Tarnation
Inhalt
Zweihundert Dollar kostete dieses auf Festivals gefeierte Filmexperiment aus der immer für eine Überraschung guten Produktionsabteilung von Gus Van Sant.Caouette dokumentiert seit seinem 11. Lebensjahr sein Leben. Mit "Tarnation" schneidet er spektakulär und zutiefst bewegend einen psychedelischen Wirbel von Schnappschüssen, Super-8 home movies, Anrufbeantworter-Nachrichten, Videotagebüchern, frühen Kurzfilmen, Schnipseln der 80er Jahre Popkultur und dramatisch gespielten Szenen zu dem gigantischen Portrait einer amerikanischen Familie, die durch eine Funktionsstörung zerriss, aber durch die Kraft der Liebe wieder zusammenfand.
Caouette wächst vor der Kamera auf, indem er sich mittels Musiktheater, Horrorfilmen und Popkultur eine Identität schmiedet, um dem Familientrauma zu entfliehen. Mit Anfang 20 zieht er nach New York, findet dort einen Partner und die innere Ruhe, entdeckt jedoch auch, dass er die Familienbande nie ganz kappen kann. Als er im Jahr 2003 erfährt, dass seine Mutter in Texas eine Überdosis Lithium genommen hat, kehrt er mit den Resten einer Vergangenheit, zu der die Erbschaft von geistiger Erkrankung gehört, nach Hause zurück, um ihr beim Gesundungsprozess beizustehen.
"Tarnation" zeugt von der berührenden Beziehung zu einem anderen Opfer einer tumultartiger Kindheit: Caouettes Mutter Renee.
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Regisseur
Schauspieler
Renee Leblanc, Jonathan Caouette, Adolph Davis, Rosemary Davis, David Sanin Paz, Greg Ayres, Michael Cox, Dagon James, Cassidy King, Shana King


