Verfasst von Frank Neumann am 04.01.06 10:13:58 - 0 Kommentare

Wo die Liebe hinfällt - Basierend auf einem wahren Gerücht

Rumor has it

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (1): 4.0 / 6

Land USA

Genre Komödie

Laufzeit: 96

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 22.12.2005
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Inhalt

Was würdest du tun, wenn du erfährst dass deine Familie die lebende Filmvorlage für einen berühmten Hollywood Film ist?

Diese Frage muss sich Hauptdarstellerin Jennifer Aniston in ihrem neuen Film "Wo die Liebe hinfällt" stellen.

Worum es geht:
Sarah Huttinger
(Jennifer Aniston) hat sich schon immer fehl am Platz gefühlt wenn es um ihre Familie ging. Mit ihrem Freund Jeff (Mark Ruffalo) lebt sie in New York City und ist weder karriere- noch beziehungstechnisch auf der Höhe. So ist sie nicht gerade begeistert als sie zur Hochzeit ihrer kleineren Schwester Annie (Mena Survari) eingeladen wird. Mit Jeff im Schlepptau macht sie sich auf in ihre Heimatstadt Pasadena und ist schon nach kürzester Zeit von ihrer Schwester und den hysterischen Brautjungfern genervt. Einziger Lichtblick auf der Hochzeitsfeier ist ihre scharfzüngige Grossmutter Katherine (eine wundervolle Shirley McLaine) von der sie schließlich ein gut gehütetes Familiengeheimnis erfährt: Vor 30 Jahren, nur wenige Tage vor der Hochzeit mit Sarahs Vater, war ihre inzwischen verstorbene Mutter mit einem geheimnisvollen jungen Mann ausgerissen. Zusammen mit der Tatsache dass dieser Mann zuvor von Katherine verführt worden war, hatte dies zu einem handfesten Skandal geführt. Und dieser Skandal diente als Vorlage zum Buch und Film "Die Reifeprüfung".
In Sarah keimt ein Verdacht: Ist dieser geheimnisvoller Mann vielleicht ihr Vater. Um den Dingen auf den Grund zu gehen beschließt sie den Liebhaber ihrer Mutter und Oma ausfindig zu machen.
Er, Beau Burroughs (Kevin Costner) ist mittlerweile Internet Milliardär und versichert Sarah nicht ihr Vater zu sein. Es kommt wie es kommen muss; wie schon ihre Mutter und Großmutter erliegt auch sie Beaus Charme, denn die seltsame Begegnung mit diesem Mann scheint ihr all die prickelnden Abenteuer zu bieten, nach denen sie sich gesehnt hat und die ihr Jeff nicht bieten kann.
Bis sie auf ein weiteres Geheinmis stösst, dass alles verändert.

Kritik

Hintergrund:
Der Film "Die Reifeprüfung" wurde für sieben Oscars nominiert und gewann den Preis für die beste Regie. Die einflussreiche Gesellschaftssatire machte den zweifachen Oscar-Preisträger Dustin Hoffman zum Star und bestätigte die Karriere des gefeierten Regisseuers Mike Nichols. Angetrieben vom rebellischen Geist der 60er-Jahre und Rhythmus der berühmten Fillmmusik von Simon and Garfunkel wurde er zum Kult-Hit in den USA.
Basierend auf dem dem Buch von Charles Webb geht es um den in Pasedena aufgewachsenen Benjamin Braddock (Dustin Hoffman), der nach seinem College-Abschluss in Depressionen verfällt, bis er Mrs. Robinson (die inzwischen verstorbene Anne Bancroft) begegnet – sie ist die gelangweilte, sehr attraktive Frau des Anwaltspartner von Benjamins Vater. Als Benjamin sich in Elaine, die schöne Tochter der Robinson, verliebt, vereitelt Mrs. Robinson ihre Beziehung, indem sie Elaine von ihrer Affaire mit Benjamin erzählt. Aber Benjamin lässt sich nicht entmutigen – erstmals in seinem Leben weiß er was er will: Unbeirrbar bemüht er sich um Elaine, während sie sich auf die Hochzeit mit einem anderen Mann vorbereitet.

Kritik:
"Wo die Liebe hinfällt"
ist gänzlich anders als die meisten Komödien heutzutage. Er ist weder schnell geschnitten, noch versucht er eine jungendliche Teenager Zielgruppe zu erreichen. Regisseur Rob Reiner, berühmt geworden mit "Harry und Sally", lässt den Zuschauer in die Seele und das Gemüt seiner Hauptfigur Sarah blicken. Genau das ist aber an einigen Stellen das Problem des Films, denn immer wenn es zu sehr um sie geht, tritt der Film ein bisschen zu viel auf die Bremse und badet sich in ihren Gefühlen. Dem gegenüber stehen aber Szenen, die einfach Spaß machen, nämlich immer dann wenn Großmutter Katherine auftritt. Obwohl dies ganz klar ein 'Jennifer Aniston'-Film ist, und sie ihre Sache wirklich gut macht, wird sie von Shirley McLaine in jeder ihrer gemeinsamen Szenen an die Wand gespielt. Allein die Telefonszene (ihr werdet wissen was ich meine, wenn ihr euch den Film anseht) ist schon die Eintrittskarte wert. Kevin Costner als charmanter, geheimnisvoller Milliardär ist interessant, wie schon lange nicht mehr und Mark Ruffalo als betrogener Verlobter beweist wieder einmal warum er zu den spannendsten Darstellern seiner Generation zählt.

Fazit:
Unterm Schnitt ist "Wo die Liebe hinfällt" eine routiniert inszenierte 'Old Style'-Komödie, deren Schwächen durch tolle Darsteller wieder ausgebügelt werden. Mein Tip: Vorher unbedingt "Die Reifeprünfung" auf DVD anschauen.


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