Verfasst von Jean Lüdeke am 05.04.06 16:03:15 - 0 Kommentare

Tristan und Isolde

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (1): 5.0 / 6

Land USA, Großbritannien

Genre Drama, Romanze

Laufzeit: 123

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 18.05.2006
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Inhalt

Die langen Leiden des jungen Tristan

Nach dem Ende des römischen Reichs leiden die zerstrittenen Stämme Englands unter der Herrschaft des irischen Königs Donnchadh (David Patrick O'Hara). Einer ihrer Führer, Lord Marke (Rufus Sewell), zieht mit seinem besten Ritter Tristan (James Franco) in den Krieg gegen die Iren. Doch sie erleiden eine vernichtende Niederlage. Tristan selbst wird verwundet, für tot erklärt und seinem Schicksal überlassen. Doch Donnchadhs Tochter Isolde (Sophia Miles) findet ihn und pflegt ihn heimlich gesund. Zwischen den beiden entsteht eine innige Liebe, aber Tristan kann nicht länger bei Isolde bleiben. Er kehrt zu seinem Herren Lord Marke zurück und wird begeistert gefeiert. Nur sein Herz gehört fortan Isolde, der Tochter von Markes Erzfeind, und als die politischen Wirrungen die beiden wieder zusammenführen, beginnt eine Kette schicksalhafter Ereignisse.

Kritik

Ein 800jähriger keltischer Sagenstoff, aus dem unzählige künstlerische Varianten gestrickt wurden: Seien es ursprüngliche Versepen des Gottfried von Straßburg (1210), die Tragödie von Hans Sachs (1553), die Oper von Richard Wagner (1859) oder die Erzählung von Thomas Mann (1901). Das Fernsehen (I./F./D., 1999, Regie: Fabrizio Costa) skelettierte gar das Trauerspiel zum beschaulichen Fantasy-Abenteuer um den tapferen Recken Tristan (Franco) und seiner holden Isolde (Miles) zu Zeiten bluttriefender Schlachten, hegemonialer Intrigen und unerfüllter Leidenschaften.

Keine Frage, Literatur lässt sich nie vollends filmisch adaptieren, wenn Bildlichkeit der Worte zur Sprachlichkeit der Bilder umerzogen werden sollen. Das kann keiner erhoffen. Was jedoch der Zuschauer erwartet, ist zumindest eine visuell respektable Adaption der Geschichte mit seinen energischen emotionalen und actionverbrämten Begleiterscheinungen: Und dies ist Regisseur Kevin Reynolds mit seinem Faible für historische Sujets („Der Graf von Monte Christo“, „Robin Hood“; „König der Diebe“) recht gut gelungen. Denn er vermag es, die überbordenden Gefühlswelten des todgeweihten Liebespaares in eine grandios gefilmte Naturkulisse einzubetten. Da hat Kameramann Artur Reinhart samt seiner Beleuchtungs-Crew professionelle Arbeit abgeliefert, verstärkt durch die respektable mimische Intensität der Darsteller James Franco („Spider Man“) und Sophia Miles („Underworld“).
Es ist kaum zu übersehen, dass Ridley Scott („Thelma und Louise“, Königreich der Himmel) hier als Produzent seiner Rolle als Gladiator des Hochglanzlicht-Kinos gerecht wird. Zu schön, zu glatt und zu geschliffen ist die Gewalt seiner Bild-Epik, die Grand Mots wie “Wo immer Du gehst, was immer Du siehst, ich bin immer bei Dir“ (O-Ton Isolde) fast verblassen lässt.


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Tristan und Isolde
Kinowelt Filmverleih GmbH

Regisseur

Kevin Reynolds

Schauspieler

Thomas Morris, James Franco, Sophia Myles, Henry Cavill, JB Blanc, Rufus Sewell, David O'Hara, Jamie King, Dexter Fletcher, Bronagh Gallagher, Marek Vasut

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