Verfasst von André Gabriel am 17.11.05 22:15:54 - 0 Kommentare

Caché

Leserwertung (0): 0.0 / 6

Land Frankreich, Österreich, Deutschland

Genre Drama, Thriller

Laufzeit: 117

Jahr 2005

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Trailer

Kinostart: 26.01.2006
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Inhalt

Beim Europäischen Filmpreis 2005 in der der Kategorie EUROPÄISCHER FILM 2005 nominiert - Caché von Regisseur Michael Haneke

Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: ein Auto wird geparkt und eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch gerade diese Stille macht die Filmaufnahmen so bedrohlich: was will der Fremde, der Georges Laurents Leben und das seiner Familie mit beunruhigender Geduld dokumentiert und ihm in Form von Videobändern zukommen lässt? Noch dazu zusammen mit naiv-grotesken Zeichnungen, die den Horrorphantasien eines Kindes entsprungen zu sein scheinen? Georges (Daniel Auteuil) ist Moderator einer erfolgreichen Literaturtalkshow im Fernsehen, und deshalb vermutet seine Frau Anne (Juliette Binoche) zunächst einen verrückten Fan hinter den rätselhaften Filmaufnahmen.

CACHÉ ist ein Thriller, aber einer, der sich die Freiheit nimmt, nicht nur das Uhrwerk des Suspense, sondern auch die Politik, das Soziale und die jähen Machtverschiebungen zwischen den Menschen im Auge zu behalten. Man kann diesen Film, so spannend er ist, ebenso gut auch ein Melodram nennen oder ein politische Allegorie. Haneke ist als Auteur zu stark und zu genau, um bloß ein Genre zu bedienen. Hanekes Arbeit, die seit je – durchaus im Sinn Robert Bressons – größtmöglicher Einfachheit, aber auch potenzieller Wandelbarkeit verpflichtet ist, hat sich mit CACHÉ weiter verändert: Äußerlich gibt sie sich noch klarer, noch unverstellter, innerlich aber, in seinem Kern, wirkt CACHÉ sogar komplexer noch als alle früheren Filme Hanekes, weil er, ohne jede Prätention, auf mindestens drei Ebenen zugleich agiert: auf der "kriminellen", der medialen und der historischen. CACHÉ ist ein Film über den Schock des Verlusts an Privatheit, ein Film übers Bildermachen und über Frankreichs Geschichtstraumata - Stefan Grissemann, PROFIL, 23.05.2005


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