Verfasst von Frank Neumann am 05.08.06 03:50:57 - 0 Kommentare

Trennung mit Hindernissen

The Break Up

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (2): 4.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Komödie, Romanze

Laufzeit: 105

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 10.08.2006
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Inhalt

Jennifer Aniston und Vince Vaughn in einer romantischen Komödie

Kunsthändlerin Brooke (Jennifer Aniston) ist in ihrer Beziehung alles andere als glücklich. Freund Gary (Vince Vaughn) sitzt abends am liebsten Bier trinkend auf der Couch und hat keinerlei Intentionen sich um Haushaltsangelegenheiten wie Saubermachen oder Abwaschen zu kümmern. Nach einem misslungenen Abendessen mit den lieben Verwandten reicht es Brooke entgültig und es kommt zum großen Krach bei dem sich das Paar schließlich trennt.
Da die Wohnungsmieten allerdings alles andere als billig sind, bleiben Beide zunächst in der gemeinsamen Wohnung. Innerhalb kürzester Zeit mutiert Diese jetzt zum Mienenfeld, denn weder Brooke noch Gary sind bereit ihr Arsenal an den Anderen abzugeben. Es entsteht ein Kleinkrieg bei dem eine Versöhnung in unerreichbare Ferne rückt. Oder doch nicht?

Kritik

Jennifer Aniston und Komödien ist eine Kombination die je nach Film zwischen Wundervoll und unendlich nervend hin- und herpendelt.
Ihren guten Komödien wie "Liebe in jeder Beziehung" und "She´s the One" stehen extrem nervige Werke wie "Wo die Liebe hinfällt" gegenüber.
Um es vorwegzunehmen, "Trennung mit Hindernissen" zählt eher zu Ersterem.
Klar ist der Film eine Aneinanderreihung von Klischees und Stereotypen, aber trozdem gibt es Momente von Wirklichkeitsnähe, die im heutigen Hollywood Star-Kino selten geworden sind.
Das Grundproblem des Films ist zugleich sein größter Glücksfall: Brooke und Gary passen einfach nicht zusammen. Dies bekommt der Zuschauer schon in ihrer ersten gemeinsamen Szene mit. Man versteht nicht, warum die Beiden überhaupt zusammen sind, bzw. was sie aneinander bindet. So ist es auch mehr eine Erlösung als Tragik wenn sie sich trennen.
In den meisten ähnlichen Filmen sieht man von Anfang an, dass die Hauptdarsteller eine Chemie zusammen haben, die nicht von der Hand zu weisen ist. Man wartet nur darauf, dass sie ihre Probleme überwinden und endlich wieder zusammenfinden. In "Trennung mit Hindernissen" ist dies nicht der Fall und umso überraschter reagiert man als sich dann doch die Chemie bemerkbar macht. Besonders der Gary Charakter vollzieht eine Verwandlung, die es ihm möglich macht vielleicht wieder mit Brooke zu connecten.
Schauspielerisch geht es hier von Szene zu Szene unterschiedlich zu. Immer dann, wenn Beide zu sehr überreagieren kommt man sich wie im Komödienstadl vor. In einer Szene streiten sie sich doch im Ernst darüber, dass Gary nur drei anstatt neun Orangen gekauft hat. In anderen Szenen wiederum haben sowohl Aniston als auch Vaughn die Möglichkeit die Tiefe ihrer Verletzungen und Hoffnungen auszuloten und dies machen sie gut.
Diese Unentschiedenheit gilt generell für den ganzen Film. In den wenigen Stellen, wenn er seinem Genre Komödie gerecht werden will, werden Witze präsentiert die selten witzig und noch viel seltener geistreich sind. Geht es jedoch um echte Gefühle, dann werden die Filmfiguren plötzlich ernst genommen und handeln nachvollziehbar. Dies zeigt auch die Filmmusik von Jon Brion ("Magnolia", "Vergiss mein Nicht"), der es bewusst vermieden hat einen "lustigen" Score zu komponieren. Seine Musik ist stellenweise sogar recht strange und gewöhnungsbedürftig ohne die üblichen "großen Orchestereinsätze" in den emotionalen Szenen.
Lob erhält der Film schon allein deshalb von mir, weil er überhaupt keine typische Komödie ist. Der Trailer beispielsweise erweckt einen vollkommen falschen Eindruck.
Sehr nachvollziehbar ist auch das eigentliche Motiv des Films. Brooke will sich nämlich nicht wirklich von Gary trennen, sie macht nur Schluss mit ihm, weil sie sich dadurch erhofft, dass er um sie kämpft und sich ändert. Dass dies allerdings nicht so einfach ist, zeigt "Trennung mit Hindernissen" sehr deutlich.
Das Schönste am Film ist vielleicht sein Schluss, der keine einfache Hollywood Auflösung parat hält, sondern allenfalls eine Option, bei der sich jeder im Kino selber überlegen kann, ob sie denn jetzt von den Beiden wahrgenommen wird oder nicht.
In den USA war der Film übrigens immens erfolgreich, was sicher auch an der PR-trächtigen Real Live Romanze der beiden Hauptdarsteller liegt.

Fazit: "Trennung mit Hindernissen" ist kein durchweg gelungener Film, aber allein für seinen Versuch sich vom üblichen Hollywood Komödienbrei hinwegzubewegen, verdient er es gesehen zu werden.


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Trennung mit Hindernissen (The Break Up)
United International Pictures

Regisseur

Peyton Reed

Schauspieler

Vince Vaughn, Jennifer Aniston, Joey Lauren Adams, Cole Hauser, Jon Favreau, Jason Bateman, Judy Davis, Justin Long, Ivan Sergei, John Michael Higgins, Ann-Margret, Vernon Vaughn, Vincent D'Onofrio, Jane Alderman, Jacqueline Williams, Peter Billingsley, Jane Hu, Rebecca Spence, Mary-Pat Green, Keir O'Donnell, Geoff Stults, Tiffany L. Addison, Lisa Pace, Samantha Albert, Susan Messing, Wayne A. Brown, Maynard Love, William Dick, Jenna Hurt, Nydia Rodriguez Terracina, Phil Ridarelli, Rhett Miller, Murry Hammond, Ken Bethea, Philip Peeples, Gunnar Madsen, Karl Solis, Michael Winther, Eric Bradley, Eddie Martinez, Chuck Stubbings, Ryan Cowhey, Megan Klein, Julia Neary, Linda Cohn, Brad Ausmus, Shelby Bakken, Richard C. Bozek, Lori Claussen, Lauren Cokeley, Justin Dabney, Matt Dworzanczyk, Reese Foster, Ashley Giancola, George Glynn, Trevor Glynn, Sean P. Gorecki, John R. Haley, Julie Hilgendorf, Todd Hollandsworth, Ian Kalanges, Aaron Keker, James Kim, Robert Kramer, Kristen Kruchowski, Joseph Lazicki, Jasmine McDonald, Brad Nelson, Kelly Nienaltowski, Rebecca Norris, Chris Papadopoulos, Jamie Parker, Jason Peters, Paul Peterson, Elaine Robinson, Lanae Sahs, Luke Schneider, Zack Shada, Jessica Stramer, Monica Szanyi, Marko Tomic, Trisha Vargo, Sharon Vaughn, Jessica Vilchis, Martin Bezener, Alex Bickle, Sue Durso, Marisol Giraud, Anna Ingenthron, Jordan Lowndes, William Nero Jr., Jonathan Samuels, Donier Tyler, Ron Valdez, Loreen Washington