Verfasst von Sebastian Stumbek am 27.05.06 19:22:53 - 2 Kommentare

Das Omen, 2006

The Omen, 2006

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.5/6 Sterne.
Leserwertung (4): 3.25 / 6

Land USA

Genre Horror

Laufzeit: 100

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 06.06.2006
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Inhalt

Die Prophezeiung ist eindeutig; die Zeichen sind unmissverständlich: die Apokalypse ist da. Am 6.6.06 wird Das Omen enthüllt... und unsere dunkelsten Ängste werden Wirklichkeit.

Thorn, ein hochrangiger amerikanischer Diplomat, besucht seine Frau Kathryn im Krankenhaus, welche gerade eine schwere Geburt hinter sich gebracht und noch nicht ahnt, dass ihr Kind bei der Geburt gestorben ist. Obwohl der Verlust ihn selbst erschüttert, macht sich Robert Thorn größere Sorgen um Kathyrn, die diese Nachricht, nach zwei Fehlgeburten, die sie bereits erleiden musste, nur schwer verkraften wird. Spiletto, der Priester des Krankenhauses, bietet Thorn ein anderes Kind an, das in der gleichen Nacht geboren wurde, dessen Mutter aber bei der Geburt gestorben ist. Er überredet Thorn, den neugeborenen Jungen als sein eigenes Kind anzunehmen. Kathryn soll die Wahrheit niemals erfahren. Sie nennen ihren Sohn Damien und ziehen ihn als ihr eigenes Kind auf. Kathryn, die nichts von dem Tausch ahnt, blüht in ihrer neuen Rolle als Mutter auf. Anscheinend hat Thorn also die richtige Entscheidung gefällt. Die Familie lässt sich auf einem Landsitz in der Nähe von London nieder, wo es jedoch immer wieder zu verstörenden Zwischenfällen kommt, die sich alle um den mittlerweile fünfjährigen Damien drehen. Damiens Kindermädchen erhängt sich während seiner Geburtstagsparty, ein seltsamer Priester stößt dunkle Warnungen aus und ein harmloser Zoobesuch sorgt für Panik und Entsetzen. Damien wird während einer Fahrt zum Gottesdienst hysterisch; und verschwommene Bewegungen auf einer Reihe von Fotos künden schreckliche Tode an. Die Zwischenfälle nehmen drastisch zu, und es wird deutlich, dass etwas Schreckliches mit Damien nicht stimmt. Nur das neue Kindermädchen, Mrs. Baylock, scheint eine echte Beziehung zu Damien aufbauen zu können. Schließlich kommt es zu einer Tragödie in der Familie, und Thorn erkennt die Wahrheit: Damien ist kein gewöhnlicher Junge.

Kritik

"Das Omen" stellt das Remake zum gleichnamigen Klassiker von Richard Donner aus dem Jahre 1976 dar. Diesmal führte John Moore Regie, bekannt durch Filme wie "Behind Enemy Lines" oder des Remakes zu "Der Flug der Phoenix".

Der Filmt teilt sich in zwei Teile auf, zwischen denen immer wieder gewechselt wird. Zum einen sieht man, was sich zu Hause bei Familie Thorn abspielt, nämlich wie merkwürdig sich der kleine Damien und dessen Kindermädchen Mrs. Baylock verhalten, meistens aus der Sicht von Kathryn Thorn, die nach und nach die Gefahr erkennt und als erste bemerkt, dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmt. Auf der anderen Seite sieht man Robert Thorn, der erst an allem zweifelt und sich wenn er endlich die Gefahr erkennt, auf die Suche nach Antworten macht. Dieser Part kommt dem Genre des Thrillers schon recht nahe, während der andere Part mehr in die Richtung Horror geht.

Was dem Film positiv anzurechnen ist, sind die Todensequenzen einiger Personen, die es im Film an den Kragen geht wenn der kleine Damien in der Nähe ist. Dabei wird einiges an Spannung aufgebaut, der Zuschauer weiß, dass gleich etwas Unheilvolles passieren wird. Aber meist ziehen sich diese Szenen dann, ähnlich einem "Final Destination", schön in die Länge, um den Zuschauer weiter zittern zu lassen, statt die Personen einfach sterben zu lassen. Auch Film- und Regietechnisch wurden diese gut in Szene gesetzt, genau wie der ganze Film, der optisch wirklich einiges her macht. Zwar kommt "Das Omen" in diesem Punkt nicht an das optisch hervorragende "Silent Hill" heran, hebt sich trotzdem im Vergleich zu einigen Genrevertretern von diesen ab.

Horrorfans werden sich übrigens auch über die Schockmomente im Film freuen, wovon es zwar wenige gibt, welche aber wirklich mal gelungen sind. Da wären wir aber auch schon beim Knackpunkt des Films, nämlich dem "wenig". Natürlich ist das ein rein subjektives Empfinden, wobei es dem einen genug sein wird, dem anderen aber nicht. Ich für meinen Teil fand aber, dass einfach zu wenig Horrormomente im Film vorhanden waren. Da reichten die wenigen Schock- und Gruselmomente irgendwie nicht ganz aus. Zwischen diesen Momenten, in denen die Story weiter erzählt wird, herrschte auch teilweise leichte Langeweile. Einige Szenen waren mehr gelungen, einige weniger, aber der Film wirkte etwas in die Länge gezogen. Allerdings muss man auch sagen, dass man nicht groß was neu erfinden konnte, da man schließlich ein Remake zu einem bereits existierenden Films drehte.

Schauspielerisch ist der Film recht gut besetzt. Liev Schreiber ("The Manchurian Candidate") in der Rolle des Robert Thorn macht eine recht gute Figur und spielt seine Rolle recht gut und überzeugend. Julia Stiles ("Save the Last Dance") bleibt ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Sie spielt ihre Rolle zwar ganz solide, aber da wäre sicherlich noch einiges mehr möglich gewesen. Mia Farrow ("Rosemary’s Baby") kann dagegen als satanistisches Kindermädchen auftrumpfen und macht ihre Sache ganz gut. Auch der kleine Seamus Davey-Fitzpatrick, der mit dem Satansbraten Damien sein Leinwanddebüt feiert, macht mit seinen bösen Blicken seine Sache recht gut. Zwar wirkt er fast schon wieder zu niedlich für die Rolle um wirklich ernst genommen zu werden und Angst zu verbreiten, aber dafür kann er selbst ja nichts.

Fazit: "Das Omen" ist ein solider Horrorstreifen, der optisch recht ansprechend umgesetzt wurde und einige wirklich gelungene Szenen zu bieten hat, allerdings auch seine Schwächen hat. Insgesamt ist also ein fast durchschnittlicher Film entstanden - Genrefans können aber trotzdem einen Besuch ins Kino tätigen und werden sicherlich ihren Spaß haben.

Jetzt kommentieren? / 2 Kommentare

  1. mye

    mye / 10.12.2007 16:32:00

    fand das remake besser als das original, klingt komisch, ist aber so :-D


    4 Sternen

  2. Jigsaw

    Jigsaw / 05.04.2008 18:36:50

    Kommt bei weitem nicht an das Orginal ran!


    2 Sternen


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