Verfasst von André Gabriel am 16.08.08 21:33:00 - 3 Kommentare

Jack Brooks: Monster Slayer

Moviereporter-Bewertung:
  • 2.5/6 Sterne.
Leserwertung (28): 2.17 / 6

Land Kanada

Genre Horror, Komödie

Laufzeit: 90

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: unbekannt
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  • Jack Brooks: Monster Slayer
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Inhalt

Robert Englund, bestens bekannt als Freddy aus A Nightmare On Elm Street, jetzt in Jack Brooks: Monster Slayer

Es ist noch kein Monsterkiller vom Himmel gefallen. Und weil die Ausrottung bedrohlicher Kreaturen noch kein anerkannter Ausbildungsberuf ist, kann der Weg zur Meisterschaft so verschlungen und voller Tücken sein wie die Wasserleitungen in einem uralten, abgelegenen Haus. Dorthin bestellt der Chemielehrer Crowley den jungen Klempner Jack, um mal einen Blick auf seinen Boiler zu werfen. Doch verstopfte Rohre und klemmende Schrauben sind bald die kleinsten Probleme des Handwerkers. Neben seinem Aggressionskontrollsyndrom, einem Kindheitstrauma und dem dazugehörigen ratlosen Therapeuten ist er neuerdings auch konfrontiert mit einem fleischeslustigen Professor, einem alten Dämon (einer Kreuzung aus Jabba-the-Hutt und Tintenfisch) und einer ganzen Horde junger, Amok laufender Zombiemonster.

Kritik

Stellt euch folgendes Szenario vor: Robert Englund, der mit jedem Film zu meinem persönlichen Godfather of Horror avanciert, spielt einen Chemieprofessor, der sich allmählich in ein riesiges fettes und vor allem widerliches Monster verwandelt, das wiederum Teenies in zombieähnliche Monster verwandelt, die wiederum von einem jungen Klempner, dessen Familie einst von einem Monster getötet wurde, reihenweise abgeschlachtet werden, um das Kindheitstrauma (Tod seiner Eltern und seiner kleinen Schwester) zu verarbeiten und auch gewissermaßen den Sinn, die Aufgabe seines Lebens zu finden. All das wird abgerundet durch genial witzige Charaktere, die immer einen guten Spruch auf den Lippen haben oder aber durch ihre spezielle Art, wie auch immer diese aussieht, überzeugen. Hinzu kommt eine Story, die nicht das Prädikat bahnbrechend, aber ebenso wenig voll in die Hose gegangen erhält. Und zwischendrin gibt es natürlich jede Menge Splatter, klar wir haben es ja immerhin mit einem Monsterfilm zu tun und ein Film, in dessen Titel Slayer vorkommt, kann ja nur extrem gut sein, was letztlich in ein (fast) alles vernichtendes Massakerfinale mündet. So hätte der Film sein können und so wäre er wohl in etwa geworden, wenn ich ihn gedreht hätte, was sich jetzt primär auf den für mich wichtigsten Aspekt eines solchen Films und auch gleichzeitig auf meinen größten Kritikpunkt hinsichtlich Jack Brooks: Monster Slayer bezieht: der Splatter... ausgeweidet werde sein Name, seine Blutfontäne komme, sein Massaker geschehe, auf der Leinwand und nochmals auf der Leinwand. Unser täglich Blut gib uns heute. Und vergib uns unsere Würgegeräusche... und so weiter, naja ihr wisst schon. Denn ich sage es ganz ehrlich: wenn ich mir solch einen Film ansehe, und ich liebe solche Filme, will ich im übertragenen Sinne mit Gedärmen behangen aus dem Kinosaal wanken.

Nach dieser Ode an den Splatter aber rein in den Film. Es gibt ja auch positive Aspekte und all diesen Aspekten voran nenne ich -mal wieder, denn bei Zombie Strippers habe ich es auch getan- Robert Englund. Was Englund aus seinen Rollen macht, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Ob in 2001 Maniacs als Mayor Buckman oder eben in Zombie Strippers als Stripbarbesitzer, um nur zwei neuere Filme mit ihm zu nennen. Und genauso verhält es sich auch in Monster Slayer, denn Englund trägt den Film eine ganze Zeit lang beinahe alleine. Sicher, auch Hauptfigur Jack kommt nicht selten ganz gut rüber, was wohl zum einen an seinem lebensverneinenden Charakter liegt, der ihn ab und an zu recht witzigen Wutausbrüchen verleitet, zum anderen aber auch an Darsteller Trevor Matthews, der die Rolle gut spielt. Doch Englund ist eben noch eine andere Liga und kann demnach auch die meisten Lacher ernten, erst recht, wenn er dann als Professor "infiziert" ist, trotzdem aber noch in die Vorlesungen geht.

Das Drehbuch ist schwach. Weil es allzu langsam auf ein Finale hinarbeitet, das dann nicht überzeugen kann. Der Film hat den Titel "Monster Slayer" nicht verdient, denn Monster werden erst in den gefühlten letzten fünf Minuten geslasht. Und das auch noch unzureichend. Nein ehrlich, da kommt dann am Ende so etwas wie Splatter auf, wobei dieser Begriff hier eigentlich keine Verwendung finden sollte, und dann ist das Ganze aber auch schon viel zu schnell wieder vorbei. Der Hauptteil des Films erzählt die Geschichte hin zum "Endmassaker" (ich muss hier allerhand in Ausrufezeichen setzen) oder sagen wir besser schlicht Finale, um dann in wenigen Szenen nicht allzu gekonnt zu zeigen, warum der Film Monster Slayer heißen könnte: ganz ehrlich, das geht nicht.

Ganz gut ist die Atmosphäre, denn man hat sich nicht nur alle Mühe gegeben, den Film in alter Tradition zu gestalten und vor allem dahingehend den Inhalt zu konzipieren, sondern bedient auch bewusst alle möglichen kitschigen Klischees, was in der abschließenden Kussszene dann auf die Spitze getrieben wird. So wirkt der Film zum Teil wie eine Hommage, noch mehr aber wie eine Parodie und das wiederum ist ein Kritikpunkt meinerseits. Da hat es Slither besser gemacht, an den ich während des Films einige Male denken musste.

Fazit: hier wurde eindeutig zu wenig aus vorhandenen Mitteln gemacht oder sind den Filmemachern einfach die Blutkonserven ausgegangen? Wenn man zum Teil so gute Masken und eine anständige Story hat, dann sollte man den Weg auch konsequent weiter gehen und nicht am Freigabe 16-Schild abbiegen (nicht falsch verstehen, der Film wird keine Jugendfreigabe haben, aber er könnte wirklich auch als 16er-Film durchgehen, weil der Comedyteil viel zu allumfassend ist). Der Film hat ordentlich Potenzial und es ist schlichtweg ärgerlich, dass es nicht ausgenutzt wurde, denn Monster Slayer hätte auch ein richtig guter Trash-Horrorfilm werden können.

Jetzt kommentieren? / 3 Kommentare

  1. Dabbld

    Dabbld / 18.08.2008 01:01:54

    Nach dem positiven Review auf bloody-disgusting.com (4/5 Punkten) hatte ich mich bereits auf den Film gefreut. Vielleicht zu früh?

    Bin jedenfalls etwas skeptisch jetzt, aber selber angucken geht über studieren... oder wie war der Spruch?


    nicht bewertet

  2. OldSnake

    OldSnake / 18.08.2008 19:50:16

    klingt ja ein wenig ernüchternd. Werde mir den aber trotzdem gerne mal angucken.


    nicht bewertet

  3. mye

    mye / 18.08.2008 19:51:56

    ja macht das auch ruhig, kann ja gut sein, dass er euch gefällt, bin mal gespannt :)


    3 Sternen


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