Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 30.11.05 17:11:20 - 1 Kommentare

Get Rich or Die Tryin'

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (3): 3.66 / 6

Land USA

Genre Action, Crime, Drama, Musik

Laufzeit: 134

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 12.01.2006
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Inhalt

Eine Geschichte über einen Drogendealer, der sich von seinen Kriminalitäten abwendet, um seiner Passion nachgehen zu können: der Rap-Musik. Drama mit Curtis "50 Cent" Jackson, Regie führte Jim Sheridan.

Marcus (Curtis "50 Cent" Jackson) muss bereits als Kind den schmerzhaften Verlust seiner Mutter ertragen. Seine Mutter Katrina (Serena Reeder) wollte ihm alle seine Wünsche erfüllen und hat mit Dealen versucht, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Doch nach einer Konfrontation mit anderen Dealern, wird sie brutal ermordet. Marcus kennt seinen leiblichen Vater gar nicht und wächst infolgedessen mit anderen Verwandten bei seinen Großeltern auf. In dem Haus fühlt er sich allerdings nicht wohl und beschließt 'leicht verdientes Geld' zu machen. Wie seine Mutter geht er auf die Straße und übt sich als Drogenverkäufer. Schnell gerät er in eine Struktur von Gangstern, die von Levar (Bill Duke) angeführt werden. Es kristallisiert sich heraus, dass der Boss demnächst vom rücksichtslosen Majestic (Adewale Akinnuoye-Agbaje) gestürzt wird. Ein Bandenkrieg bricht aus und Marcus schießt auf ein verfeindetes Bandenmitglied und kommt dafür ins Gefängnis. Hinter Gittern geht er seiner Leidenschaft nach und versucht Lieder zu schreiben, so wie damals, als er der kleinen Charlene Songs auf Cassette rappte. Charlene (Joy Bryant) ist derweil zu einer bezaubernd attraktiven Frau gereift und sieht in Marcus den Mann fürs Leben. In der Dusche kann Marcus nur knapp mit der Hilfe des Mithäftlings Bama (Terrence Dashon Howard) einem Mordversuch entkommen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und Bama wird Marcus' Manager. Als Marcus entlassen wird, wartet nicht nur sein zuvor entlassener Freund auf ihn, sondern auch Majestic, der Marcus als seine Mummer 2 haben möchte. Es kommt zum Konflikt und Marcus beschließt, Majestic auszuschalten ...

Kritik

In Zeiten von "8 Mile" und "Hustle & Flow" spricht "Get Rich or Die Tryin'" genau die MTV-Subkultur an. Ich gebe zu, dass es langer Zeit bedarf, mich von Eminems "8 Mile" zu überzeugen, doch als ich den Film sah, war ich äußerst positiv überrascht. Bei "Get Rich or Die Tryin'" war ich demnach schon seit der ersten Produktionsmeldung auf das fertige Werk gespannt und man muss zugeben, das Sänger Curtis "50 Cent" Jackson nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf der Leinwand eine passable Figur ablegen kann. Gewiss hat er in jeder Szene damit zu kämpfen, sich aus dem Schatten seines Kollegen Marc John Jefferies, der den jungen Marcus verkörpert, zu spielen, doch im groben und ganzen wurden meine Befürchtungen einer schlechten schauspielerischen Leistung beträchtlich entkräftet. Perfekt fand ich wieder mal Terrence Dashon Howard, der mir zuvor nicht nur in "Ray" oder "Vier Brüder", sondern auch in "L.A. Crash" und "Hustle & Flow" mehr als nur positiv aufgefallen ist; irgendetwas faszinierendes hat der Schauspieler an sich.

Worum geht es:
Genau wie in "8 Mile" steht in "50 Cents" Erstlingswerk der Versuch, aus dem bisherigen Leben herauszubrechen, im Vordergrund. Der Wunsch nach einem normalen Leben vermischt sich hier häufig mit der Gier nach Erfolg, Geld und Ansehen. So wird die Wahl des Weges oftmals Aussen vorgelassen und kann leicht zur Nichtverurteilung führen, die hier schnell in gewalttätigen Auseinandersetzungen ausartet. Im ersten Anblick könnte man bei diesem Plot auf eine Verfilmung von "50 Cents" Leben schließen, denn die Biografie des Sängers ähnelt sich stark der des Protagonisten Marcus. Dennoch beteuert der Rapper stets, dass sich es bei dem Film um eine fiktive Geschichte handelt, die lediglich mit Elementen aus seinem Leben aufgepäppelt wurde. Die Mutter von Curtis Jackson wurde auch ermordet. Ebenso begann er seine Karriere mit Dealen. Dazu kommt, dass "50 Cent", wie die zentrale Gestalt des Filmes, bei einer Schießerei von neun Kugeln getroffen wurde. Da ist es auch nicht sonderbar, dass die Gewalt in dem Film nicht zu kurz kommt. Dabei darf man natürlich nie ausser Acht lassen, dass der Film ein Gangsterdrama ist und kein Musikfilm. Als Regisseur fungierte hier Jim Sheridan, der uns schon "Der Boxer" und "In America" bescherte. "Get Rich or Die Tryin'" erzählt die bewegende Lebensgeschichte eines Farbigen, der mit allen Mitteln versucht seinen Traum vom großen Geld zu verwirklichen und aus seinem bescheidenen Zuhause auszubrechen. Das Mittel ist hier nicht in erster Linie die Gewalt, wie man sich zunächst vorstellen könnte, sondern die Musik und gerade dieser Aspekt wertet für mich den Film auf. Im Kern möchte der Film aussagen, dass man es auch ohne Gewalt zu etwas bringen kann. In diesem Fall ist die Musik der Erfolgsgarant. "50 Cent" kreierte extra für den Film einen eigenen Soundtrack, von dem einige Tracks im Film vorkommen, wie z.B. "50 Cents" 'Window Shopper', der bereits als Singleauskopplung erschienen ist. Im Film versucht Marcus bei einer Probeaufnahme die richtigen Töne zu treffen, bis schliesslich 'Window Shopper' ertönt und spätestens da lief mir als Soundtrack-Fan die Gänsehaut über den Rücken. Leider etwas enttäuschend war das Finale, in dem Marcus sich eher von der entspannteren Seite zeigt und mit "50 Cents" 'Hustlers Ambition' nicht den gewünschten bombastischen Abschluss einleitete. Da hätte ich mir ein 'Window Shopper' oder einen seiner anderen grandiosen Songs gewünscht.

Kritik:
Mit "Get Rich or Die Tryin'" gelingt Curtis Jackson ein gelungener Einstand im Filmgeschäft. Der Film ist nicht nur etwas für 'G-G-G-G' G-Unit-Fans, sondern auch etwas für Liebhaber von Gangstermovies, wobei man einen leichten Drang zum Hip-Hop-Gehabe haben sollte. Mit dramatischen Elementen und cooler Musik versteht der Film es, einen über zwei Stunden lang zu unterhalten. Jeder, der sich auch genüsslich "8 Mile" und "Hustle & Flow" im Kino anschauen konnte, sollte sich den Film nicht entgehen lassen. Zum Schluss bleibt nur noch zu erwähnen, dass man wieder mal nicht zögern sollte, sich den Film in der Originalsprache anzuschauen, denn neben seinem Auftritt fungiert "50 Cent" auch den ganzen Film über als Erzähler und ein "50 Cent" ist halt nur in Englisch auch ein "50 Cent". Man stelle sich nur mal ein 'In da Club' auf Deutsch vor ...

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  1. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 05:40:23

    ein gelungener Film hätte ich nicht gedacht es lohnt sich diesen anzuschauen


    nicht bewertet


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