch überzeugender geschafft hatte. Bei "Tokyo Drift" allerdings kann man manchmal nur mit dem Kopf schütteln und das Handeln einiger Charaktere auch nicht wirklich nachvollziehen. Auch die Rennen laufen immer nach dem selben Muster ab: Irgendwer streitet sich, was natürlich in Form eines waghalsigen Rennens ausgetragen werden muss, bei dem der Schaden keinerlei Rolle spielt (die Charaktere können keinen mehr erleiden), und zu gewinnen gibt es neben Ruhm und Ehre immer die Freundin des Kontrahenten, welche bereitwillig den Partner wechselt, je nachdem wer der beste Rennfahrer ist.  Nunja...

Fazit: "Tokyo Drift" wird sicherlich wieder jedem gefallen, der auch die beiden Vorgänger mochte und denen, die auf rasant inszenierte Rennen stehen und dabei keinerlei Handlung wünschen. An den ersten Teil kommt "Tokyo Drift" aber nicht heran und so bleibt ein etwas unterdurchschnittlicher Fun-Movie übrig, aus dem man mehr hätte machen können.

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