Barfuss
Inhalt
Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?Nick Keller (Til Schweiger) ist der geborene Verlierer. Seine Familie hält nicht unbedingt zu ihm. Vor allem sein Stiefvater Heinrich (Michael Mendl) und sein Bruder Viktor (Steffen Wink) halten ihn für den totalen Versager. Nur seine Mutter (Nadja Tiller) hat den Glauben an ihn noch nicht ganz verloren.
Nick verliert einen Job nach den anderen. In seinem neuesten Aushilfsjob in einer psychiatrischen Anstalt verhindert er in letzter Sekunde, dass sich Leila (Johanna Wokalek) das Leben nimmt. Doch er weiß nicht, was er mit dieser Tat angerichtet hat. Leila folgt ihrem Retter heimlich und steht plötzlich abends vor seiner Tür, im Nachthemd und … BARFUSS.
Nick versucht noch der Verfolgerin zu entkommen und sie abzuwimmeln, doch die Versuche schlagen alle fehl, denn Leila hat beschlossen für immer bei Nick zu bleiben. Nick der noch nie für andere Verantwortung übernommen hat, nimmt Leila, die die Welt anscheinend mit Kinderaugen sieht, an die Hand und beide begeben sich auf eine Reise.
Für das ungleiche Paar, beginnt ein Abenteuer, indem sie sich zusammenraufen müssen … sich immer näher kommen … wobei sich ihr Leben für immer verändern wird!
Kritik
Nach langer Zeit und amerikanischen Filmen wie Lara Croft Tomb Raider – Die Wiege des Lebens und King Arthur kehrt Til Schweiger auf die deutsche Leinwand zurück und versucht zu beweisen, dass er den heimischen Markt noch immer dominiert. Doch nach Filmen wie Der Untergang, Sophie Scholl – Die letzten Tage oder Napola – Elite für den Führer haben es deutsche Filmemacher nicht leicht, das Publikum erneut zu begeistern.Nach Der Eisbär (1998) setzte sich Til Schweiger zum zweiten Mal auf den Regiestuhl. Das war ihm aber anscheinend noch nicht genug, er übernahm noch die Hauptrolle und alle für die Realisierung des Films maßgeblichen Funktionen. Angefangen hatte es 1998, als er in den USA das ursprüngliche Drehbuch, wovon nur noch die Grundidee übrig blieb, in die Hände bekam und sich sofort die Rechte an dem Buch sicherte. Daraus entstanden ist sein Traumprojekt.
Er konnte noch viele andere deutsche Schauspielgrössen für den Film gewinnen. Stars wie z.B. Michael Mendl, Nadja Tiller, Alexandra Neldl, Markus Maria Profitlich, Axel Stein und Jürgen Vogel holte er mit ins Boot. Viele andere Kritiker meinten, dass dieses kläglich mit diesem Film unterging, das Barfuss nichts Neues bringen würde.
Er war jetzt nicht der deutsche Film in letzter Zeit, aber dennoch fand ich die Story nett erzählt und rübergebracht. Überrascht war ich über die eher unbekannte aber dafür umso bessere Johanna Wokalek, sie hält den Film am Leben. Zwar war die Story an sich nicht überragend und in manchen Situationen fühlt man sich irgendwie an Rain Man erinnert, denn Til nimmt Johanna an die Hand, die bis zum Tod ihrer Mutter noch nie aus dem Haus gekommen ist. Nun erfährt sie auf einer Tour durch Deutschland die schönen und schlechten Dinge des Lebens zum allerersten Mal … wie aus der Sichtweise eines Kindes, alles muss neu entdeckt werden. Dieses wichtige Element, das viele witzige Situationen hervorruft, meistert Johanna sehr gut. Etwas enttäuscht war ich von dem Aufgebot der zahlreichen Stars. Man hätte lieber auf ein oder zwei Schauspielgrössen einen tiefsinnigeren ausgefeilteren Part zuschreiben sollen, als viele nichts aussagende Stars in vielen verschiedenen Szenen antanzen zu lassen.
Das Barfuss-sein bringt etwas Neues in den Film ohne aufdringlich oder zu rebellisch zu wirken.
Fazit:
Barfuss ist nicht nur etwas für Fuss-Fetischisten, jeder Komödien- und Liebesfilmfanatiker wird auf seine Kosten kommen. Ein gelungenes und nettes Traumprojekt von Til, dennoch hätte man – wenn man weiss, dass er schon seit 1998 an diesem Projekt arbeitete und gefeilt hat – mehr erwarten können.
Sollte Til lieber bei seinen Chameos in Hollywood bleiben oder weiter Filme drehen, die seinem neuen Filmgeschmack entsprechen? Ich bin ganz klar der Meinung, er sollte sich nicht ganz von den Gangsterkomödien abwenden und bei seinem Knockin’ On Heavens Door-Stil bleiben, welcher doch immer noch am besten und coolsten rüber gekommen ist.
Ich freue mich jetzt schon auf Die Daltons vs. Lucky Luke, der am 26. Mai in die Kinos kommen sollte.
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Regisseur
Schauspieler
Til Schweiger, Johanna Wokalek, Steffen Wink, Michael Mendl, Nadja Tiller, Alexandra Neldel, Janine Kunze, Mark Keller, Markus Maria Profitlich, Axel Stein, Fanny Staffa, Christoph Müller, Jürgen Vogel


