Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 17.07.06 06:33:21 - 2 Kommentare

Cars

Land USA

Genre Animation, Familie, Fantasy, Komödie

Laufzeit: 116

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 07.09.2006
Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (7): 3.28 / 6
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Inhalt

Geschichte um die Bedeutung von wahrer Freundschaft zwischen Autos

Das wichtigste Rennen des Jahres, das Dinoco 400, steht in den Startlöchern. Bei diesem Rennen wird sich endgültig entscheiden, wer den Piston Cup gewinnen und wer Geschichte schreiben wird. Eigentlich kommen nur zwei Autos für den Sieg in Frage. Einer davon ist Strip Weathers (Niki Lauda), ein Plymouth Superbird, Baujahr 1970, der sich seinen Spitznamen "The King" mehr als verdient hat – denn kein anderer hat mehr Rennen beim Piston Cup gewonnen. Der andere ist Chick Hicks (Christian Tramitz), der schon immer nur hinter dem King die Nummer zwei war. Doch keiner hat seine Rechnung mit Lightning McQueen (Daniel Brühl) gemacht. Der Grünschnabel ist auf dem besten Wege jüngster Sieger des Piston Cups zu werden. Selbst überzeugt von seinen Fähigkeiten, ließen die Träume von Kohle, Groupies und dem Jubel der Massen den auf höchste Drehzahl getunten Wagen schnell ein bisschen großspurig und arrogant werden. Genau diese Großspurigkeit bringt McQueen um seinen Sieg. Die Aufforderung seines Teams, während des Auftankens auch einen Reifenwechsel durchführen zu lassen, kommt er nicht nach. Prompt platzen ihm kurz vor dem Ziel die Reifen und der sicher geglaubte Sieg und Vorsprung endet in einem zeitgleichen Finish mit den beiden Favoriten. Schnell beschließt der Rennveranstalter, dass es in der nächsten Woche ein Entscheidungsrennen zwischen den drei Siegern geben wird – auf der anderen Seite des Landes, 5.000 Kilometer entfernt.

Vor seinen Gegnern prahlt McQueen, dass er als erster an der Rennstrecke ankommen wird und befiehlt seinem Truck Mack die ganze Nacht durchzufahren, doch dieser verfällt dem Sekundenschlaf und merkt nicht, dass er die wertvolle Fracht irgendwo in der Wüste verliert. Bis schließlich McQueen wach und wieder Herr der Verkehrslage ist, ist Mack bereits über alle Berge. McQueen folgt den falschen Rücklichtern und landet auf der legendären Route 66, die ihm direkt nach Radiator Springs führt, einem Wüstennest mit einer Hauptstraße, einer Kreuzung und einer Ampel. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitung und Demolierung der Hauptstraße wird McQueen von der Polizei verhaftet. Wieder einmal ist es seine Überheblichkeit, die ihm das Leben schwer macht. Allmählich lernt McQueen die Nestbewohner kennen: da wäre die Autodame Sally (Bettina Zimmermann), Doc Hudson (Friedrich Schönfelder), der Abschlepper Hook (Reinhard Brock) und zahlreiche andere Rostlauben. McQueen wird zu Sozialarbeit verurteilt, doch der Tag des Rennens rückt immer näher...

Kritik

Nach Erfolgen wie TOY STORY, DAS GROßE GRABBELN, MONSTER AG, FINDET NEMO und DIE UNGLAUBLICHEN – THE INCREDIBLES kommt nun das neueste Werk aus dem Hause Disney / Pixar, CARS.

Wieder einmal bekommt der Zuschauer einen detailreichen Einblick in eine ihm so fremde Welt, diesmal in die Welt der Autos. 1998 gab es erste Gespräche zwischen John Lasseter und seinem Co-Regisseur Joe Ranft über dieses Projekt. Die Idee, einen computeranimierten Film mit Autos als Figuren zu machen, wurde geboren. Die größten Schwierigkeiten dürften darin bestanden haben, den Autos menschliche Züge zu geben, um sie zu echten unterschiedlichen Charakteren heranreifen lassen zu können. Man platzierte die Augen weder an die Frontschürzen noch anstelle der Abblendlichter, sie wurden samt Augenlidern an die Windschutzscheiben der einzelnen Fahrzeuge angebracht. Obwohl in manchen Fällen die Räder und Achsen in händeähnlicher Form angewandt wurden, überzeugen die Karossen stets vom metallischen, harten Look. Die Artenvielfalt der CARS-Flotte steht wieder einmal für den Ideenreichtum der Pixar-Mitarbeiter. Wie man es von Pixar-Filmen bereits gewohnt ist, stand die Detailtreue absolut im Vordergrund und doch kann CARS eine neue Stufe der Detailtreue erklimmen. Nicht nur die Autodesigns mit ihren Chrom- und Autofarben, die verschiedenartigsten Fahreigenschaften der Wagen können überzeugen, sondern auch das Umfeld: der zerbröckelte Beton, der angesammelte Staub und die ausgeblichenen Werbetafeln lassen das Örtchen Radiator Springs zum Leben erwachen. Die Ausstattung des Streifens konnte einem also mal wieder imponieren.

Doch ein genialer Look macht noch lange keinen funktionierenden Film. Zwar wurden die einzelnen Charakteren gut ausgearbeitet, doch die Geschichte lässt zu wünschen übrig. Im Mittelpunkt steht der auf höchste Drehzahl getunte Lightning McQueen. Ein Haudegen mit Macho-Ego, da ihm die Presse zur Stoßstange liegt. Er könnte jüngster Sieger des Piston Cups werden, doch durch einen dummen Zufall landet er in Radiator Springs und wird dort durch die Beschädigung der Hauptstraße erstmal zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Von nun an muss er mehrere Stunden mit den Blechhaufen des Städtchens verbringen, nur die Porschedame Sally, rasant, sexy ist das letzte heiße Modell in der Kleinstadt. Sie beginnt sich für Lightning McQueen zu interessieren, dieser jedoch hat nur das Rennen im Kopf.

Obwohl im Film der Zeitfaktor beständig eine Rolle spielt zieht sich der Film in der zweiten Phase unnötig in die Länge. Zu Beginn gab es noch spritzige Actionsequenzen, doch dann strandet McQueen durch den Sekundenschlaf seines Truckers Mack in dem kleinen Wüstennest. Die Kennenlernphase mit dem ansässigen rostigen, allerdings unglaublich liebenswürdigen Abschlepper Hook, dem Richter und Doktor Hudson, einem pensionierten 1942er Army Jeep und ähnlichen vierrädrigen Genossen dauert einfach zu lange. Mochten noch die abwechslungsreichen actiongeladenen 115 Minuten aus DIE UNGLAUBLICHEN – THE INCREDIBLES überzeugen, so wirken die 116 Minuten aus CARS unheimlich lang. Hinzukommt, dass sich das erste und das letzte Drittel des Filmes ziemlich gleichen und keine Neuigkeiten bieten.

Trotz aller Längen kann die Komik mit Luigi, dem italienischen Reifenhändler und Ferrari-Fan, der Auseinandersetzung des Flower-Power-Hippie Bully, der sich seinen eigenen Biotreibstoff braut, mit dem pensionierten 1942er Army Jeep und das 'tractor-tipping' in ganzer Hinsicht überzeugen. Urkomisch ist auch die Selbstironie von Pixar zum Schluss.

Leider ist es nicht der beste Pixar-Film geworden, dennoch konnten die Filmleute von Pixar mit ihrem Drang zum Detail die vorangegangen Streifen in diesem Punkt noch toppen. Kein Pixar-Streifen, der einem zum Kinogang zwingt, für einen amüsanten Abend ist er dagegen allemal gut.

Jetzt kommentieren? / 2 Kommentare

  1. Kaspian

    Kaspian / 29.12.2007 22:47:03

    Cars ist sicherlich genauso brillant animiert wie alles was man von Pixar kennt. Leider ist die Geschichte ein wenig altbacken.


    nicht bewertet

  2. Jigsaw

    Jigsaw / 08.04.2008 18:42:19

    Nette Familienunterhaltung,warum nicht,auch sowas mußmal sein.


    4 Sternen


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