Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 14.10.05 01:03:59 - 1 Kommentare

Flightplan - Ohne jede Spur

Flightplan

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (8): 4.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Thriller

Laufzeit: 98

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 20.10.2005
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Inhalt

Die Tochter von Jodie Foster verschwindet im Flugzeug spurlos  - Ein Thriller von Robert Schwentke.

Berlin. Die in Deutschland lebende amerikanische Flugzeug-Ingenieurin Kyle Pratt (Jodie Foster) hat vor kurzem ihren Mann David verloren und will nun die Leiche von Berlin nach New York überführen. Ihre kleine Tochter Julia (Marlene Lawston) leidet seit dem Tod ihres Vaters unter Angstzustände, möchte dessen ungeachtet ihre Mutter dennoch begleiten. Die letzte Reise fällt den Hinterbliebenen sichtlich schwer, doch schliesslich steigen sie schweren Herzens in den zweistöckigen Jumbo Jet der Aalto Airline.

Kyle versucht sich etwas zu beruhigen und legt sich ein wenig Schlafen. Nach kurzer Zeit erwacht sie wieder und muss mit großem Entsetzen feststellen, dass Julia aus ihrem Sitz verschwunden ist. Aufgebracht durchsucht sie das große Flugzeug, doch von Julia fehlt jede Spur. Schließlich wendet sie sich an Flugkapitän Rich (Sean Bean), der seine Stewardessen damit beauftragt, erneut das Flugzeug zu durchsuchen, doch vergebens. Damit nicht genug, niemand will das kleine Mädchen beim Einstieg in die Maschine gesehen haben und bei einem Check mit dem Berliner Tower und der Passagierliste kommt heraus, dass Julia Pratt niemals auf der Liste stand. Die verwirrte Kyle glaubt plötzlich Niemanden mehr und versucht ein zweites Mal auf eigener Faust, das Flugzeug nach ihrer Tochter abzusuchen. Doch die restlichen Passagiere werden durch die herumirrende Frau nervös und damit keine Panik entsteht, legt der Flugmarshall Carson (Peter Sarsgaard) ihr Handschellen an.

Plötzlich beginnt sie selber an sich zu zweifeln. Wo ist ihre Tochter abgeblieben? Sie ist doch nicht verrückt? Nun versucht sie einen Sinn in das ganze Durcheinander zu bekommen, um herauszufinden, was mit ihrer Tochter geschehen ist. Doch es kommt alles ganz anders als sie denkt ...

Kritik

"Flightplan - Ohne jede Spur" ist ein Mystery-Thriller und gleichzeitig das US-Debüt vom international angesehenen deutschen Jungregisseurs Robert Schwentke ("Tattoo"). Wer hinter "Flightplan - Ohne jede Spur" einen Suspense-Thriller in Anlehnung an die Geschehnisse des 11. Septembers in New York City vermutet, dem muss vorab gesagt werden, dass die Idee zu diesem Film lange vor dem Jahre 2001 entstanden ist.

Die Geschichte setzt direkt ohne langes Vorgeplänkel mit dem Hauptgeschehnissen ein und erzählt ein vielbenutztes Thema aus Hollywood: das Verschwinden einer geliebten Person. Hier verschwindet ein Kind und somit haben die Macher dieses Filmes schon einen großen Teil der Kinobesucher auf der Seite der Hauptdarstellerin: alle Mütter. Die Mutter Kyle Pratt wird hier von der zweifachen Oscarpreisträgerin Jodie Foster ("The Accused", "Das Schweigen der Lämmer")verkörpert, die extra für den Film ihre Deutschkenntnisse wieder auffrischte, da die Anfangssequenzen in Berlin gedreht wurden. Der Zuschauer folgt der smarten und intelligenten Kyle auf einer persönlichen Reise und wird dank der gut ausgestatteten beklemmenden Kulisse des Jumbo Jets praktisch mit in die Situation versetzt, dass niemand der Protagonisten glaubt und sie sich selber nicht sicher ist, ob sie ihrer eigenen Fantasie mächtig ist und dieser Effekt versetzt der Geschichte einen gewaltigen emotionalen Schub.

Die gut gelungene Kombination aus Thriller-, Mystery- und Dramakomponente lässt die Geschichte aus verschiedenen Blickrichtungen jedes Mal anders erscheinen. Zunächst weiss man(n) nicht, wem man selber so recht Glauben schenken kann und sollte. Zu einem ist da die fürsorgliche Mutter, die nur aus Erschöpfung ihr Kind aus den Augen verliert; der Flugkapitän, der um die Sicherheit seiner Passagiere besorgt ist und der Flugmarshall, der für die Sicherstellung eines gefahrlosen Fluges verantwortlich ist. Im Laufe des Filmes können sich die Sympathien der Zuschauer zu den einzelnen Figuren mehrmals ändern und die Spannung wird dabei durch 'turns' und 'twists' der Handlung immer mehr aufgebaut, bis sie sich explosionsartig am Ende entlädt.

Wenn man als Berliner mal davon absieht, dass Kyle nicht von einen der drei Berliner Flughäfen abfliegt, obwohl einem das so verkauft wird und wenn man einen leider menschenleeren und damit unrealistischen U-Bahnhof Alexander Platz außer Acht läßt, hat mir die Idee und die Umsetzung der Geschichte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt des Filmes sehr gut gefallen: bis zum Ende. Die Auflösung des ganzen Durcheinander am Ende dürfte nicht jedem Genrekenner schmecken.

"Flightplan - Ohne jede Spur" ist ein rasanter Thriller, der mehr Spannung verspricht als er am Ende halten kann, nett anzusehen, aber die Begeisterung dürfte sich am Ende in Grenzen halten. Und ein Vergleich mit Hitchcock - wie er des öfteren in anderen Artikeln vorkommt - ist für mich sehr weit hergeholt ... sehr weit! Trotz des laschen Endes erhält der Film 4 Sterne, da man zuvor 80 spannende Minuten geboten bekommt.

Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare

  1. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 05:32:18

    Gute Story hätte mann besser machen können aber anschauen lohnt sich


    nicht bewertet


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