Verfasst von Frank Neumann am 04.08.06 06:39:56 - 1 Kommentare

Die Familie Stone - Verloben verboten!

The Family Stone

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (2): 4.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Komödie, Romanze

Laufzeit: 100

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 15.12.2005
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Inhalt

Weihnachtskomödie über eine Familie, deren Feiertage durch die Ankündigung eines Sohnes, er werde heiraten, empfindlich gestört werden.

Das erste Treffen mit den zukünftigen Schwiegereltern ist eine aufregende Angelegenheit. Für die ohnehin verklemmte Meredith (Sarah Jessica Parker) entpuppt sich dieses Ereignis jedoch als wahre Horrorveranstaltung. Denn die Familie ihres Freundes Everett (Dermot Mulroney) ist ein echter Chaos Clan. Die eingeschworene Sippe nimmt das Leben eher locker und kann mit dem zickigen Yuppie-Gehabe von Stadtneurotikerin Meredith wenig anfangen. Vor allem Tochter Amy (Rachel McAdams) hat sich gegen die „prüde Pute“ verschworen. Aus Verzweiflung bittet Meredith ihre Schwester Julie (Claire Danes) zur moralischen Unterstützung herbei. Doch dummerweise erobert die charmante Julie die Herzen aller Stones im Sturm – inklusive dem von Everett. In Meredith hilflosen Versuchen es doch noch allen Recht zu machen, tappt sie von einem Fettnäpfchen ins nächste. Als sie beim Weihnachtsessen dann auch noch den schwulen Sohn Thad (Tyrone Giordano) und dessen Freund Patrick (Brian White) beleidigt, platzen Mutter Sybil (Diane Keaton) und Vater Kelly (Craig T. Nelson) die Krägen. Diese Frau darf ihren Sohn nicht heiraten! Völlig verzweifelt flüchtet Meredith in ein Hotel, verflogt von Ben (Luke Wilson), der sich als einziger in der Familie auf ihre Seite schlägt. Und als wären die Dinge nicht schon schlimm genug, wacht sie am nächsten Morgen in seinem Bett auf.

Kritik

Hintergrund:
Alle Jahre wieder kommt bringt uns Hollywood zur rechten Zeit eine Weihnachtskomödie, die simpel gestrickt daherkommt, und ein möglichst breites Publikum abgreifen soll.
Denn an Weihnachten klingeln die Kassen ja bekanntlich am besten. Im letzten Jahr war es „Meine Braut, ihre Schwiegereltern und ich“, der allein in den USA über 250 Mio. Dollar einspielte. Auch in diesem Film ging es um das Aufeinandertreffen von Konservativ und Liberal.
Für den offen schwulen Regisseur Thomas Bezucha ist dies sein erster Big Budget Film. Zuvor heimste er seinem Erstlingswerk "Eden" sämtliche Preise bei Indepent Festivals ab.
Tyrone Giordano, der den taubstummen Thad spielt, ist übrigens auch im wahren Leben taub.

Kritik:
Das Problem mit diesem Film ist, dass er nicht das ist, was er gerne wäre. Er wäre gerne eine freche, kompromisslose Komödie, aber er ist irgendwo auf dem Weg dahin stecken geblieben.
Zum Beispiel geht die Filmfamilie völlig tolerant mit ihrem schwulen Filmsohn um, aber er muß mit seinem Freund in einem Hotel übernachten, während alle anderen Familienmitglieder im Haus nächtigen, das hinterlässt beim Zuschauer einen komischen Beigeschmack. Überhaupt sind sehr viele Gefühle und Situationen in dieser Komödie viel zu sehr forciert und gewollt, und damit gibt Regisseur Bezucha viele Wendungen schon Preis, bevor sie überhaupt passiert sind.
An den Darstellern liegt das nicht, die spielen munter drauf los und geben ihren Rollen mehr Substanz als in der Geschichte vorhanden. Es liegt eher am Verlust der Glaubwürdigkeit ihrer Charaktere. Zwar schafft es Sarah Jessica Parker jegliche „Carrie“ Ähnlichkeiten hinter sich zu lassen, aber ihre Rolle ist so aufgesetzt konservativ und spießig, dass sie wenig überzeugend wirkt. Erst als ihr Charakter eine 180 Grad Drehung durchmacht, die nur leider völlig aus der Luft gegriffen daherkommt, glaubt man ihr die Rolle.
Ganz zum Schluß passiert aber etwas Seltsames: In einem der schönsten Kinomomente der letzten Zeit sieht der Zuschauer in der Schlußszene für einen Augenblick was für ein toller Film „Familie Stone“ hätte werden können. Schade.

Fazit:
Eine leichte Weihnachtskomödie mit guten Darstellern, aber zuwenig Tiefe und Substanz.

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  1. Xylon

    Xylon / 08.03.2008 00:22:40

    Naja... hab ihn eigentlich nur wegen Rachel McAdams gesehen... Ist nicht so mein Fall.


    4 Sternen


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