Elizabethtown
Inhalt
Nach Vanilla Sky und Jerry Maguire präsentiert Regisseur Cameron Crowe nun sein neuestes Werk.Drew Baylor (Orlando Bloom) hat das, wovon Männer träumen: einen gut bezahlten Job und eine Affäre. Als er beides verliert, ist sein Leben nichts weiter als ein Trümmerhaufen. Warum es nicht gleich beenden? Kurz bevor er seinem Leben ein Ende setzen möchte, schlägt das Schicksal erneut zu. Drew erhält die Nachricht vom Tod seines Vaters, und damit gibt es wieder eine Aufgabe für ihn. Und so bucht er kurzerhand den nächsten Flug in die Vergangenheit, um den letzten Willen seines Vaters zu erfüllen. Die Reise nach Elizabethtown gestaltet sich als Flug in eine neue Zukunft. Hals über Kopf verliebt er sich in die Flugbegleiterin Claire Colburn (Kirsten Dunst), und als er sie kurz darauf wieder trifft, erkennt er endlich, wie sich Glück anfühlt.
Kritik
Regisseur Cameron Crowe hat ein Händchen dafür, uns wunderbar Geschichten aus dem Leben zu erzählen - über Liebe, Freundschaft, das Leben an sich und was dieses ausmacht. So schuf er bereits grossartige Filme wie Vanilla Sky, Almost Famous und Jerry Maguire - allesamt gut gelungen. Nun, nach 4 Jahren Regiepause, präsentiert uns Crowe sein neuestes Werk: Elizabethtown.
Auch Elizabethtown handelt vom Leben und was man daraus macht. Zu Anfang lernen wir Drew Baylor (Orlando Bloom) kennen, dessen Leben aus seiner Sicht keinen Sinn mehr macht, da er beruflich ein riesiges Fiasko verursacht und es mit seiner Affäre Kishmore (Jessica Biel) auch nicht wirklich gut läuft. Der einzige Ausweg den er in diesem Moment sieht ist Selbstmord. Nur wird dieser gerade rechtzeitig verhindert als sein Vater stirbt und Drew sich auf den Weg nach Elizabethtown machen muss als Vertreter der Familie. Mehr und mehr erkennt Drew Baylor, dass das Leben auch schöne Seiten zu bieten hat, was vor allem durch seine neue Bekanntschaft, der durchgedrehten Claire Colburn (Kirsten Dunst), zu verdanken ist. Der Film zeigt, dass das Leben eben seine Höhen und Tiefen hat, man aber vor allem versuchen muss, mit den Tiefen zu leben und über diese hinwegzukommen. Denn es gibt so viel lebenswertes und schönes auf der Welt, dass es einfach zu schade wäre, sich nur auch die negativen Dinge zu konzentrieren.
Genau diese Eigenschaft erfüllt Claire Colburn (Kirsten Dunst), die vor Lebensenergie nur so sprüht und sichtlich Spass am Leben hat. Und sie sieht es auch als Aufgabe, ihren Gegenpart Dre Baylor, der dem Leben nichts positives mehr abgewinnen kann, davon zu überzeugen dass dem nicht so sei. Kirsten Dunst leistet dabei hervorragende Arbeit und weiss durchaus als Schauspielerin zu überzeugen. Sie passt einfach wunderbar in die flippig durchgeknallte Rolle der lebenslustigen Claire. Orlando Bloom, der mit seiner schauspilerischen Leistung immer wieder mit Kritikern zu kämpfen hat, legt zwar keine oscarreife Darbietung hin, ist in seiner ersten ernsten Rolle aber trotzdem überzeugend und macht seine Sache gut - die tragisch/melancholische Rolle des Drew Baylor's zu spielen. In weiteren Rollen sehen wir noch die grossartige Susan Sarandon, die sowieso zu den talentierteren Darstellerinnen gehört und auch hier wieder als Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes neuen Lebensmut findet und etwas aus ihrem Leben zu machen versucht, durchaus überzeugt. In weiteren kleineren Nebenrollen sind desweiteren noch Alec Baldwin und Jessica Biel zu sehen - ein insgesamt wirklich gelungener Cast den Regisseur Cameron Crowe zusammentrommeln konnte.
Elizabethtown ist ein gelungener Genremix aus Drama, Romantik und einer guten Prise Humor. Zu keiner Zeit wirkt der romantische Part des Films schnulzig - zu sehr wurde die "Beziehung" zwischen Drew Baylor und Claire Colburn durch eine symphatisch-witzige Art mit vielen tiefgründigen und klugen Dialogen dargestellt. Der gesamte Film an sich hat sowieso jede Menge ausgetüftelter Dialoge und gute Ideen zu bieten. Am besten vergleichen lässt sich der Film mit Garden State, der auch diese Richtung einnahm, wobei man sagen muss, dass die Genialität eines Garden State nicht ganz erreicht wird.
Auch der Soundtrack zum Film ist sehr passend und gut gewählt. So finden sich dort Künstler wie Elton John, Nancy Wilson, Tom Petty and the Heartbreakers, Ryan Adams und viele weitere wieder - alles im typisch bodenständigen amerikanischem Stil.
Fazit: Elizabethtown ist ein gelungener Film über das Leben und seine schönen Seiten - mit einer gelungenen Mischung aus Humor, Dramatik und Romantik. Grosses Gefühlskino in schönen Bildern und mit guten Darstellern, das man sich auf jeden Fall ansehen sollte.
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Regisseur
Schauspieler
Orlando Bloom, Kirsten Dunst, Susan Sarandon, Alec Baldwin, Jessica Biel, Judy Greer, Paul Schneider, Gailard Sartain, Bruce McGill, Loudon Wainwright, Paula Deen, Allison Munn



Gambit521 / 23.07.2008 05:20:24
SChön anzuschauen aber nicht der Brecher
nicht bewertet
BlackSheep / 03.10.2008 15:59:05
joa ganz gut...und zum ende hin wirds sehr interessant....
4 Sternen