Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 28.04.06 22:33:30 - 4 Kommentare

Inside Man

The Inside Man

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (15): 4.53 / 6

Land USA

Genre Crime, Drama, Thriller

Laufzeit: 129

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 23.03.2006
zu Favoriten hinzufügen

Inhalt

Neue Art von Bankräuber-Thriller mit oscarprämierten Darstellern

Dalton Russell (Clive Owen) plant den perfekten Bankraub. Er und seine Partner verkleiden sich als Maler und dringen in die Lobby einer New Yorker Bank ein. Schnell sind alle Wachen und Geiseln unter Kontrolle. Sie müssen die gleichen Overalls wie die Gangster anziehen, damit die Polizei die Täter von den Opfern nicht mehr unterscheiden kann. Zum Vermitteln werden die Detectives Keith Frazier (Denzel Washington) und Bill Mitchell (Chiwetel Ejiofor) zum Tatort bestellt. Das Spiel kann beginnen. Der aufgeregte Bankdirektor Arthur Case (Christopher Plummer) schaltet die einflussreiche Brokerin Madeliene White (Jodie Foster) ein, die neben den ermittelnen Beamten mit den Geiselnehmern verhanden soll. Der Bankdirektor macht sich große Sorgen, jedoch nicht um das Geld seiner Bank. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Schließfächern?

Kritik

Der neueste Regiestreich von Spike Lee soll nun "Inside Man" sein. Nun ja, wenn man bedenkt, dass der 49jährige mit seiner "She's Gotto Have It"-Comedy aus der Blaxploitation-Ära das New Black Cinema einleitete und diesen Stil prägte wie kein anderer, ist "Inside Man" als Crime-Thriller schon etwas untypisch für den meist politischen Regisseur. Mit neuen Ideen versucht er das alte Schema vom Bankraub umzukrempeln und neu zu erzählen. Bei einem reinen Thriller durfte es dessen ungeachtet natürlich trotzdem nicht bleiben. Immer wieder versucht er das Thema Rassismus aufzugreifen und das Ende der Geschichte ist auch nicht gerade unpolitisch.

 

Die Story ist schnell erzählt: Ein Mann plant mit seiner Crew den perfekten Bankraub. Was als typischer Thriller anfing, hebt sich schnell durch Lees eigentümliche Einsetzung der Kamera und die Wendungen im Plot von der Masse ab. Vollkommen perfekt ändert er die temporale Anordnung der Ereignisse und setzt immer wieder Flashforwards ein.

Alles beginnt recht simpel: vier Menschen marschieren verkleidet als Maler in die Lobby der Manhattan Trust, einer weltweit finanziell operierenden Institution mit einem Sitz an der Wall Street in New York. Das NYPD sperrt das Gebiet sofort ab und die Vermittler bei Geiselnahmen, Detectives Frazier und Mitchell werden zum Tatort gerufen. Somit wurden die Hauptprotagonisten vorgestellt.

Das Zugpferd des Filmes ist Clive Owen, der auf seiner eigenen Art und Weise Coolness in die Figur des Bankräubers Dalton Russell einhaucht. Dreist agierend hat er anfangs sogleich die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich gelenkt. Daraufhin wird der Gegenspieler unseres Bankräubers eingeführt: Denzel Washington mimt den Vermittler, über dessen weiße Weste eine schwarze Regenwolke liegt, die einen Schatten auf seine Polizeiakte wirft. Er ist zwar der Gute, doch nicht ganz ohne Mängel. Nun kann das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden beginnen. Und die Frage lautet: mit wem fieber ich mit? Lange Zeit bleibt der Zuschauer über die Intention der Geiselnehmer im Unklaren. Plötzlich werden Spielchen gespielt und durch die Auftritte von Jodie Foster als starker Broker und Christopher Plummer als Bankvorsitzender wird die Lage immer verzwickter. Als der Zuschauer langsam beginnt zu glauben, dass er alle Teile des Puzzles zusammen hat, nimmt die Story erneut eine Wendung.

Dies zieht sich durch den ganzen Film bis einem am Ende die Lösung präsentiert wird. Nicht recht überraschend kommt die Erklärung des Ganzen, aber immerhin unkonventionell. Der immer wiederkehrende Versuch diesen Thriller einen politischen Schliff zu geben, setzt das Produktionsschiff auf Sand. Und die übertriebenen Witzeinlagen von Denzel Washington sind oftmals zu viel des Guten.

Fazit:
Lee formt die Schablone des typischen Bankraub-Thrillers neu und präsentiert uns einen zum Teil funktionierenden, meist spannenden Film, der leider kleine Macken aufweist. Das Leistungsvermögen wurde nicht ganz ausgeschöpft, enttäuschend ist er jedoch nie.


Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. DocProc

    DocProc / 19.12.2007 15:17:35

    Mein persönliches Highlight von 2006


    5 Sternen

  2. stallone

    stallone / 20.12.2007 14:46:18

    man der film hat so eine hammer story und einen genialen denzel washington!!!
    fand den sehr aufregend.


    4 Sternen

  3. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 05.03.2008 21:54:32

    Hammer Story mit ner klasse Auflösung am Ende. Sehr sehr geil!


    6 Sternen

  4. Veremar

    Veremar / 06.03.2008 15:04:29

    kann ich mich nur anschliessen: echt geile Story!


    5 Sternen


Jetzt hier Kommentar schreiben

Bitte auf gute Umgangsformen achten!! Beleidigungen werden nicht geduldet.