Verfasst von André Gabriel am 15.02.07 15:28:51 - 1 Kommentare

Texas Chainsaw Massacre

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.5/6 Sterne.
Leserwertung (14): 5.21 / 6

Land USA

Genre Horror

Laufzeit: 98

Jahr 2003

Webseite
Trailer

Kinostart: 01.01.2004
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Inhalt

"Ihr fahrt in die falsche Richtung" - dorthin, wo Leatherface schon wartet, um jedem zufälligen Besucher auf seine ganz spezielle Art und Weise zu zeigen, was es heißt, Rache zu nehmen.

Der Film ist ein Remake des im Jahr 1974 erschienenden gleichnamigen Originals. Damals führte Tobe Hooper Regie, der auch für die Geschichte verantwortlich war - The Texas Chain Saw Massacre (1974).

Die vier Freunde Erin (Biel), Morgan (Tucker), Andy (Vogel), Kemper (Balfour) gabeln die junge Pepper (Leerhsen) auf, die in dieselbe Richtung muss, jedoch nicht ahnen kann, in welche Richtung die fünf Freunde tatsächlich fahren werden, nachdem eine Frau in blutigen Kleidern die staubige Straße mit gesenktem Kopf entlangtrottet und um ein Haar von ihnen überfahren wird.

Die Freunde sind auf dem Weg zu einem Konzert, von Dope und lauter Musik - "sweet home Alabama…" - angestachelt. Die Stimmung ist gut, könnte eigentlich nicht besser sein. Die erst kürzlich hinzugestoßene Pepper vergnügt sich auf dem Rücksitz mit Andy, Morgan und Kemper zeigen öffentlich-bildlich ihre Dope-Leidenschaft und Erin unterstützt die Klänge aus dem Radio mit eigener Stimme, verkörpert aber sogleich eine zumindest lose angedeutete Anti-Drogen-Einstellung.
Die Heiterkeit soll aber recht schnell in bloßes Entsetzen, Schreikrämpfe und Tränen umschlagen, als Kemper, von den Lippen seiner Freundin Erin abgelenkt, die junge Frau nicht sieht, die in dieser gottverlassenen Präriegegend am Straßenland entlangläuft. Sie können ausweichen und nehmen die völlig niedergeschlagene Frau mit, die nur zusammenhanglose Bruchstücke an Worten von sich gibt… doch eines hören sie deutlich heraus. Hat sie das wirklich gesagt? Hat sie gesagt, dass er sie alle umgebracht hat?

Und so beginnt der albtraumhafte Trip der fünf Freunde mit einer atemberaubenden Kamerafahrt, auf die sie sich freuen sollten, und die sofort ein Indiz für die hohe Altersfreigabe (FSK 18) liefert.

Auf zur Crawford-Mühle.

Der in Deutschland geborene Regisseur Marcus Nispel, der zuvor mit Musikvideo-Clips und in der Werbebranche erfolgreich war, feierte mit The Texas Chainsaw Massacre ein gelungenes filmisches Debüt. Es gelingt ihm, die düstere Atmosphäre, die vor allem durch die Darsteller, genauer durch die im Film konsequent auftretenden Charaktere, vorangetrieben wird, von Beginn an bis zum Finale am Leben zu halten. Jede Figur, angefangen mit der unhöflichen Tankstellen-Besitzerin mit dem gewissen herrischen Touch bis hin zu dem gewaltfreudigen Pseudo-Sheriff mit dem psychopathischen Hang zur Verletzung der menschlichen Würde, trägt ihren Teil dazu bei, dass der Film von einem unheimlichen, aber -und dieser Aspekt lässt die Wirkung noch umso prägnanter werden- dennoch realistischen Kontext getragen wird.

The Texas Chainsaw Massacre schockiert auf einer Ebene, der sicherlich die Härte des Films zugrunde liegt, doch im selben Sinne wird der Film von einem Gefühl ausgezeichnet, das sie von Innen her lähmen, das ihnen die Angst in Glieder und vor allem Verstand setzen wird, selbst -Himmel, bewahre mich vor einem solchen Schicksal- in eine ähnlich erschütternde Situation zu geraten. Das Geheimnis des Films liegt primär in der Härte, womit ich nicht zwangsläufig von einer Menge Blut spreche, mich hingegen eher auf die völlig kompromiss- und mitleidslose Art und Weise beziehe, wie Leatherface seine Opfer behandelt… und auf die Tatsache, dass scheinbar seine gesamte Familie -ausgenommen dem jungen Jedidiah, der sich als einzige Hilfe in diesem familieninternen Horrorkabinett entpuppt - mit vollem Verständnis hinter seinen Taten steht.

Dieser Film schüchtert ein und belagert unsere Urangst vorm schwarzen Mann in so vehementer Prägnanz, dass man seine Wirkung mit Verstörung beschreiben könnte.

Kritik

Meiner Ansicht nach gehört The Texas Chainsaw Massacre zu den besten Schockern, die das Filmarchiv in diesem Genre zu bieten hat. Nispel zieht den roten Faden, den er zu Anfang knüpft, konsequent durch und in Zusammenarbeit mit dem hier als Produzent tätigen Michael Bay (Bad Boys 2, Armageddon und demnächst The Island ) entsteht ein rasanter Horrorschocker, der buchstäblich unter die Haut geht und nun wirklich nichts für schwache Nerven ist.

Noch ein letzter Hinweis: Das Texas Chainsaw Massacre beruht auf einer -allerdings sehr vagen- wahren Begebenheit und richtet sich grob nach den Vorfällen, die mit dem Serienmörder Ed Gein in Verbindung gebracht werden.

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  1. Jigsaw

    Jigsaw / 05.04.2008 19:08:44

    Um längen besser als das Orginal einfach Zeitgemäßer.Das Orginal war zur damaligen Zeit ein Schocker aber ich kenn die alten Teile alle und bis auf den dritten Teil haben sie mich nicht gerad vom Hocker gehauen


    5 Sternen


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