Mirrors
Inhalt
Kiefer Sutherland gerät als Ex-Polizist Ben auf die Spur einer geheimnisvollen bösen Macht, die Spiegel als Tore zu unserer Welt benutzt.Ben Carson (Kiefer Sutherland) muss den Polizeidienst quittieren und in einem verfallenen New Yorker Kaufhaus als Nachtwächter arbeiten. Auf seinen Rundgängen durch die finsteren Hallen und Gänge reflektieren gewaltige Zierspiegel düstere Bilder der Vergangenheit. Sind die geisterhaften Erscheinungen nur Hirngespinste? Schon bald sieht sich Carson einer teuflischen Macht gegenüber, die über Spiegel in unsere Welt tritt und das Leben seiner Frau und Kinder bedroht. Carson muss sich dem schaurigen Geheimnis hinter den Spiegeln stellen, aber die Wahrheit wird ihn bis ins Mark erschüttern.
Kritik
Auch wenn Alexandre Aja noch nicht viele Filme gedreht hat, einen Namen im Horrorgenre hat er sich auf jeden Fall schon gemacht. Mit seinem verdammt harten Horror-Slasher "High Tension" beispielsweise begeisterte er 2003, trotz zahlreicher Logikfehler in der Story, schnell die Horrorgemeinde. 2006 toppte er dies mit seinem Remake zu "The Hills Have Eyes" locker, denn der Film war wohl einer der besten Horrorfilme der letzten Zeit. Nun sind die Erwartungen recht hoch an Aja, der sich jetzt an das Remake des asiatischen Horrorfilms "Into the Mirror" gemacht hat, der nun den Titel "Mirriors" trägt."Mirrors" handelt, wie der Name schon sagt, von Spiegeln und dem Bösen, das sich dahinter verbirgt. Als Setting wurde ein großes abgebranntes Kaufhaus gewählt, in dem sich der Hauptdarsteller Kiefer Sutherland größtenteils aufhält. Hier muß man dem Film einen großen Pluspunkt zusprechen, denn der Drehort sieht düster und furchteinflößend aus und erzeugt eine verdammt beklemmende Atmosphäre. Außerdem sind dort überall Spiegel (oder sich spiegelnde Objekte) verteilt, von dem stets die Gefahr ausgeht, so dass man sich als Zuschauer irgendwann dabei erwischt, wie man die Leinwand nur noch nach spiegelnden Gegenständen absucht. Die Horrorszenen sind dabei eindrucksvoll in Szene gesetzt und die Palette reicht dabei von gut gesetzten Schockern, einem stetigen Angstgefühl bis hin zu abstoßenden verstörenden Bildern. Vor allem eine Szene in einer Badewanne wird wohl jedem Zuschauer im Gedächnis bleiben, da sie zum einen verdammt hart, zum anderen aber auch wirklich abstoßend krank ist. Darauf sollte der Film aber stolz sein, denn nicht jeder Horrorfilm kann von sich behaupten, solche im Gedächtnis bleibenden Szenen zu haben.
"Ich suchte nach einem Projekt, das mir erlaubte, Angst in einer völlig neuen Form zu erforschen. Das Konzept war sehr originell und ich wollte eine Geschichte darum herum konstruieren, die die Zuschauer mit ihren Ängsten konfrontiert - auf eine Weise, die sie sich bisher nicht vorstellen konnten", sagt Aja.
Aja erweist sich somit also wieder einmal als ein hervorragender Regisseur im Horrorgenre. "Ich hoffe, dass dieser Film einen großen psychologischen Effekt auf die Zuschauer hat", sagt der Regisseur. "Ich möchte, dass sie am Ende sagen: ,Werde ich jemals wieder in einen Spiegel schauen können oder habe ich jetzt zuviel Angst davor?‘ Wenn sie das nächste Mal ihr Spiegelbild sehen, könnte es sein, dass sie das ungute Gefühl haben, nicht allein zu sein." Soweit so gut, doch leider hat "Mirrors" auch mit einem Problem zu kämpfen. Die Story wird im Laufe des Films nämlich leider ziemlich abgedreht und mündet in ein etwas lahmen Ende. Zwar ist nach dem Finale noch ein kleiner Twist vorhanden, dessen Idee ganz nett ist, doch das letzte Drittel des Films hätte man storytechnisch anders aufbauen und auflösen sollen. Aja selbst schrieb zusammen mit seinem Autoren-Partner Grégory Levasseur am Drehbuch, die zusammen auch schon an "High Tension" schrieben, dessen Story viele Fehler aufwies. Vielleicht sollte Aja in Zukunft einfach nur noch die Regie übernehmen (was er auf jeden Fall gut beherrscht) und das Drehbuch jemand anderem überlassen.
Darstellerisch trumpft "Mirrors" mit Kiefer Sutherland als Hauptdarsteller nochmals auf. Zwar hat man als "24" Zuschauer das Problem, in der Figur stets Jack Bauer aus der Serie zu sehen, da man ihn so am häufigsten gesehen hat und seine Rolle in "Mirrors " der aus der Serie leicht ähnelt in dem Punkt, dass der Darsteller stets an seine Grenzen getrieben wird und mit letzter Kraft agieren muß, doch dafür kann Sutherland nichts. Seinen Job macht er in jedem Fall mehr als gut und glaubwürdig. Sutherland betrat mit "Mirrors" auch gleich Neuland im Horrorgenre, war aber vom Drehbuch sofort begeistert: "Ich bin ein Spieler. Ich spiele gern Karten, ich wette darauf, welcher von zwei Hunden zuerst an einer Häuserecke ankommt... und ich hatte bei dem Gespräch mit Alex das sichere Gefühl, dass wir hier etwas ganz Besonderes zusammen schaffen können. Ich glaubte fest daran und ich bin sehr glücklich, dass mich mein Glaube nicht getäuscht hat. Horror ist ein Genre, das mich schon immer interessiert hat - aber was ich an dieser Geschichte besonders reizvoll fand, ist die Tatsache, dass es darin um eine Familie geht, die verzweifelt versucht, wieder zusammen zu finden. Es geht um eine zweite Chance. In dieser unfassbar drastischen Situation erkennt ein Mann sein wahres Selbst und findet wieder zu seiner Familie. Wenn die Dinge am schlechtesten stehen, kommt das Beste aus ihm hervor. Das übte eine große Anziehungskraft auf mich aus."
Fazit: "Mirrors" ist ein düsterer spannender Horrorfilm geworden, dem leider aufgrund seiner abgedrehten Story im letzten Drittel eine höhere Wertung verwehrt bleibt. Als Horrorfan lohnt sich der Film aber trotzdem allemal.
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Regisseur
Schauspieler
Kiefer Sutherland, Paula Patton, Cameron Boyce, Erica Gluck, Amy Smart, Jason Flemyng, Ezra Buzzington, Roz McCutcheon, William Meredith, Bart Sidles, Mary Beth Peil, Josh Cole



Dabbld / 30.09.2008 01:56:40
Och nö. "Mirrors" fand ich echt mal erbärmlich. Aja kann's doch wesentlich besser. Warum macht er sich dann an ein so inkonsistentes Remake. Und die beste Gore-Szene wird auch noch durch schlechte CGI versaut.
Als nächstes kommt das Piranha-Remake :(
Ich finde er sollte mal wieder was eigenes schaffen. "High Tension" ist und bleibt für mich sein bester Film.
2 Sternen
Jigsaw / 30.09.2008 07:52:06
Also ich hab Mirrors noch net gesehen aber einiges darüber gelesen und mich eigentlich darauf gefreut,aber wenn du sagt ist nicht so besonders,naja anschauen werd ich ihn trotzdem.Das ist immer so ein Ding,Aja hat mit High Tension die Messlatte natürlich auch für sich selbst sehr hoch gelegt und wird Qualitätsmäßig immer daran gemessen werden,letztendlich muß man aber davon ausgehen das nicht jeder Film von ihm so gut werden kann.
3 Sternen
OldSnake / 01.10.2008 11:54:16
Ich werde dir mir jetzt auch noch angucken. Danke für den Bericht.
nicht bewertet
borat1970 / 14.10.2008 01:42:46
High Tension war grandios!
The Hills have Eyes war sehr gut!
Mirrors ist leider nur Durchschnitt!
1 Sternen
Jigsaw / 30.10.2008 17:44:39
Also ist nicht über die durchschnittliche Horrorkost hinausgekommen,aber trotzden nicht so schlecht.
3 Sternen
matze / 01.11.2008 16:40:38
Nach The Hills Have Eyes, High Tension, der (scheinbar) spannenden Geschichte, K. Sutherland (mag ich ja) und den coolen Trailer dachte ich schon hier kommt ne riesengroße positive Filmüberraschung. Meine Vorfreude und Erwartungen waren jedenfalls gewaltig.
IMDb, zelluloid, moviereporter, ja eigentlich das ganze Internet ließen meine großen Hoffnungen dann ziemlich schnell im Keim ersticken. Durchschnitt bis allerhöchstens gut - na toll.
Davon musste ich mich aber natürlich auch persönlich überzeugen. Letztendlich war ich aber ziemlich enttäuscht. Wäre der Film wie aus dem nichts gekommen - na gut - aber so, wirklich so gut wie alles wurde schon im Trailer verbraten. Die Story war (selbst fürn Horrorfilm) nicht wirklich spannend. Es kam mir so vor, als ob ich ähnliches, schon viel zu oft gesehen habe. Abschließend bleibt mir zu sagen - das Badewannenmassaker war noch das Beste (davon hätte ich mir mehr gewünscht). Dank den gelungenen letzten 90sek gib ich gaaanz knappe 3Points.
3 Sternen
mye / 04.11.2008 01:25:36
hm, leider immer noch nicht gesehen, aber das werde ich natürlich noch nachholen... bin trotzdem gespannt und hoffe dann eben auf einen guten durchschnittshorrorfilm :)
nicht bewertet