Lola rennt

Prokino (FPV)

Laufzeit: 81 min

Land: Deutschland

Genre: Thriller



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Startdatum: 20.08.1998

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Lola rennt (1998)

Moviereporter Bewertung

4

Handlung

In jeder Sekunde triffst du Entscheidungen, die dein ganzes Leben verändern können.

Lola will eigentlich nur ihren Freund Manni abholen aber durch einen unglücklichen Zufall verpasst sie ihn. Wie sehr doch solch kleine Umstände das Leben durcheinander bringen können... Manni muss die U-Bahn nehmen und verliert prompt seinen Beutel mit 100.000 Mark, die er einem eiskalten Autoschieber schuldet. Der gibt ihm 20 Minuten Zeit das Geld zu überbringen sonst wird er sterben. In seiner scheinbar ausweglosen Lage ruft er Lola an, die ihm aus der Patsche helfen soll. Und Lola rennt los. Für sie beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit und ihr kommt die Idee das Geld von ihrem Vater, der Direktor einer großen Bank ist, zu besorgen...

 

Kritik

Tom Tykwer ist mit "Lola rennt" ein außergewöhnlicher Film gelungen, der durch seine teilweise genialen Einfälle zu begeistern weiß. Lolas Geschichte wird dreimal erzählt, jeweils mit verschiedenen Ausgängen. Was passiert wenn...So bleibt es durchgehend intensiv, was der Spannung keinen Abruf tut.
Fast jede Person, der Lola auf ihrer Jagd begegnet, zeigt deren weitere Lebensentwicklung im Zeitraffer. Und wie sehr das Leben von Kleinigkeiten bestimmt wird zeigt jedes noch so kleine Ereignis. Mit einer Mischung aus Witz und jeder Menge Tempo zieht "Lola rennt" den Zuschauer in seinen Bann, ungewöhnliche Kameraeinstellungen verschmelzen mit rasanten Schnitten zu einem innovativen Kunstwerk.
Hauptdarstellerin Franka Potente legt in ihrer Rolle eine beeindruckende Leistung hin und schaffte als rothaarige Lola hiermit den Durchbruch: Zurzeit ist sie auf der Leinwand in dem Horror-Splatter "Creep" zu bewundern. Neben Moritz Bleibtreu tummelt sich in den Nebenrollen fast das ganze Who is Who der deutschen Schauspielzunft, von Heino Ferch über Joachim Król bis hin zu Armin Rohde. Dieser Verschleiß an deutschen Topmimen würde einem Tarantino alle Ehre machen.
Neben zahlreichen Preisen, die er in Deutschland gewann, erkannte Columbia-Tristar das Potential dieses Filmes und releaste ihn auch in den USA. Dort wurde er auf dem Sundance Film Festival mit dem Zuschauerpreis ausgezeichnet und auch in den US-Kinos lief der Film relativ erfolgreich.

Kommentare

Veremar

geschrieben am 09.12.2007 um 15:50:35

Für mich eins der besten deutschen Filme der 90er. Wers nicht gesehen hat, hat was verpasst!

Dabbld

geschrieben am 15.12.2009 um 11:28:24

Obwohl das ganze abgedrehte Editing so gar nicht meine Baustelle ist, hab ich den Film irgendwie in mein Herz geschlossen. Woran's liegt bleibt rästelhaft, dennoch einer meiner liebsten deutschen Filme jüngerer Zeit! Okay, ist schon eine Dekade... dennoch, hehe.

ComaDelirium

geschrieben am 15.12.2009 um 17:27:55

Ausnahmsweise ein Film dem man NICHT seine deutsche Herkunft anmerkt. ZIemlich abgedrehte Idee der Handlung und gut umgesetzt.
Auch das Titellied hat mir sehr gut gefallen und wahrscheinlich Franka Potentes bekannteste Rolle überhaupt

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