Taste the Blood of Dracula
Inhalt
Christopher Lee im Technicolor-Print Taste the Blood of DraculaIn einer blutigen Zeremonie wird der Graf von drei alten Herren der besseren Gesellschaft, die mit ihrer Zeit nicht mehr viel anzufangen wissen, zum Leben erweckt. Unter Langeweile leiden diese gewiss nicht mehr, als der Herrscher der Finsternis ihre Söhne und Töchter zu seinen Verbündeten macht.
Kritik
Im Vergleich zum 1960er-Film The City of the Dead muss man in Sachen Atmosphäre leider schon wieder einiges einbüßen. Der Film kommt schon wesentlich aufwendiger daher, man merkt den Zeitsprung von einem Jahrzehnt also nicht nur in der Tatsache, dass die Bilder farblich sind. Das raubt dem Film diese wichtige Subtilität, zu viel Drumherum, zu viel Schnickschnack zerstört die Atmosphäre einfach. Zumal man schon mit diversen Effekten arbeitet, die der Zeit entsprechend sicher nicht schlecht sind, aber in Anbetracht des heutigen Standards störend wirken. Man kann es eben doch nicht vollkommen abstellen, das Zeitgefühl. Und man weiß zu jeder Filmminute, was heute in Sachen CGI oder auch in Sachen "normaler, hausgemachter Spezial-Effekte" machbar ist. Dementsprechend erscheinen die damaligen Versuche automatisch nicht allzu schön.Die Geschichte ist an sich ja ganz witzig: drei alternde Herren aus der Oberschicht sind es leid, ihrem geregelten Leben nur durch den monatlichen Bordellbesuch etwas Abwechslung zu verschaffen und wollen schlichtweg mehr... etwas neues. Warum also nicht in einer dunklen Zeremonie den Grafen Dracula höchstpersönlich erwecken? Könnte ja lustig sein. Nun ja, während der Zeremonie läuft dann so einiges schief und der wieder erwachte Graf möchte sich im Verlauf des Films an den drei Herren rächen, weil er sie für den Tod seines treuesten Dieners verantwortlich macht. Hat er einen von ihnen getötet, kommentiert er das gewitzt in einer Nahaufnahme mit "Der Erste" und so weiter. Das wirkt überaus lächerlich, aber passt irgendwie zum Gesamteindruck von Taste the Blood of Dracula, der generell wie eine Grusel-Komödie daherkommt. Ich frage mich allerdings ernsthaft, ob das auch die Intention der Filmemacher damals war.
Wieder erleben wir einen wesentlich jüngeren Saruman beziehungsweise Christopher Lee, diesmal in der Hauptrolle als Dracula. Er passt gut in das Gewand, mehr fällt mir als Beurteilung nicht ein, denn er spielt den Dracula in keiner Weise originell oder bahnbrechend. Die Rolle des Blutsaugers hat er übrigens auch schon wesentlich früher in Dracula (1958) gespielt.
Fazit: der Film kann unterhalten und mehr nicht. Und da der Film ja auch nicht mehr als unterhalten soll, kann man ihn sich ruhig mal anschauen. Hätte ich mich zusätzlich ab und an mal gegruselt oder erschrocken, dann wäre auch eine bessere Bewertung heraus gesprungen. Es gibt also definitiv bessere Draculafilme, allen voran der meiner Ansicht nach beste Vertreter Bram Stoker's Dracula (1992) unter der Regie von Francis Ford Coppola.
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Regisseur
Schauspieler
Christopher Lee, Geoffrey Keen, Gwen Watford, Linda Hayden, Peter Sallis, Anthony Higgins, Isla Blair, John Carson, Martin Jarvis



Steffen / 21.08.2008 19:04:16
Du bist einfach schon zu sehr abgehärtet. In den 70ern hättest du dich unterm Kinosessel verkrochen ;-)
nicht bewertet
mye / 21.08.2008 21:09:12
haha wahrscheinlich hast du recht... kennst du den film?
3 Sternen
Jigsaw / 10.09.2008 10:42:06
Ich mag die alten Schinken,habe viele von den alten Hammer Filmen mit Lee und Cushing.Diese Filme wenn auch im vergleich zu heute recht unspektakulär konnten meißtens durch ihre detailreichen Kulissen und ihre zum teil morbide Atmosphäre glänzen und sind es wert immer mal wieder rein zu schauen
nicht bewertet
mye / 10.09.2008 13:02:02
stimme ich dir zu Jigsaw... hast du auch diesen hier gesehen?
3 Sternen