Underworld: Aufstand der Lykaner (Underworld: Rise of the Lycans)

Sony Pictures Releasing GmbH

Laufzeit: 92 min

Land: USA, New Zealand

Genre: Action, Fantasy, Horror, Thriller



Webseite

Startdatum: 26.02.2009

Deine Bewertung:


Community Bewertung

Underworld: Aufstand der Lykaner (2009)

Underworld: Rise of the Lycans

Moviereporter Bewertung

3

Handlung

Der dritte Teil der Vampir-Werwolf-Reihe

Der unsterbliche Alexander Corvinius hat zwei Söhne, der eine wird von einer Fledermaus gebissen, der andere von einem Wolf. So entstehen die Clans der Werwölfe und der Vampire. Während die Vampire zu intelligenten Herrschern heranreifen, bleiben die Werwölfe eher dumme, animalische Bestien.

Das Prequel spielt im finsteren Mittelalter und erzählt uns die Geschichte von Lucian dem ersten Werwolf der die Gabe besitzt sich in einen Menschen zu verwandeln. Von einer Werwölfin in Gefangenschaft geboren, dient der junge Ur-Lycaner dem Vampirherrscher Victor als Quelle um eine eigene Sklavenrasse zu züchten. Einzig durch eine mit silbernen Dornen gespickte Halskette in Zaum gehalten, dienen diese den Vampiren nicht nur als Arbeiter und Knechte, sondern müssen sie auch am Tag geg. marodierende Werwölfe beschützen. Lucian und Sonja die Tochter von Viktor werden eine heimliches Liebespaar. Als eines Tages Sonja in Gefahr gerät, muss sich Lucian verwandeln und beschwört somit eine Kette von Ereignissen die zur jahrhunderte langen Blutfehde zwischen den Vampiren und Lycanern führt.

 

Kritik

Len Wiseman, Regisseur der ersten beiden Underworld Filme, überlässt Patrick Tatopoulos, der sich als Creature Designer für die Vorgänger verantwortlich zeigte, beim dritten Teil seinen Regiestuhl, fungiert aber noch als Co-Produzent.

Die Story in "Underworld 3" wird einfach nicht genug ausgereizt. Szenen, die eigentlich nicht wichtig sind, werden zu lang gehalten, während die Geschichte von Lucian zu kurz kommt. Die Charaktere sind zu wenig ausgelotet um eine richtige Dramatik zu erzeugen. Allein den Darstellern ist es zu verdanken, dass man doch ein Gefühl für die Protagonisten entwickelt. Allen voran der britische Schauspieler Martin Sheen, der gerade im Oscar nominierten Streifen "Frost/Nixon" brillierte, bietet uns eine glaubwürdige Performance des unterjochten, Liebenden Lucian. Bill Nighy's Victor dagegen hat seine Rolle des brutalen Tyrannen aus dem ersten Teil wieder übernommen und schwelgt in seiner minimalistischer Art in deren Grausamkeit. Rhona Mitra ist Sonja, die Tochter des Vampirfürsten, und macht auch ohne Latexanzug eine gute Figur; ansonsten bleibt sie eher farblos. Der Ideengeber zu Underworld, Kevin Grevioux spielt wieder Raze den treuen Gefolgsmann von Lucian. Er sorgte mit seiner Verwandlung zum Werwolf schon im ersten Teil für einen Augenschmaus.

Tatopoulos bleibt dem blau gefilterten Look der Vorgänger treu, auch wenn man deren Brillanz vermisst. Die Kostüme sind schön und passen gut ins mittelalterliche Setting. Leider merkt man dem Film aber das Erstlingswerk an. Die Schnitte bei den Kampfszenen sind nicht präzise genug gesetzt. Der ganze Film vermisst eine inspirierte Regieführung. Die CGI Effekte halten sich in Grenzen, man möchte beinah sagen, sie haben einen B-Movie Charakter. Als bestes Beispiel dient die Szene, wenn die Werwölfe die Corvinius Festung stürmen. Ansonsten ist der Film alles in allem viel zu kurz geraten und hätte auch einen weniger modernen Score vertragen können.

Fazit: Enttäuschend, wie man hier das Potential nicht nutzen konnte. Fans können sich den Film ruhig ansehen - alle anderen sollten zu den Vorgängern greifen und mit der im ersten Teil kurz angeschnittenen Story vorlieb nehmen.

Kommentare

Schreibe hier deine Meinung