Domino
Inhalt
Tony Scotts neuer Action-Thriller nach einer wahren Geschichte über die Kopfgeldjägerin Domino Harvey.Nach einer wahren Geschichte - Domino (Keira Knightley) kommt als Tochter des Schauspielstars Lawrence Harvey und des Topmodels Sophia Wynn in einer Welt voller Reichtum zur Welt - und schert sich keinen Tag ihres Lebens um vermeintliche Privilegien. Nach einem kurzen Ausflug in die Fashion-Welt als Model findet sie ihre Bestimmung - eher zufällig, als sie an einem Seminar für Kopfgeldjäger teilnimmt. Domino verliebt sich nicht nur in diesen gefährlichen Straßenjob, sondern findet in ihren grimmigen Kollegen auch eine Art Ersatzfamilie. Der raubeinige und mit allen Wassern gewaschene Ex-Kriminelle Ed Mosbey (Mickey Rourke) wird zu ihrem Mentor, während sie vom attraktiven Latino Choco (Edgar Ramirez) heimlich verehrt wird. Der Dritte im Bunde ist Alf (RIZWAN ABASSI), ein afghanischer Einwanderer, der die Gang mit seiner Vorliebe für Sprengstoff unterstützt. Zusammen spürt dieses unorthodoxe Quartett so viele flüchtende Verbrecher auf, dass der TV-Produzent Mark Heiss (Christopher Walken) auf sie aufmerksam wird und sie zu Stars in der Reality-TV-Serie namens „The Bounty Squad“ macht. Was jedoch keiner der Beteiligten weiß: Die vier Kopfgeldjäger stehen kurz vor ihrem schwierigsten Job. Unfreiwillig ausgelöst durch ihren Auftraggeber, den Kautionshändler Claremont Williams III (Delroy Lindo), geraten sie mitten in einen bizarren FBI-Fall, in dem es um viel Geld und extrem dubiose Machenschaften geht. Um diesem Geflecht von Gefahren und Komplikationen lebendig zu entkommen, müssen Domino und ihre Partner zu radikalen Mitteln und Tricks greifen.
Kritik
Bei Domino handelt es sich, wie bereits oben erwähnt, um eine wahre Geschichte – zumindest teilweise. Tony Scott kannte die Kopfgeldjägerin Domino Harvey bereits seit 12 Jahren, und plante schon seit langem einen Film über ihr Leben zu drehen. "Als ich Domino kennen lernte, lebte sie bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, dem berühmten Restaurateur Peter Norton, in Beverly Hills. Sie ließ ihre Schusswaffen in der Garage und holte sie ab, wenn sie auf einer ihrer Kopfgeldjagden ging. Sie lebte zwei sehr unterschiedliche Leben", so Scott. Jetzt nach mehreren Jahren entschied sich Scott dann doch einen Film über ihr Leben zu drehen, der allerdings keine Biographie werden sollte, also wurden einige Storyelemente des Films verändert um es tauglicher fürs Kino zu gestalten – die reale Domino war dabei des öfteren am Set dabei und diente dort als Beraterin für Tony Scott. Allerdings verstarb sie kurz vor Beendigung des Films an einer Überdosis Schmerzmitteln.Tony Scott ist bekannt für Top Filme wie True Romance, Top Gun, oder Man on Fire. Gerade mit letzterem hatte er im letzten Jahr neue Akzente in Sachen Stil gesetzt. Schnelle Schnitte und ein Grün-Gelb-Farbfilter wurden den kompletten Film hindurch verwendet. Auch in Domino ist sein Stil wieder unverkennbar – wurde sogar noch vermehrt, so dass man beinahe von einem stilistischen Overkill sprechen kann. In Domino wurde nämlich auch wieder ein Grün-Gelb-Farbfilter den kompletten Film hindurch benutzt, man sieht wieder viele schnelle kurze Schnitte und eine gute Kameraführung mit vielen guten Einstellungen ist. Die Einen werden es mögen, nein sogar lieben, die Anderen werden sich mit diesem Stil evtl. weniger anfreunden können. Allerdings sei Tony Scott Fans und Freunden von Kameraspielereien gesagt, dass es einfach fantastisch aussieht.
Bei der Besetzung der Rollen entschied sich Tony Scott für die britische Schauspielerin Keira Knightley als Domino Harvey. "Ich besetzte Keira instinktiv", so Tony Scott, "denn Domino und Keira sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten", meint der Regisseur. "Die echte Domino war dunkler, ein bisschen mehr verrückt, aber in erster Linie sind sie beide britische Mädels – ein bisschen Unschuld, ein bisschen Lady Di, gemischt mit dem Unbehagen in diese Schublade gesteckt zu werden. Sie kommen beide aus einer anderen Welt, einer, die sich nicht leicht mit der düsteren Welt des Kopfgeldjägers vereinen lässt. Ich konnte Keira als dieses Mädchen sehen. Sie auf die Reise der Domino Harvey mitzunehmen, war vergleichbar mit der Erfahrung der echten Domino, als sie erstmalig dieser düsteren Welt ausgesetzt wurde." Nur vier Tage nach ihrem letzten Film Pride & Prejudice (Stolz und Vorurteil) wurde Keira aus England eingeflogen um ein Trainingslager für Kopfgeldjäger zu absolvieren – zusammen mit ihren Schauspielkollegen Mickey Rourke und Edgar Ramirez. Und Keira hat ihre Sache gut gemacht, der Zuschauer nimmt ihr, trotz ihrer zierlichen Gestalt, die Rolle als gnadenlose Kopfgeldjägerin gerne ab. Für die Besetzung ihres Kollegen und Mentors Ed, einer Kopfgeldjägerlegende, griff Tony Scott auf Mickey Rourke (Sin City) zurück, den er bereits seit 25 Jahren gut kennt. "Er hat genau das richtige Alter. Er ist auf einem Motorrad und im Boxring großgeworden. Er hat die Welt der Drogen und die düsteren Seiten des Lebens erlebt. Alles in seiner Lebenserfahrung ergänzte die Rolle des Ed," So Scott. Kürzlich wurde Mickey Rourke auch zum "Man Of The Year" vom "Total Film Magazine" gewählt, da er dieses Jahr mit Sin City und jetzt mit Domino ohne Frage ein wirklich beeindruckendes Comeback feiert. Seine Rolle als Chef des Kopfgeldjäger-Trios hat er auf jeden Fall sehr gut und symphatisch rübergebracht. Der letzte im Trio ist der südamerikanische Schauspieler Edgar Ramirez als Dominos bester Freund Choco. Auch wenn er nicht sehr viele Dialoge im Film führt leistet er seine Arbeit gut und verleiht dem Film noch jede Menge an Coolness. Tony Scott sagt über Ramirez: "Es war reines Glück. Es ist mir gelungen eine fast psychotische Qualität aus Edgar herauszulocken. Dazu kommt, dass er sehr attraktiv ist, ein bisschen wie Jim Morrison oder Val Kilmer, und er ist schlau. Ich hatte einfach nur Glück ihn zu finden, weil es auf dem letzten Drücker passierte".In den Nebenrollen ist weiterhin noch Christopher Walken zu sehen, der mit Tony Scott schon an True Romance und Man on Fire zusammengearbeitet hat und in Domino einen durchgeknallter Tv-Produzenten spielt und wie immer sehr ausgezeichnet ist, und ausserdem Lucy Liu (3 Engel für Charlie) als harte FBI-Agentin, die in Domino aber ein wenig kurz kommt, da sich ihre Rolle lediglich auf ein Verhör beschränkt.
Domino verknüpft Action, Stil, ein wenig Humor und eine geschickt verpackte Geschichte zu einem gut gelungenen Ganzen. Gerade die Geschichte wurde wirklich hervorragend von Richard Kelly geschrieben, der schon in dem mittlerweile kultigen Donnie Darko grosse Arbeit geleistet hat. Und auch in Domino ist seine Handschrift zu erkennen, statt die Geschichte monoton zu erzählen, wurde sie wirklich gut und komplex verpackt, der Zuschauer wird oft durch die vielen Ereignisse und Wendungen in die Irre geführt.
Musikalisch trumpft Domino auch noch mal auf mit einem sehr gut gelungenen Soundtrack von Harry Gregson-Williams, der sich gut in die jeweiligen Szenen einfügt.
Fazit: Domino ist ein sehr gut gelungener Film der stilistisch einfach umwerfend ist und eine interessante Geschichte zu erzählen hat. Allerdings werden sich einige Zuschauer evtl. nicht mit dem ungewöhnlichen Stil und der Härte des Films anfreunden können – allen Anderen sei Domino aber wärmstens empfohlen
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Regisseur
Schauspieler
Keira Knightley, Mena Suvari, Christopher Walken, Lucy Liu, Mickey Rourke, Macy Gray, Jacqueline Bisset, Edgar Ramirez, Mo'Nique Imes-Jackson, Delroy Lindo
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mye / 10.12.2007 17:01:57
hat mich enttäuscht, weil ich wesentlich mehr erwartet habe/ sicher, der typische tony scott-look war vorhanden, seine handschrift klar erkennbar, aber storytechnisch war mir der film irgednwie zu "groß", FBI etc. das hat mich -warum auch immer- irgendwie gestört
3 Sternen
Gambit521 / 23.07.2008 05:06:34
Ja der Film hatte nichts aber wirklich gar nichts
nicht bewertet