Know1ng - Die Zukunft endet jetzt (2009)
KnowingHandlung
Apokalyptischen Thriller
1959 in Lexington, Massachusetts: Schüler einer Klasse beschreiben in einem Experiment ihre jeweilige Vision der Zukunft und lagern die Unterlagen in einer Zeitkapsel vor der Schule ein. Fünfzig Jahre später wird diese geöffnet und die Notizen und Zeichnungen von damals werden an die jetzigen Schüler ausgehändigt.
John Koestler's (Nicolas Cage) Sohn Caleb (Chandler Canterbury) bekommt ein mysteriöses Blatt Papier, auf dem sich eine scheinbar unkoordinierte Aneinanderreihung von Zahlenkolonnen befindet. Was steckt hinter den Zahlen? Myles findet heraus, dass ein Teil der Zahlen in Zusammenhang mit tragischen Unfällen und Katastrophen mit globalem Ausmaß in der Vergangenheit steht. Einige bezeichnen bestimmte Daten oder die Anzahl der menschlichen Opfer. Ein weiterer Teil der Zahlenfolge scheint auf Ereignisse in der Zukunft hinzuweisen. Gibt es eine Chance, diesen Code zu knacken und die kommenden Geschehnisse zu beeinflussen?
Besetzung / Stab
Regie
Kritik
Mit Filmen wie "The Crow" oder "Dark City" machte sich Regisseur Alex Projas bereits einen guten Namen. Auch sein letzter Film, "I Robot" mit Will Smith, konnte begeistern. Ganze 5 Jahre hat es nun gedauert, bis Projas mit seinem neuen Film an den Start geht: Das Mysterie-Sci-Fi-Action-Drama "Knowing" mit Nicolas Cage steht bei uns in den Startlöchern. In den USA schied der Film bei den Kritikern eher bescheiden ab, an seinem Startwochenende landete "Knowing" aber dennoch auf dem ersten Platz.
Die Geschichte von "Knowing" hört sich zunächst ganz nett an und verspricht gutes Potenzial für einen spannenden Film: Eine Zeitkapsel enthält genaue Zeit- und Ortsangaben für alle größeren Katastrophen und Unfälle auf der Welt. Etwas willkürlich und gestellt stößt Nicolas Cage im Film allerdings auf die Hinweise, nachdem er einen Kaffeefleck auf dem Papier hinterlässt, genau an der Stelle wo es Hinweise zum 11. September 2001 gab, diese Daten sofort an seine Tafel aufschreibt und gleich dahinter steigt, worum es sich dabei handelt. Allerdings mag man diesen gestellten Zufall noch verzeihen durch die Vorfreude auf das Kommende. Dumm nur, dass das Kommende nicht wirklich zu begeistern weiß. Insgesamt 3 Katastrophen/Unfälle stehen noch an, wovon 2 im Laufe des Films auftreten und jeweils die Highlights darstellen, das letzte Datum des Papiers stellt dagegen den ultimativen Untergang aller dar, also das Finale des Films.
Leider kommt der Film nie so richtig in Fahrt und zieht sich schleppend daher, bis es zum ersten Unglück kommt, einem Flugzeugabsturz. Dieser ist, das muss man zugeben, recht gut inszeniert, denn hier wurde kein einziger Kameraschnitt eingesetzt und man sieht eine mehrere Minuten lange Sequenz, in der ein Flugzeug abstürzt, die Landschaft verwüstet wird, Cage mittendrin reinläuft um den brennenden Opfern zu helfen und drumherum allerlei Dinge geschehen. Auch hier wieder der große Zufall, dass der Protagonist zur rechten Zeit am richtigen Ort ist, denn bis Dato hat er das Papier, das Hinweise darauf enthielt, noch gar nicht gedeutet. Auch das zweite Unglück ist ganz nett inszeniert, zwar sind die Effekte im Film nicht immer erste Klasse, trotzdem wurden diese Szenen packend gedreht. Das wars aber aber auch schon, denn viel mehr packt der Film leider nicht. Dass es nicht unbedingt actionreich zugehen muss ist ok, aber dazu braucht man eine gute Story drumherum. Leider ist die Story von "Knowing" alles andere als gut. Wie bereits erwähnt ist die Idee, also der Ansatz der Story, gut, aber was daraus gemacht wurde ist es dann leider doch nicht, denn "Knowing" hat zahlreiche Längen. Viel schlimmer ist aber, in welche Richtung sich der Film mit der Zeit entwickelt, denn er wird zusehens abgefahrener und bekloppter. Wer sich die Überraschung aufheben will, sollte den nächsten Abschnitt überspringen, denn darin werde ich nun genau darauf eingehen.
SPOILER: "Knowing" wird im Laufe der Geschichte immer mysteriöser durch das Auftauchen einiger merkwürdiger Gestalten, die im Zusammenhang mit der Prophezeihung stehen. Am Ende stellt sich dann genau das raus, was man sich schon nach wenigen Minuten selbst gedacht hat und erlebt ein lächerliches Finale wie man es fast 1:1 schon aus "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" kennt. Einzig dass es danach kein Happy End gibt kann man dem Film positiv anrechnen, die letzte ultimative Katastrophe ist zudem auch noch ganz nett inszeniert. Dumm nur, dass all die Geschehnisse des Films im Grunde völlig irrelevant sind für den Ausgang der Geschichte, denn es hätte sich auch was völlig anderes vorher zutragen können, es wäre ganz gleich gewesen. SPOILER ENDE
Die Überraschung, die zuvor angesprochen wurde, ist schon Meilenweit vorher zu riechen, so dass der Film auch hier wieder versagt. Beim lächerlichen Ende ist entscheidend, ob der Zuschauer es so wie es ist akzeptiert und schätzt, daraus wird sich wohl dann auch entscheiden, ob man das Kino mit einem positiven oder negativen Gefühl verlässt - die Geister werden sich daran aber sicherlich scheiden. Ganz gleich wie man es aber nun findet, zahlreiche Fragen bleiben trotzdem unbeantwortet, wofür sich der Film nicht mehr die Mühe macht sie zu beantworten, was auch wieder ein negatives Gefühl hinterlässt.
Nicolas Cage hatte schon weitaus bessere Tage in seiner Schauspielkarriere. Zum Teil hat er wirklich hervorragende Filme gedreht, in letzter Zeit mehren sich aber leider immer mehr schlechtere bis bestenfalls durchschnittliche von ihm. "Bangkok Dangerous" floppte gnadenlos und ist nicht weiter der Rede wert, "The Wicker Man" wurde von Kritikern weltweit zerrissen, auch "World Trade Center" hat maßlos enttäuscht. Über "Next" und "Ghost Rider" kann man sich streiten, persönlich fand ich die beiden aber gelungen. Mit "Knowing" hat er sich auf jeden Fall keinen Gefallen getan, zwar ist der Film finanziell lohnenswert gewesen und spielt ordentlich was ein, aber man hätte auf jeden Fall mehr von ihm erwarten können. Seine Rolle spielt Cage gewohnt souverän, macht aber nicht viel mehr daraus als nötig, so dass wir hier eine durchschnittliche Leistung von ihm zu sehen bekommen. Der größte Teil dieser Rolle ist ohnehin eher passiv ausgelegt, da reicht Cages gewohnter "was ist hier los?"-Hundeblick schon völlig für aus.
Fazit: Ein vielversprechender Film stellt sich mal wieder als Gurke raus - ein Film, der nie so richtig in die Gänge kommen mag, dessen Story mit der Zeit immer abgedrehter und absurder wird (es sei denn man lässt sich darauf ein), der keinerlei Überraschungen bietet und größtenteils völlig vorhersehbar ist. Abgerundet noch mit vielen nicht beantworteten Fragen und Logiklücken, die einfach mit "Zufall" begründet werden - wenn überhaupt. Hoffentlich kriegt Cage bald wieder die Kurve und macht wieder bessere Filme.

Kommentare
Kaspian
geschrieben am 04.12.2009 um 12:32:01
Mir gefällt der ganz gut..seeeeeelbst das Ende;D
Batista
geschrieben am 06.12.2009 um 17:09:09
Naja war ganz ok...Cage kann zwar besser Spielen, aber dennoch ganz okay...bis auf das schwache Ende...
Bumblebert
geschrieben am 07.12.2009 um 15:18:57
Der Film war echt klasse! Die Szenen mit dem Flugzeug und der UBahn waren echt geil gemacht! Punktabzüge gibt es aber definitiv für das Ende... Was sollte das? Unglaublich!
DocProc
geschrieben am 18.12.2009 um 16:45:55
Hätte mir mehr aus der Story erhofft!
Fairelane
geschrieben am 18.12.2009 um 21:01:34
Ganz okay, ein guter Film für einen lauen Abend.
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