My Name is Bruce
Inhalt
"Bruce Campbell is the greatest actor of his generation"Der vom Leben geplagte Schauspieler Bruce Campbell ist dabei, seiner Filmographie ein weiteres Highlight zu schenken. Während den Dreharbeiten zu „Cave Alien 2" wird der unverbesserliche B-Movie -Star von einem jungen Mann, womöglich der größte Bruce Campbell-Fan dieses Planeten (mal ganz abgesehen von diesem Rezensenten hier), entführt und in ein kleines Goldgräber-Kaff namens Goldlick verfrachtet. Was Bruce nicht wissen kann: dieser Junge, Kasey, hat zusammen mit ein paar Freunden einen alten chinesischen Gott aus seinem Tiefschlaf geweckt. Da dieser nicht gerade zimperlich mit den Menschen aus Goldlick umgeht und sie lieber enthauptet als ihnen einen schönen Tag zu wünschen, sieht Bruces Entführer nur eine Chance: Campbell muss sein Städtchen und deren Einwohner vor dem Übel bewahren. Mit soviel Erfahrung kann schließlich auch nicht jeder aufwarten. Bruce hat freilich schon mit genügend Gummimonstern gekämpft, um zu wissen, was er zu tun hat.
Kritik
My name is Bruce... und genau das ist der Film. Dieser Streifen ist zu 100% Bruce Campbell. Vorbei sind die Zeiten schmaler Cameos à la Spiderman. Der Film zeigt dem geneigten Fan genau das, was er sehen möchte: eine One-Man-Show eines der genialsten und witzigsten Gesichter des B-Genres. Genau da liegt dann aber auch das Problem des Films. Bruce Campbell-Fanboys werden sich köstlich amüsiert fühlen. Sie bekommen eine Menge Gags, die einfach nur zum Brüllen komisch sind. Es ist wunderbar zu sehen, wie Bruce sich selbst und seine „besten" Werke wie „Alien Apocalypse" demontiert und mal ordentlich vom Leder zieht. Grausige Gummimasken hier, eine Hand, die während den Dreharbeiten Bruce Schleim ins Gesicht schüttet, da. Auch Campbells Beziehung zu seinen Fans, die er im richtigen Leben sicherlich genauso hasst (zwinker), ist ausgesprochen fies und derbe ausgefallen. Da sollte man es sich als Rollstuhlfahrer doch lieber zweimal überlegen, ob man Bruce anquatscht. Hinzu kommen natürlich auch reichlich platte Gags, über die eigentlich jeder lachen kann.Insider werden aber einfach den meisten Spaß mit diesem Werk haben. Wenn Bruce zum Beispiel manisch lachend Schnaps aus einem Hundenapf säuft, hat der versierte Fan gleich die passende Szene aus „Evil Dead 2" vor Augen. Dies ist leider auch besagtes Problem. Jemand, der sich mit der Materie "Campbell" nicht so sehr beschäftigt hat, wird wohl nicht so begeistert von „My name is Bruce" sein. Aber da sich, in meinen Augen, eh nur richtige Campbell-Fans für diesen Flick interessieren werden, ist diese Tatsache eigentlich nicht weiter schlimm. Bruce versucht es in seiner Regiearbeit auch erst gar nicht, jene anderen Schichten anzusprechen. Vielmehr ist es ein Geschenk an den wahren Fan.
Bruces Schauspiel ist wie immer sehr amüsant und absolut auf den Punkt. Er spielt sich selbst, der Ash spielt, der wiederum Bruce Campbell spielt. Um es kurz zu machen: Bruce kehrt all seine besten Seiten nach außen. Er gibt ein wunderbar ekelhaftes wie chauvinistisches A****loch. Köstlich.
Der weitere Cast ist eher unbekannt und nicht weiter wichtig. Insider freuen sich über verschieden Gastauftritte von Ted Raimi, der wieder mal einen wunderbaren Leinwandtod sterben darf. Ellen Sandweiss (Evil Dead 1), Danny Hicks (Evil Dead 2) und Timothy Patrick Quill (Army of Darkness) geben je ein kleines Stelldichein. Der findige Geek kann des Weiteren auch einen Auftritt von Sam Raimi und Robert Tapert (Jugendfreunde von Bruce) ausmachen, jedoch in der Form eines Hundes. Erfrischend ist auch der Verzicht auf jedwede CGI. Was wohl eher am schmalen Budget als an den Idealen der Macher lag. Aber unser böser Gummi-Freund passt mit seinem starren Gesichtsausruck tausendmal besser in den Film als irgendeine Animation. Ein schlechtes Monster unterstreicht einfach noch einmal den schon eh nicht geringen Trash-Faktor.
Fazit: My name is Bruce ist ein klasse Film für Fans von Herrn Campbell und alle, die es noch werden wollen. Was ich leider sehr schade fand, war das Fehlen einer vollständigen Story. Gerade das Ende vermochte zu enttäuschen. Aber nichtsdestotrotz sollten alle, die etwas mit Mister Big Chin anfangen können, mal einen Blick riskieren. Diejenigen, die Bruce nicht so gut kennen, aber „Galaxy Quest" mochten, könnten sich auch gut unterhalten fühlen. Zu guter Letzt spreche ich Bruce, wie er sich hier darstellt, noch meinen vollen Respekt aus. Nicht viele würden sich trauen, sich als solches A****loch zu präsentieren.
Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Bruce Campbell, Adam Boyd, Mike Estes, Janelle Farber, Kieran Henthorn, Dan Hicks, Jeff Hunter, Michael Kallio, Dani Kelly, Duncan Key, Jeffrey Scott Kindred, Gary Kout, Ted Raimi, Ellen Sandweiss, Grace Thorsen, Mike Richardson



Dabbld / 29.08.2008 12:46:10
Bin sehr gespannt auf den Film. Aber ich will endlich EVIL DEAD 4 mit Bruce Campbell!!!
nicht bewertet