Good Woman - Ein Sommer in Amalfi
A Good Woman
Inhalt
Verfilmung eines Salonstückes von Oscar Wilde.Die High Society machte in den 30er Jahren an der malerischen italienischen Amalfiküste Urlaub. Die Leute hatten nicht viel zu tun außer Einkaufen zu gehen und in Cafés zu sitzen. So war es ganz natürlich, dass über angebliche Affären getratscht wurde. Dieses Gerede sollte auch dem Ehepaar Meg (Scarlett Johansson) und Robert Windermere (Mark Umbers) zum Verhängnis werden. Während man dem jungen Ehemann ein kostspieliges Verhältnis mit der skandalumwitterten Mrs. Erlynne (Helen Hunt) nachsagte, verdächtigte man Meg mit dem berüchtigten Playboy Lord Darlington (Stephen Campbell Moore) geflirtet zu haben.
Doch Mrs. Erlynne wird anscheinend nicht nur von einem Mann begehrt, denn Lord Augustus "Tuppy" (Tom Wilkinson) stellt ihr nach und macht ihr bei der erstbesten Gelegenheit einen Heiratsantrag.
Die Verdächtigungen spitzen sich am 21. Geburtstag von Meg zu, mit dem Ergebnis, dass sie ihren Mann verlassen will und in der Nacht zu Lord Darlington flieht. Nun erkennt auch Mrs. Erlynne was sie mit dem Verwirrspiel und ihrem gut behüteten Familiengeheimis angerichtet hat und versucht alle Verdächtigungen aus der Welt zu schaffen. Sie verzichtet auf eine einträgliche Ehe mit "Tuppy", um Meg die Möglichkeit zu geben, wieder mit ihrem Ehemann ins Reine kommen zu können.
Wieder glücklich vereint, gesteht Meg "Tuppy" ihre Sünden und befreit auch Mrs. Erlynne vom Verdacht, ein Verhältnis mit Lord Darlington zu haben. Überglücklich eilt "Tuppy" zu seiner Angebeteten und versucht zu retten, was zu retten ist ...
Kritik
"Good Woman - Ein Sommer in Amalfi" ist ursprünglich ein Salonstück von Oscar Wilde gewesen und wurde nach Italien in die Moderne verlegt, um der Handlung einen zeitgenössischeren und aktuelleren Anstrich zu geben. Der Film handelt von Lügen, Amoral und einem Gefühlschaos in einer Zeit, in der Klatsch und Tratsch genauso hochgeschrieben wurde wie schicke Kleider und vorgetäuschte Anständigkeit.
Regisseur Mike Barker ("Best Laid Plans") konnte für dieses Projekt ein unglaubliches Ensemble von brillanten Schauspielern gewinnen. Allen voran glänzt wieder einmal die bezaubernde Scarlett Johansson und das Rollenverständnis von Helen Hunt erwies sich erneut sichtlich gut. Obendrein sind Jungstars wie Steven Campbell Moore und Mark Umbers mit von der Partie, die alle perfekt ihr Können unter Beweis stellten und dann der fabelhafte TomWilkinson, der im Geflecht von Lügen und Intrigen als ehrlicher Mensch eher wie ein Fels in der Brandung rüberkommt.
"Good Woman - Ein Sommer in Amalfi" ist ein charmanter und witziger Streifen mit absolut perfekten (!) Dialogen. Nicht nur ein Muß für Scarlett-Fans ... echt sehenswert.
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Regisseur
Schauspieler
Helen Hunt, Scarlett Johansson, Milena Vukotic, Stephen Campbell Moore, Mark Umbers, Roger Hammond, John Standing, Tom Wilkinson, Giorgia Massetti, Diana Hardcastle, Shara Orano, Jane How, Bruce McGuire, Michael Stromme, Antonio Barbaro



Toledano / 04.07.2008 22:20:25
Da ich schon zweimal kurz in Amalfi war, musste ich mir den Film unbedingt ansehen. Ich war begeistert von der guten Darstellung des malerischen Städtchens. Vor allem faszinieren die geistreichen und oft überspitzten Dialoge des ,göttlichen' Spötters Oscar Wilde. Man sollte sich etliche dieser Sprüche merken, um sie bei Parties einzuflechten. Zum Beispiel: ,,Warum machen Sie sich selbst schlecht? Dazu haben Sie doch Ihre Freunde!'' Leider habe ich mir nicht mehr von den Dialogen merken können. Deshalb würde ich mir den Film gern noch einmal anschauen. Das kann ich jeder/jedem empfehlen, die/der den Film noch gar nicht gesehen hat. Und dann fahrt mal nach Amalfi, vergesst Positano und Capri nicht, die von dort mit dem Schiff erreichbar sind. Viel Spaß dabei!
nicht bewertet