Verfasst von Sebastian Stumbek am 18.08.08 03:35:00 - 1 Kommentare

The Warlords

Tau ming chong

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (10): 4.1 / 6

Land China, Hong Kong

Genre Action, Drama, Historie

Laufzeit: 126

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: unbekannt
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  • The Warlords (Tau ming chong)
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Inhalt

Welcome to the battlefield!

Wütend über die mitleidlose Regentschaft seiner Befehlsgeber verbündet sich General Pang als letzter Überlebender seiner Armee mit den beiden Outlaws Zhao und Jiang. Doch der schon Jahrzehnte währende Kampf zwischen den Rebellen und der Qing-Dynastie hat das Land ausgezehrt. Bald tragen die Beutezüge der drei immer weniger Früchte und ihre Gefolgschaft ist am Verhungern. Da überredet der visionäre Pang seine kampferprobten Kameraden, der Armee beizutreten, um durch die Eroberung verfeindeter Fürstentümer dem eigenen Land wieder zu Ruhm und Reichtum zu verhelfen. Sein Plan geht auf. Binnen kürzester Zeit können die Warlords glorreiche Siege feiern. Doch Pangs allzu ehrgeiziges Blutvergießen und nicht zuletzt eine unglückliche Liebeskonstellation treiben einen Keil zwischen die Blutsbrüder. So nähert sich das Schicksal der drei Männer dem Kernsatz dieses wuchtigen Kampfschwert-Epos: Die Menschen wollen den Krieg und der Krieg will die Menschen.

Kritik

"The Warlords" von Peter Chan basiert auf den 1972 erschienenen Film "Blood Brothers" von Cheng Cheh. 8 Drehbuchautoren schrieben 4 Jahre lang an einem Drehbuch, vorerst mit der Absicht, ein Remake daraus zu schaffen, bis schließlich doch was anderes daraus wurde. So erinnert die Story zwar immernoch in ihren Zügen an das Original, doch wurde vieles verändert und epischer ausgebaut. Doch wen störts, wenn das Endprodukt dabei so gut geworden ist wie im Falle von The Warlords? Mit einem Budget von 40 Millionen Dollar wurde das Projekt realisiert, was für einen asiatischen Film nicht gerade wenig ist. Jet Li kassierte dabei stolze 13 Millionen Dollar, was für einen Darsteller eines chinesisch-sprachigen Films einen Rekord darstellt. Doch die Investition war es den Produzenten wert, denn mit einem international beliebten und bekannten Namen wie dem von Jet Li hatten sie die Garantie dafür, den Film auch international vermarkten zu können.

Jet Li zeigt in "The Warlords" einmal mehr, dass er neben seinen Kampfkünsten auch als Schauspieler durchaus überzeugen kann. So wird ihm während des ganzen Films immer wieder abverlangt, als moralisch fragwürdiger, dafür aber strategisch kampferfahrener General glaubwürdig aufzutreten, was er durch sein Schau- und Mimikspiel sehr gut hinbekommt. Action-Fans dürfen aber trotzdem aufatmen, denn Jet Li tritt in "The Warlords" nicht nur als Charakterdarsteller auf, sondern teilt auch mächtig Schläge aus. Aber nicht nur Jet Li kommt als bekannter Name in dem Film vor, mit Andy Lau und Takeshi Kaneshiro (beide hierzulande vielen sicherlich bekannt aus "House of Flying Daggers", in dem beide bereits gemeinsam vor der Kamera zu sehen waren) hat man noch zwei weitere hochkarätige Darsteller aus dem asiatischen Raum für den Film gewinnen können. Andy Lau's Rolle als einer der drei Geräle (neben Li und Kaneshiro) ist neben Li die wohl interessante Rolle. Zwischen ihm und Jet Li entstehen während der Geschichte immer mehr Differenzen durch verschiedene (moralische) Ansichten und einer gemeinsamen Liebe. Auch ihm wurde schauspielerisch eine Menge abverlangt, was Lau aber problemlos hinbekommt. Aber auch Kaneshiro darf man, trotz zurückhaltenderer Rolle, da er stets zwischen den beiden anderen steht, nicht ausser Acht lassen, denn auch er macht seine Sache sehr gut.

Die Story dreht sich stets um die drei Generäle, die vor allem aber eins sind: Blutsbrüder. Neben den Schlachten, die sie gemeinsam planen und gewinnen müßen, geht es stets darum, als Einheit zu bestehen und für die Anderen da zu sein. Wie bereits oben erwähnt kommt es im Laufe der Story zu Differenzen zwischen den Dreien, wodurch das Gerüst mehr und mehr einzubrechen droht. Dadurch wird die Geschichte im Verlauf immer dramatischer und emotionaler, was recht gut funktioniert. Trotz der Lauflänge von immerhin 126 Minuten wird der Film niemals langweilig und unterhält und packt bis zum Ende hin.

Wie der Titel es schon ankündigt, hat man neben der oben bereits beschriebenen interessanten Dreiecksbeziehung (bzw. Vierecksbeziehung, da eine Frau, gespielt von Jinglei Xu, auch eine entscheidende Rolle spielt) natürlich auch den Krieg. Und davon gibt es in "The Warlords" jede Menge. Die Schlachten sind sehr groß ausgelegt, optisch wunderschön gefilmt, sowohl wenn die Kamera das Geschehen aus der Ferne zeigt, als auch wenn man die einzelnen Charaktere mitten im Kampf sieht, und sehr gut choreographiert. Zimperlich geht man dabei nicht vor, es fliegen haufenweise abgedrennte Gliedmaßen durch die Luft, Menschen werden von Kanonengugeln zerfetzt und jede zweite Kehle wird hier durchgeschnitten. Krieg ist aber nunmal brutal, also wieso sollte man auf den Realismus verzichten und das nicht deutlich zeigen? Jet Li lässt seine Martial-Arts Künste hierbei zwar nicht wirklich spielen, wie man es aus Filmen wie "Fearless" kennt, kämpft sich aber mit seiner Lanze oder sonstigen Waffen eindrucksvoll durch die Schlachten.

Fazit: "The Warlords" ist ein optisch eindrucksvoller Film, der durch seine vielen schönen Schlachtszenen und seine interessanten Charakterbeziehungen (zwischen großartigen Darstellern) begeistert und bis zum Ende hin gut zu unterhalten weiß.

Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare

  1. ThorriZ

    ThorriZ / 18.08.2008 23:29:42

    das klingt nach nem film, der ganz nach meinem geschmack ist:). hoffe der wird auch regulär im kino gezeigt.


    nicht bewertet


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