The Descent - Abgrund des Grauens
The Descent
Inhalt
Angst vor der Dunkelheit? Angst vor felsigen Tiefen? Vielleicht sollte sich die Angst eher nach dem richten, was dort unten im Finsteren lauert.
Als während einer Höhlenwanderung der einzige Ausgang von einem Geröllrutsch blockiert wird, bleibt sechs abenteuerlustigen Frauen nichts anderes übrig, als nach einem weiteren Weg ins Freie zu suchen. Eine Expedition ins Dunkle beginnt. Langsam nagen erste Zweifel an den sehr unterschiedlichen Freundinnen.
Und wie sie zu ihrem Entsetzen feststellen, sind sie auch nicht alleine im Untergrund, der mehr und mehr zu einem Vorhof der Hölle für die bald erbarmungslos Gejagten mutiert. Was auch immer sich in den Tiefen herumtreibt – es kann hervorragend riechen und hören - und es hat hunger.
Kritik
A nastily violent thrill-ride heading straight down - The Guardian
Nun, wer ist Neil Marshall? Genauer, was hat dieser Filmemacher dem nach guter Unterhaltung suchenden Zuschauer zu bieten? Im Jahr 2002 zeichnete er sich für den erfolgreichen Film Dog Soldiers verantwortlich und sagt selbst: "In vielen Aspekten ist The Descent - Abgrund des Grauens eine Art 'Schwesterfilm'. Diesmal sind es sechs Frauen statt sechs Männern, die gemeinsam in der Falle sitzen und sich einer tödlichen Gefahr ausgesetzt sehen". Schwesterfilm trifft es in wörtlicher Hinsicht recht gut, denn wie bereits erwähnt stehen hier ausschließlich Frauen im Vordergrund. Und jene Gruppe Abenteurerinnen beschließt also, sich in ein riesiges Loch hinunter zu lassen, um eine Höhle zu durchqueren. Dass nicht nur die üblichen, die einkalkulierbaren Gefahren auf sie lauern wissen sie nicht, werden es aber am eigenen Leib erfahren.
Best British horrorfilm of the year - GQ
Ich kann es nur immer wieder sagen, beziehungsweise fragen: was sollte ein gelungener Horrorfilm bieten? Nun, und wieder möchte ich die drei zentralen Aspekte aufzeigen: Spannung, Schockeffekte und Blut. So simpel ist das, wenn es auch ein wenig oberflächlich klingt. Doch diese Stilmittel müssen dann auch noch clever und vor allem wirkungsvoll inszeniert werden. Darauf kommt es letztlich an. Es gibt genügend Horrorfilme, die es versuchen, denen es aber leider nicht gelingt, den Zuschauer zu erschrecken. The Descent schafft es. The Descent bietet ihnen all das, was sie sich von einem guten Horrorfilm wünschen... und dann auch noch in nahezu bahnbrechender Perfektion, dass man es erst glauben wird, wenn man den Film selbst gesehen hat. Schon bevor die Damen in die Dunkelheit absteigen haben sie, lieber Zuschauer, bereits drei Mal das Gefühl gehabt, ihr Kinosessel wäre ein elektrischer Stuhl. Dann aber geht es richtig los. Was zunächst nach einem Abenteuer aussieht entpuppt sich plötzlich als lebensbedrohlicher Ausflug unter die Erde (dort, wo niemand deine Schreie hört), um schließlich zu einem wahren Horrortrip zu werden. Ganz ehrlich, was richtig gut beginnt, wird letztlich noch besser.
Thema Blut. Ja, viele sagen, dass ein guter Horrorfilm nicht sonderlich blutig sein muss. Das trifft auf Geisterstorys zu. Filme, die aber eher in die Kategorie Slasher eingeordnet werden, müssen blutig sein. Ohne geht es nicht. Und ich finde es nicht einmal gewaltverherrlichend, so etwas zu sagen, denn darum werden Horrorfilme ja gedreht... um Filmliebhaber, die gerne düster unterhalten werden, zufrieden zu stellen. The Descent stellt zufrieden. Der makabre Teil des Films erinnert zeitweise schon an das Genre Splatter. Nicht zu vergleichen mit Peter Jackons`s Braindead, das wäre wiederum ein anderes Genre, aber auch nicht vergleichbar mit Slashern wie Scream. The Descent geht da schon ein wenig weiter, ohne an dieser Stelle konkrete Beispiele zu nennen.
Dann das Thema Spannung. Vielleicht die am schwersten zu erzielende Wirkung. Gut, so die typischem Momente, in denen die Protagonisten in Nahaufnahme langsam und zögernd um Ecken schauen und nicht wissen (der Zuschauer natürlich eingenommen), was sich dahinter befindet. Aber auch so ist die Atmosphäre in The Descent generell von andauernder Spannung geprägt. Sicherlich primär aufgrund der stetigen Dunkelheit und dem Spiel mit den Taschenlampen. Aber auch einfach, weil die Situation bedrohlich erscheint... nicht erscheint, sie ist es. Da können sich auch Menschen ohne Platzangst beim besten Willen nicht vorstellen in derselben Situation zu sein, wenn die Damen durch hauchdünne, unterirdische Tunnel krabbeln.
Wie gesagt: The Descent bedient all jene stilistischen und inhaltlichen Aspekte eines guten Horrorfilms einwandfrei.
Und der Schluss? Nun, die Story bietet kaum Spielraum für sonderlich umwerfende Wendungen und Überraschungen und dennoch ist der Schluss einfach nur perfekt. Auf eine ganz fiese Art und Weise perfekt, möchte ich sagen, aber machen sie sich davon besser selbst ein Bild. Denn dieser Film ist richtig gut geworden und für Horrorfans ein Muss, das steht definitiv fest. Eine simple Geschichte, das lässt sich nicht leugnen, ist aber auch völlig gleichgültig, da The Descent auf allen wichtigen Ebenen überzeugt. Allein, um auch einen winzigen negativen Punkt zu nennen, das ständige Gekreiche aus weiblichen Kehlen könnte den einen oder anderen Zuschauer (auch Zuschauerin) in der einen oder anderen Szene möglicherweise auf die Nerven gehen. Denn es gibt Momente, da sollten sie mal einfach für wenige Sekunden die Augen schließen... und schon wird sich das Genre auf einen Schlag ändern. Zu welchem? Nun ja, ein eher freizügiges Genre.
Um auch einige Worte über die Darstellerinnen zu verlieren: Shauna Macdonald, die hier die stille Hauptdarstellerin Sarah gibt, einfach aufgrund ihres zu Beginn erläuterten Schicksals, leistet gute Arbeit. Ausgebildet an der RSAMD konnte man sie in etlichen Bühnenstücken, aber auch im Fernsehen und im Kino in Filmen wie Late Night Shopping (2001) an der Seite von Heike Makatsch oder in The Rocket Post (2002) sehen.
Aber auch all die anderen Schauspielerinnen fallen nicht negativ und liefern somit absolut ansehnliche, wenn auch nicht überdurchschnittlich gute Leistungen ab. Ihr Kinodebüt feiert mit The Descent MyAnna Buring, die die Jüngere der beiden Schwestern -mit Namen Sam- verkörpert.
Fazit: Ein genial inszenierter Horrorfilm, der erschreckt, unterhält, zum Weggucken animiert (in positiver Hinsicht) und fast die gesamten 99 Minuten über eine Spannung, untermalt von einem wunderbar simplen, aber effektiven Score, liefert, die einfach... ja, Spaß macht.
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Regisseur
Schauspieler
MyAnna Buring, Craig Conway, Natalie Jackson Mendoza, Molly Kayll, Stephen Lamb, Shauna Macdonald, Oliver Milburn, Saskia Mulder, Nora-Jane Noone, Alex Reid, Leslie Simpson, Mark Smith



Jigsaw / 05.04.2008 22:51:24
Beginnt als Drama geht weiter als Abenteufilm und endet schließlich in harter Horrorkost.Finde ich echt gut.
4 Sternen
Timbo / 13.06.2008 18:29:36
lol das ende is der hammer
6 Sternen
mye / 16.06.2008 12:40:41
ja, das ende ist genial, finde ich auch... saukomisch :D
6 Sternen
Seppi93 / 30.08.2008 20:20:06
Das Ende? Es gibt ja gar kein richtiges Ende! Die Frau hat ja eigentlich am Ende nur geträumt, wie sie aus der Höhle kommt. Dann wacht sie aber wieder auf und dann? Man erfährt nicht, was mit ihr dann passiert. Das ist dumm,. Außerdem finde ich sind die Darsteller ganz schön dumm! Aber insgesammt war der Film OK.
4 Sternen