Verfasst von André Gabriel am 19.08.08 02:20:00 - 1 Kommentare

Lady Blood

Moviereporter-Bewertung:
  • 2.0/6 Sterne.
Leserwertung (25): 3.36 / 6

Land Frankreich

Genre Horror

Laufzeit: 90

Jahr 2008

Webseite
Trailer

Kinostart: unbekannt
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  • Lady Blood

Inhalt

Das Sequel zu Baby Blood

Yanka, die als junge Frau einst Schreckliches durchmachen musste, hat ihr Leben inzwischen im Griff: Sie ist verheiratet, hat eine süße Tochter und arbeitet als Polizistin. Die dunklen Schatten ihrer Jugend scheinen überwunden. Doch plötzlich passiert Merkwürdiges in der Stadt. Eine übel zugerichtete Leiche nach der anderen wird aufgefunden, und während alle Welt an das Werk eines wahnsinnigen Serienmörders glaubt, hat Yanka einen schrecklichen Verdacht: Die Dämonen ihrer Vergangenheit sind zurückgekehrt, um sie zu jagen.

Kritik

In einer Pressemitteilung heißt es: mit Lady Blood schuf Regisseur Jean-Marc Vincent das lang erhoffte Sequel zu einem der ersten französischen Splatterfilme überhaupt. Im Jahr 1990 definierte Alain Robaks randalierender Alien-Schocker Baby Blood das Genre völlig neu und darf deshalb als Urahn der aktuellen Schockwelle aus Frankreich bezeichnet werden. Im Bewusstsein dieser Tradition fährt Lady Blood die Blutkanone auf und entfesselt ein Gore-Gewitter, das den Zuschauer 90 Minuten nicht zur Ruhe kommen lässt. Genau das stimmt erstmal nicht. Sicher fließt ein wenig Blut und die eine oder andere Gore-Szene hat der Film auch zu bieten. Dabei denke ich vor allem an Finger, die mit einer Kreissäge abgeschnitten werden und einen Unterkiefer, der komplett herausgerissen wird und dann nur noch unbeholfen an irgendwelchen letzten Fäden hängt. Aber "Blutkanone" und "Gore-Gewitter" sind allemal zu viel des Guten und verführen den ausgesprochenen Splatterfan zu einem Film, der dann nicht das hält, was er verspricht.

Was zunächst einmal auffällt und dann auch im Hinterkopf haften bleibt, ist die unkonventionelle Inszenierung von Lady Blood. Zuweilen kam es mir vor, als wollte Regisseur Jean-Marc Vincent ein kleines und zum Teil zumindest gorelastiges Kunstwerk drehen. Als hätte er versucht, kaum vorhandene Story und ein Genre, das nicht selten mit einem kritischen oder belächelnden Auge betrachtet wird, in ein aus Blut gemaltes Gemälde zu verwandeln und daraus so etwas wie Kunst zu machen, statt den gewöhnlichen Weg der Inszenierung zu gehen. Sich von Genrekollegen abheben, ist ja ein Vorhaben, dass zunächst einmal weder uninteressant noch eine schlechte Idee ist. Aber hier will der Funke nicht überspringen. Ab und an denkt man: in Ordnung, das war jetzt eine nette Idee... so oder so ähnlich habe ich es noch nicht gesehen... das hätte man auch anders machen können, aber warum nicht. Doch am Ende bleibt nicht das Gefühl über, man hat gerade die Offenbarung eines unkonventionell bebilderten Films gesehen. Eher noch wirkt Lady Blood dadurch ein wenig over the top. Oder will man damit nur überspielen, dass der Film eigentlich keine Story hat?

Langeweile ist wohl der Todfeind eines jeden Films... der Bösewicht Nummer eins sozusagen. Nicht, dass Lady Blood langweilig ist, aber es schleichen sich etwaige Längen ein und das reicht ja schon. Dazu kommt oder damit einher geht die Tatsache, dass der Film keine wirkliche Geschichte erzählt. Ich habe Baby Blood leider bisher nicht gesehen, habe allerdings mitnichten den Eindruck, dass das storytechnisch wichtig wäre. Die Zusammenhänge, wenn man denn vorher nichts über die Inhalte gelesen hat, erschließen sich während des Films. Denn im Grunde genommen gibt es da ja kaum etwas zu erschließen. Das Etwas, das im ersten Teil geboren wurde, ist zurück gekehrt. Dass etwas zurückkehrt, passiert in jeder zweiten Horrorfilmfortsetzung und manifestiert sich ja auch meist schon im Titel. Lady Blood lässt das Böse also auch zurück kehren und sich auf die Suche nach Yanka machen, der Hauptfigur aus dem Vorgänger. Die kriminalistisch angelegte Nebenstory im Sequel ist nicht erwähnenswert. Übrig bleibt neben dem faden Beigeschmack die Erkenntnis, dass es tatsächlich nur darum geht: die Rückkehr und die Suche. Was auch das Ende schließlich zeigt, das durchaus mit einer gewissen Dramatik bestückt ist, aber nicht überzeugen kann, da auch im oder nach dem Finale rein storytechnisch nicht Außergewöhnliches geschieht. Gut, ganz am Ende, in der letzten Einstellung, die dann zumindest rein inszenatorisch überzeugt, wird ein weiterer Teil angekündigt, könnte man meinen, aber das zieht weder den bekannten Karren aus dem Dreck noch macht es Lust auf einen dritten Film dieser Reihe, sollte der denn wirklich kommen.

Fazit: mich konnte der Film nicht unterhalten. Da empfehle ich aus Frankreich zum Beispiel eher den gerade erst kürzlich gesehenen und für gut befundenen Blutstreifen Inside. Einen Extrapunkt gibt es noch für die ja wenigstens zum Teil gelungene Regiearbeit. Allerdings würde mich jetzt schon interessieren, ob es ein explizites Anliegen des Films war, einer äußerst hohlen Hülle durch eine hochgestochene Inszenierung wieder so viel Fülle zu verabreichen, dass ein grundlegend eher belangloser Film dadurch wieder an Qualität gewinnt. Nun, selbst wenn, dann ist der Versuch ja eh gescheitert.

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  1. borat1970

    borat1970 / 14.10.2008 01:39:42

    Ich habe mich so gefreut auf diesen Film,weil ich den ersten Teil "Baby Blood" kenne und gut finde,aber leider ist "Lady Blood" ein sehr schlechter Film geworden.Miese Story,schlechte Schauspieler,keine Spannung,nur ein paar harte Splattereffekte(sehr hart) und das wars.Billiger Schund aus Frankreich,schade,schade........


    1 Sternen


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