Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche
Tim Burton's Corpse Bride
Inhalt
Mit 'Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche' führt Tim Burton die düster-romantische Tradition seiner Klassiker 'Edward mit den Scherenhänden' und 'The Nightmare Before Christmas' fort.Die Handlung dieses Puppentrickfilms spielt in einem europäischen Dorf des 19. Jahrhunderts: Der junge Victor (im Original gesprochen von JOHNNY DEPP) wird in die Unterwelt entführt und mit einer geheimnisvollen Leichenbraut (gesprochen von HELENA BONHAM CARTER) vermählt, während seine eigentliche Braut Victoria (gesprochen von EMILY WATSON) einsam in der Welt der Lebenden zurückbleibt. Zwar geht es im Totenreich sehr viel abwechslungsreicher zu als in Victors streng viktorianischer Heimat, doch bald spürt er, dass ihn weder diese noch die nächste Welt davon abhalten können, zu seiner wahren Liebe zurückzukehren.
Kritik
Regisseur Tim Burton ist ein Meister seines Fachs, wenn es darum geht, skurile, düstere, abgedrehte, stimmungsvolle, fantastische Welten zu erschaffen, welche dann auch von ebenso skurilen, makabren und schrulligen Charakteren bewohnt werden. Mit Filmen wie "Edward mit den Scherenhänden", "Beetlejuice", "The Nightmare Before Christmas", "Sleepy Hollow", "Batman", "Ed Wood" und zuletzt "Charlie und die Schokoladenfabrik" hat er einen unverkennbaren Stil entwickelt. Und so setzt er mit seinem aktuellen Stop-Motion-Animations-Film "The Corpse Bride" seinen Stil konsequent fort.Die Geschichte von der Leichenbraut und ihrem unglücklichen Bräutigam, den sie am Vorabend seiner irdischen Hochzeit in die Unterwelt entführt, entstammt einem russischen Volksmärchen, das von der versehentlichen Vermählung eines glücklosen Mannes mit einer Toten erzählt. Während die Welt der Lebenden von aristokratischen Snobs und unter der eisernen Hand der Kirche regiert wird, geht es im Reich der Toten viel bunter und herzlicher zu, denn alle brennen ja darauf endlich zu sterben und hierhin zu gelangen. Da hätten wir dann tanzende Skelette, welche einen wirklich genialen Song performen, Bars, die immer geöffnet sind, und alle Toten sind eine große herzliche Familie, sie haben ja auch nichts weiter zu verlieren.
Das Ganze wurde natürlich durch die Stop-Motion-Technik (Puppen-Theater) sehr liebevoll und in Kleinstarbeit auf die Leinwand gebracht. Der Film ist mit 77 min recht kurz geraten, aber dafür wurden ein paar nette Ideen eingebaut, wie z.B. die Gesangseinlagen. Manchen werden die Songs in so einem Film nicht zusagen, schließlich ist es ja kein Disney-Kinderfilm, aber sie tragen doch schon zur Gesamtstimmung positiv bei. Es handelt sich aber dennoch um einen Familien-Film.
Man sollte sich den Film wenn möglich im Original anschauen, da die Stimmen von Johnny Depp oder Christopher Lee sehr zur Atmosphäre beitragen.
Fazit:
Eine skurile, makabre aber schöne Geschichte um zwei Liebende, die Buchstäblich durch den Tod getrennt werden. Ein Film für die ganze Familie und nicht nur für Burton-Fans.
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Regisseur
Schauspieler
Johnny Depp, Emily Watson, Helena Bonham Carter, Albert Finney, Richard E. Grant, Christopher Lee, Joanna Lumley
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Veremar / 01.01.2008 21:26:06
Wieder ein sehr guter Film von Tim Burton, einfach eine schöne, etwas verrückte, Geschichte.
3 Sternen