Siegfried
Inhalt
Nach "Voll normaaal" und "Ballermann 6" nun der dritte Kinostreich mit Proll-Comedian Tom Gerhardt von Erfolgsregisseur Sven UnterwaldtEs war eine finstere Zeit, als der Rhein sich rot färbte vom Blut der Unschuldigen, eine Zeit des Tötens und Sterbens – der Kriege und Schlachten um den sagenhaften Schatz der Nibelungen, lange vor unserer Zeit. Aber es war auch die Zeit tapferer Recken und wahrer Helden. Der Rhein hat ihrer viele gesehen, damals, von denen die Legenden noch heute berichten. Aber einer von ihnen überragte sie alle…
Lange vor unserer Zeit: Das Rheinland liegt dar nieder. Schlachten und Kriege haben es zerrüttet – über den Toten singen die Krähen ihr garstiges Lied. Das Böse hat triumphiert. Es scheint keine Hoffnung mehr zu geben. Doch da: Ein Körbchen schwimmt den Rhein hinunter, getaucht in die ersten Strahlen der Sonne. Die heldenhafte Faust eines Babys durchschlägt den Korbdeckel machtvoll, ein junger Recke richtet sich auf. Als er – von einem Ast unglücklich getroffen – in die Fluten stürzt, findet ihn Mime, der Schmied. Er nimmt ihn zu sich auf und umsorgt ihn wie seinen eigenen Sohn. Doch die Sache hat einen Haken: Der kleine Siegfried hat übernatürliche Kräfte und weiß nicht, wie er mit ihnen haushalten soll.
Mittlerweile ist Siegfried zwar groß geworden, aber er sieht die Welt mit den Augen eines siebenjährigen Jungen. Und wie ein Siebenjähriger probiert er gerne alles aus. Sein Spielkamerad zu sein ist gefährlich – also bleibt als Kumpel für Siggi nur ein Schwein. Das mag ihn gerne, aber Siggi kann seinerseits nicht viel mit ihm anfangen. So einen möchte man eigentlich gern des Dorfes verweisen – aber wie nur? Siggi ist bei allen Katastrophen, die er anrichtet, so unendlich liebenswert und gutmütig, dass man daran verzweifeln möchte.
Da kommt es mehr als gelegen, als Siegfried im Wald eine wunderschöne junge Frau entdeckt. Er ist so begeistert von ihr, wie sie umgekehrt von ihm angewidert ist. Reichlich gesegnet von allen Dorfbewohnern macht sich Siggi auf den Weg, um seiner Liebsten zu folgen. Das Schwein folgt ihm und lässt sich einfach nicht abwimmeln. Es verweist auf seine großen Erfahrungen in Sachen Frauen. Siegfried schenkt ihm wenig Beachtung – er hat nur einen Gedanken: Kriemhild! Er ist fest davon überzeugt, dass sie in ihrer Burg sehnlichst auf ihn wartet...
Kritik
Unverschämt, verrückt, geil – diese Attribute begleiten Tom Gerhardt spätestens seit seinem Kinodebüt 1994 in „Voll normaaal“. Als Möchtegern-Rocker mit Pudelmütze und besonderer Vorliebe für Auspuffe wurde er quasi über Nacht zur Kultfigur. 3 Jahre später folgte mit „Ballermann 6“ und fast drei Millionen Kinozuschauern der nächste Volltreffer, und nicht zu vergessen geht „Hausmeister Krause“ mittlerweile auch schon in die sechste Staffel und entwickelt sich Stück für Stück zum preisgekrönten TV-Klassiker.Mit den Produzenten Bernd Eichinger und Herman Weigel hatte man für „Siegfried“ das Erfolgsgespann der letzten Projekte im Boot. Die Frage war also nur noch: wie kann man das unendlich Böse des Rheinlands bezwingen? Antwort: mit der Kraft eines Nibelungen…ganz viel Schwein…und einer gewohnt vollen Dröhnung Tom Gerhardt, der im Übrigen auch das Drehbuch hierzu schrieb. Regisseur Sven Unterwaldt, dem im letzten Jahr mit „7 Zwerge“ ein Überraschungshit gelang, konnte hier seine Erfahrungen als Comedy-Experte bestens mit einbringen. Und was soll man sagen, dem Zuschauer wird ein Siegfried vorgesetzt, der einen durchgehend an seine populärste Figur „Tommie“ erinnert, für Fans ist das voll normaal. Der Rest wird wohl nicht wirklich viel damit anzufangen wissen aber sich trotzdem das ein oder andere Lachen nicht verkneifen können.
Die acht Millionen Euro Produktionskosten sieht man dem Film an – zumindest optisch, der Zuschauer bekommt schöne Landschaftsaufnahmen aus der Slowakei geboten. Gerhardt versammelt eine Schar von bekannten TV-Comedians um sich, darunter Markus Maria Profitlich und Mirco Nontschew, die mehr oder weniger gelungen vor der Filmkamera agieren.
Insgesamt gesehen eben typische hau-drauf-Comedy mit Spasskanone „Tommie“ Gerhardt in gewohnt „lustiger“ Weise.
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Regisseur
Schauspieler
Dorkas Kiefer, Tom Gerhardt, Markus Maria Profitlich, Mirco Nontschew, Michael Brandner, Mirja Boes, Volker Büdts, Diana Frank, Jan Sosniok, Janine Kunze, Axel Neumann, Daniela Witte


