Verfasst von Daniel Hanneke am 18.08.05 00:00:00 - 1 Kommentare

Gespenster

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (1): 6.0 / 6

Land Deutschland

Genre Drama

Laufzeit: 85

Jahr 2005

Webseite

Kinostart: 15.09.2005
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Inhalt

Das Bild dreier Frauen, deren Unnahbarkeit, Flüchtigkeit, Sehnsucht in Momente größter Nähe umschlagen können.

Immer wieder zieht es Françoise (MARIANNE BASLER) zurück nach Berlin. Sie hofft, ihre Tochter zu finden, die hier vor vielen Jahren entführt wurde. Pierre (BENNO FÜRMANN), ihr Mann, ist aus Paris nachgekommen, um bei ihr zu sein. Die junge, in ihrer Verlorenheit seltsam starke Nina (JULIA HUMMER) ist in einem betreuten Wohnprojekt untergebracht. Eines Morgens lernt sie die heftige, rastlose Toni (SABINE TIMOTEO) kennen, eine Diebin, die sich die Welt nimmt, die für diesen einen, nächsten Moment lebt. Zusammen erleben sie eine kurze Zeit der Nähe, einen Augenblick des Glücks. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt trifft Françoise die beiden Mädchen. Sie glaubt, in Nina ihre Tochter wiedergefunden zu haben. Zufall? Schicksal? Oder ist nur der Wunsch Vater des Gedanken?

Kritik

Vielmehr gibt es zum Inhalt nicht zu sagen, und das ist auch gut so, denn "Gespenster" lebt von seinen Bildern, seiner Atmosphäre. Wenn sich zu Beginn des Films Nina und Toni im Wald das erste Mal begegnen, dann wirkt das in gewisser Weise wie in einem Märchen. Die Kamera versinkt förmlich im weiteren Verlauf der Geschichte in die Gesichter der beiden Hauptdarstellerinnen und lässt sie bis zum Schluss nicht mehr los. Regisseur Christian Petzold gelingt es hervorragend, dem Zuschauer auf unheimlich langsame Weise die Geschichte schmackhaft zu machen ohne dabei auf unnötige Effekthascherei oder dergleichen zu setzen.

Wer sich fragen sollte, warum dieser Filmtitel? Dem sei folgendes gesagt: wenn in Frankreich Kinder für eine längere Zeit vermisst werden, fertigt die Polizei Phantombilder an, die zeigen, wie sich das Gesicht des Kindes weiterentwickelt haben könnte. Und etwas Gespensterhaftes haben die Figuren auch an sich. Sie versuchen eine eigene Identität, den Kontakt mit etwas zu bekommen, was man Leben nennt.

Ein kleiner Kritikpunkt sind die zu viel geratenen Zufälligkeiten, die man im Film beobachtet und die den positiven Eindruck leider etwas trüben. Denn mal ehrlich: wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich einer Person in einer Stadt wie Berlin zufällig auf der Strasse begegne.

Für die einzigartige Julia Hummer bedeutet "Gespenster" nach "Die Innere Sicherheit" (2000) die zweite Hauptrolle in einem Film von Christian Petzold. 2001 wurde sie mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis und dem Lilli-Palmer-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet, für "Die Innere Sicherheit" als beste Schauspielerin für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Ich kann "Gespenster" jedem ans Herz legen, der Lust hat auf berührendes
Gefühlskino aus good old germany. 

 


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  1. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 05:39:43

    Sorry kenn ich nicht jemand schon gesehen


    nicht bewertet


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