Verfasst von Sebastian Stumbek am 22.07.05 00:00:00 - 3 Kommentare

Madagascar

Land USA

Genre Animation, Familie, Komödie

Laufzeit: 86

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 14.07.2005
Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (9): 4.11 / 6
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Inhalt

Tiere brechen aus dem Zoo des New Yorker Central Parks aus um einmal die Wildnis zu erleben, wobei mehr schief geht als vorher geahnt? DreamWorks Pictures liefern mit Madagascar ihren neuesten Animationsfilm.

Inhalt

Der eingebildete Löwe Alex, das vorlaute Zebra Marty, die ständig panische Giraffe Melman und die divenhafte Nilpferddame Gloria sind die absoluten Stars im Zoo des New Yorker Central-Parks. Ihr ganzes Leben haben sie in Gefangenschaft verbracht – allerdings in einer sehr sorglosen und äußerst angenehmen Gefangenschaft. Schließlich drohen keine Gefahren, für leckere Mahlzeiten ist stets gesorgt und tagtäglich werden sie von den Zoobesuchern bestaunt und bewundert. Doch Marty ist sehr traurig: Zu sehr beschäftigt ihn – bei all dem Überfluss und der Alltagsroutine - der Gedanke an ein Leben außerhalb des Zoos. Und als er eines Tages zufällig hinter den Fluchtversuch einiger hochbegabter Pinguine kommt, gewinnt seine Neugierde die Oberhand. Er macht sich auf zu einen Ausflug in die Welt da draußen, nach der er sich so sehr sehnt – und will eigentlich vor Tagesanbruch zurück sein. Doch mitten in der Nacht stellen Alex, Melman und Gloria fest, dass ihr Freund verschwunden ist – und beschließen, selbst auszubrechen und Marty zurückzuholen, bevor irgendjemand ihr Verschwinden bemerkt hat.

Allerdings erregen ein Löwe, eine Giraffe und eine Nilpferddame, die über die Straßen wandern und U-Bahn fahren, selbst in einer Stadt wie New York ein gewisses Aufsehen. Alex, Melman und Gloria spüren Marty schließlich in der Grand Central Station auf – doch bevor sie nach einer tierisch rasanten Flucht in die Bahn steigen können, die sie in den Zoo zurückbringen soll, werden sie narkotisiert, eingefangen und auf ein Schiff nach Afrika verfrachtet. So sind sie Martys Wunsch nach „Zurück in die Wildnis“ unfreiwillig näher gerückt. Doch auf der Reise sabotieren die intriganten Pinguine das Schiff, und Alex, Marty, Melman und Gloria werden als Schiffbrüchige an die Küste der exotischen Insel Madagaskar gespült. Und damit fängt das Abenteuer erst so richtig an! Nun müssen die Großstadt-Tiere herausfinden, wie man in der Wildnis überlebt – und sie entdecken die wahre Bedeutung der Redewendung "Das ist ein Dschungel dort draußen!". Alex, Marty, Melman und Gloria haben so seltsame Tiere wie die einheimischen Lemuren noch nie gesehen, aber irgendwie kann man sich schon verständigen – und nach einem ersten Schrecken findet der Lemuren-Clan die Zugereisten eher erheiternd als gefährlich. Allerdings sind die Gesetze des Dschungels irgendwie anders als die Regeln, die unsere großstädtischen Zoobewohner bisher so gewohnt waren. Für New Yorker ist das definitiv zuviel Natur! Schließlich will Löwe Alex nur noch eins: zurück in sein Leben als Zoo-Star – auch wenn er notfalls nach Hause schwimmen muss...

Kritik

Kritik

Neben Disney’s Pixar Studios sind die Dreamworks Studios das grösste Animationsstudio und Pixars grösster Konkurrent. "Shrek 2" schaffte es beispielsweise der erfolgreichste Film des Jahres 2004 und 6. erfolgreichsten Film aller Zeiten zu werden. Auch mit "Shark Tale" ("Grosse Haie kleine Fische") feierte Dreamworks letztes Jahr seine (wenn auch etwas geringere) Erfolge. Nun erscheint aus dem Studio "Madagascar" und verspricht jede Menge Witz und Spass.

Die Geschichte dreht sich um einen Löwen, eine Giraffe, ein Nilpferd und ein Zebra, 4 Zoofreunde, die aus selbigen ausbrechen und durch unglückliche Umstände im Urwald landen. Im Vergleich zu Shrek ist Madagascar etwas kindgerechter ausgefallen. Die Geschichte ist simpler, alle Figuren wurden mehr oder weniger niedlich dargestellt und es ist jede Menge Humor dabei der den Jüngeren Freude bringen wird. Das heisst aber nicht, dass die älteren Zuschauer keinen Spass mit Madagascar haben werden. Typisch den Dreamworks Animationsfilmen werden auch in Madagascar jede Menge andere Filme durch den Kakao gezogen (zB. American Beauty, Verschollen – Cast Away) und es sind Witze enthalten, die teils auf die Älteren abzielen. Also ist für jeden etwas dabei - die Zielgruppe ist aber hauptsächlich schon jünger.

Vor allem sind es die vielseitigen Figuren die den Film ausmachen. Neben den 4 genannten Zoofreunden, wovon die Giraffe zB. ständig unter Panik leidet oder der Löwe durch Appetit auf Fleisch irgendwann seine Freunde verspeisen will, kommen noch die tanzwütigen, ständig feiernden Lemuren hinzu, die für ständige Dauerlacher sorgen und die 4 Pinguine, die a la Mission Impossible ein Schiff einnehmen, die Besatzung beseitigen und versuchen die Antarktis anzusteuern. Gerade diese 4 sind eines der Highlights des Films, die militärische Koordinierung ihres Plans und tollpatschige Ausführung ist, auch wenn leider nur selten zu sehen, sehr gut gelungen.

Auch die Animationen des Films sind wunderbar gelungen. Es wurde hierbei mehr Wert auf einen Comichaften Look gesetzt als auf Realismus. Dadurch sehen alle Figuren, Menschen und die Umgebungen des Films total schräg aus, was aber einen ungeheuren Charme ausstrahlt. Wer jetzt aber denkt das alles wurde so vereinfacht dargestellt aufgrund mangelnden Könnens des Animationsstudios irrt sich: Die Bewegungen der Figuren sind erste Klasse, die Haare der Felle der Tiere wurden gut animiert und bewegen sich realistisch und die ganze Umgebung wirkt einfach sehr schön.

Wer des englischen mächtig ist sollte sich Madagascar in jedem Fall auf Englisch ansehen. Für die Originalversion wurden nämlich erstklassige Synchronsprecher verpflichtet. So wird der Löwe von Ben Stiller gesprochen der seine Sache wirklich gut macht oder das Zebra von Chris Rock, der wie ich finde die beste Leistung abliefert. Man glaubt gar nicht wie gut ihm das Zebra passt. Aber auch Will Smith’s Frau Jada Pinkett Smith als Nilpferd, David Swimmer (Friends) als Giraffe oder Ali G. als Lemurenkönig  leisten grossartiges und werten den Film nochmals um ein vielfaches auf. In der deutschen Synchronversion spricht Jan Josef Liefers Ben Stillers Part des Löwen, Rick Kavanian das Zebra, Bastian Pastewka die Giraffe und Die Fantastischen Vier sprechen die 4 Pinguine.

Die Musik stammt vom Kompositionsspezialisten Hans Zimmer, die insgesamt recht ordentlich ausgefallen ist, aber man ist von Zimmer schon deutlich besseres gewohnt gewesen in der Vergangenheit.

Fazit: Madagascar ist ein Kinoereignis für Jung und Alt, auch wenn verstärkt das jüngere Publikum angesprochen wird, mit vielen guten Witzen, tollen Animationen und super Synchronsprechern (zumindest in der Originalversion). Er erreicht zwar nicht die Klasse eines Shrek II, lohnt sich aber trotzdem auf alle Fälle anzusehen.

 


Jetzt kommentieren? / 3 Kommentare

  1. stallone

    stallone / 18.12.2007 19:54:34

    der film hat ein paar hammer lustige szenen!


    4 Sternen

  2. Veremar

    Veremar / 18.12.2007 21:30:44

    Stimmt, war ganz lustig, die Tiere einfach nur cool. Für Animationsfans absolut sehenswert.


    4 Sternen

  3. Kaspian

    Kaspian / 18.12.2007 23:49:07

    Ich schau mir lieber zum tausendsten mal irgendeinen Disney an...als den nochmal...uuuuund die Disneyversion von Madagascar war auch um einiges besser animiert.

    Ich hätte es auch besser gefunden hätte man im deutschen die deutschen Synchronstimmen von Stiller, Schwimmer, Rock, Smith übernommen.


    nicht bewertet


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