Sophie Scholl - Die letzten Tage
Inhalt
Freiheit …"Die Sonne scheint noch."
Die Welt befindet sich im Zweiten Weltkrieg.
München, Februar 1943.
In einem kleinen Atelier werden Flugblätter gegen Adolf Hitler und seiner Nazi-Diktatur gedruckt und an bestimmte Adressen im ganzen Bundesgebiet versendet. Die Geschwister Hans (Fabian Hinrichs) und Sophie Scholl (Julia Jentsch) gehören zur Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Am Vormittag des 18. Februar begeben sie sich in eine Münchner Universität und wollen dort ihre Flugblätter verteilen. Sophie lässt einen ganzen Stapel vom ersten Stock in den Lichthof regnen. Der Hausmeister beobachtet sie und alarmiert die geheime Staatspolizei. Sie werden verhaftet. Tagelang wird Sophie vom Vernehmungsbeamten Robert Mohr (Alexander Held) verhört. Die Geschwister leugnen anfangs die Schuldigen zu sein. Als Hans es doch gesteht, verantwortlich für die Flugblattaktion zu sein, steht Sophie offen zu ihren Idealen. Die anderen Mitglieder der "Weißen Rose" gibt sie nicht preis. Selbst, als der erfahrene Kriminalist ihr anbietet, ihr Leben zu retten, weicht sie nicht von ihrer Einstellung ab.
Am 22. Februar werden die beiden sowie Christoph Probst (Florian Stetter) wegen "Hochverrat, Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung" angeklagt. Ihre gestellten Anwälte haben dem extra aus Berlin angereisten NS-Richter Roland Freisler (André Hennicke) nichts entgegenzubringen, sie versuchen es noch nicht einmal. Ein Schauprozess folgt. Alle drei werden zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Die Vollstreckung findet am gleichen Tag statt. Sophie kann sich noch von ihren Eltern, ihrem Bruder und Christoph verabschieden, bevor sie in die Todeskammer kommt.
Alle drei sterben für die Freiheit am 22. Februar 1943.
Kritik
"Sophie Scholl – Die letzten Tage" beschreibt die letzten sechs Tage der lebensfrohen 21-jährigen Studentin, die für die Idee der "Weißen Rose" verurteilt wurde. Durch ihr Aufbegehren gegen den Nationalsozialismus wurden die Geschwister Scholl und Christoph Probst weltberühmt. Sie und die anderen Mitglieder der "Weißen Rose" wurden zum Inbegriff für Zivilcourage, für einen friedlichen Kampf gegen Gewaltherrschaft und Unterdrückung.Der junge Regisseur Marc Rothemund ("Die Hoffnung stirbt zuletzt", Silberner Bär von der Jury der 55. Internationalen Filmfestspiele von Berlin für "Sophie Scholl – Die letzten Tage") hält sich so weit es geht an historischen Fakten, die er aus den Original-Vernehmungsprotokollen entnahm. Durch eine unverkrampfte Erzählweise gelingt es den Machern von "Sophie Scholl – Die letzten Tage" die Hauptdarstellerin als mythische Identifikationsfigur wieder zum Leben zu erwecken. Anfangs etwas lahm gewinnt der Film mit den beginnenden Verhören an Tempo. Überraschend war für mich die passable Musikuntermalung der Composer Reinhold Heil und Johnny Klimek ("One Hour Photo"). Für das Projekt konnte ein bekanntes Ensemble des deutschen Kinos gewonnen werden. Ganz vorne Julia Jentsch, die vor kurzem an ihrem 27. Geburtstag für die herausragende Verkörperung der Sophie Scholl mit einem Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet worden ist. In weiteren Rollen spielen Fabian Hinrichs ("Schussangst") als Hans Scholl, Alexander Held ("Der Untergang") in der Rolle des vernehmenden Gestapo-Beamten Robert Mohr, André Hennicke ("Der alte Affe Angst") als Richter Roland Freisler und Johanna Gastdorf ("Das Wunder von Bern") als Sophie Scholls Zellengenossin Else Gebel.
"Sophie Scholl – Die letzten Tage" - ein wichtiger Film dieses Kinojahres, den man nicht verpassen sollte, wenn man zuvor "Der Untergang" und "Napola" gesehen hat.
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Regisseur
Schauspieler
Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Gerald Alexander Held, Johanna Gastdorf, André Hennicke, Florian Stetter, Johannes Suhm, Maximilian Brückner, Jörg Hube, Petra Kelling, Franz Staber, Lilli Jung


