Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Indiana Jones and the Last Crusade
Inhalt
Im dritten Teil der Filmreihe kämpft Indiana Jones gegen einen altbekannten Gegner, denn die Nazis sind auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Unterstützung erhält er dieses Mal von seinem Vater. Wird es ihnen gelingen die Schurken gemeinsam zu stoppen?Gerade erst hat er das Kreuz von Coronado für die Nachwelt gesichert und schon stolpert Indiana Jones (Harrison Ford) in sein nächstes Abenteuer. Von dem Kunstliebhaber Walter Donovan (Julian Glover) erfährt er, dass sein Vater Professor Henry Jones (Sean Connery) bei der Suche nach dem Heiligen Gral spurlos verschwunden ist.
Indy begibt sich gemeinsam mit Museumsdirektor Dr. Marcus Brody (Denholm Elliott) nach Venedig, wo die Spur von Professor Jones endet. Dort trifft er auf dessen Assistentin, die hübsche österreichische Gelehrte Dr. Elsa Schneider (Alison Doody). Von ihr erfährt er, dass sein Vater gerade dabei war eine Spur in der Bibliothek von Venedig zu verfolgen. Mit Hilfe des Gralstagebuches seines Vaters entdeckt Indy den Zugang zu einer unterirdischen Grabkammer. Dort spürt er einen weiteren Hinweis auf den Gral auf.
Wieder ans Tageslicht zurückgekehrt werden Indy und Dr. Schneider von Mitgliedern der Bruderschaft vom Schwert des Heiligen Kreuzes attackiert. Von einem der Angreifer erfährt Indiana, dass sein Vater von den Nazis entführt wurde und auf Schloss Brunwald an der deutsch-österreichischen Grenze festgehalten wird. Prompt macht er sich auf den Weg um ihn aus den Händen der Schergen zu befreien. Doch bei seinem Versuch wird er von Mitgliedern aus den eigenen Reihen verraten und ebenfalls gefangen genommen. Jedoch gelingt ihm gemeinsam mit seinem Vater die Flucht, doch das ist erst der Anfang einer abenteuerlichen Jagd nach dem Heiligen Gral - eine Jagd, bei der es nur einen Sieger gibt...
Kritik
Indiana Jones ist zurück und Harrison Ford lässt in seiner Paraderolle ein weiteres Mal die Peitsche knallen. Nachdem er den Nazis die Bundeslade abgejagt und die heiligen Sankara -Steine den Händen der Thugs entrissen hat, bekommt er es im dritten und vorerst letzten Teil der überaus erfolgreichen Filmreihe wieder mit seinen altbekannten Gegnern zu tun - den Nazis und diesmal begegnet er sogar dem Führer höchstpersönlich. Längst dem Größenwahn verfallen lässt Adolf Hitler nach allen okkulten Gegenständen suchen, die es gibt und der Heilige Gral, das Symbol des Christentums schlechthin steht auf seiner Liste ganz weit oben - wird dem Kelch Christie doch nachgesagt ewiges Leben zu verleihen. Professor Dr. Henry Jones Senior ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Gralssuche und von den Nazis gefangen genommen. Dies ruft seinen Sohn Indiana auf den Plan der zu seiner Rettung eilt und sich schließlich widerwillig mit seinem Vater auf die Suche nach dem Heiligen Gral begibt. Die Jagd zu Wasser, zu Lande und auch in der Luft führt über Venedig und Österreich bis hinein in die Höhle des Löwen, mitten ins Herz des Deutschen Reiches und endet schließlich im Staat Hatay auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Dabei werden Jones Junior und Senior stets von den Nazis verfolgt und ihr Widersacher Walter Donovan scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Die Finale Szene des Films wurde im Übrigen in der legendären Felsenstadt Petra in Jordanien in Szene gesetzt.Diese action-geladene Story paart Regisseur Steven Spielberg, der auch für den dritten Film höchstpersönlich auf dem Regiestuhl Platz nahm, gekonnt mit einem amüsanten Vater-Sohn-Konflikt, der die menschliche Seite von Indiana Jones, der wie der Zuschauer in diesem Teil erstmals erfährt eigentlich Henry Jones Junior heißt, näher beleuchtet. Besonders Sean Connery glänzt hierbei in der Rolle von Professor Henry Jones Senior. Mit einer selbstironischen, teilweise tollpatschig wirkenden und doch überaus intelligenten Art sorgt die schottische Leinwandlegende mit viel Understatement für kurzweilige Unterhaltung. Unvergessen ist sicherlich die Szene, in der er mit einem Regenschirm einen Schwarm Vögel aufscheucht und so ein Kampfflugzeug unschädlich macht. Zudem könnte die Chemie zwischen Ford und Connery nicht besser sein - die beiden harmonieren einfach perfekt miteinander, jedenfalls als Schauspieler, so dass es einfach Spaß macht ihnen zuzuschauen. Die von ihnen dargestellten Figuren haben hingegen einige ungeklärte Konflikte auszuräumen, denn Indiana kämpft seit jeher um die Anerkennung seines Vaters. Urkomisch sind auch die Szenen in denen Connery und Denholm Elliott alias Dr. Marcus Brody zusammenwirken.
Widersacher der Jones Familie ist der Antiquitätensammler Walter Donovan, der von dem britischen Schauspieler Julian Glover verkörpert wird. Donovan ist wie Jones Sr. Ein passionierter Anhänger der Gralslehre und will den Kelch um jeden Preis in seine Hände bekommen. Um endlich an sein Ziel zu kommen verkauft er sich sogar an die Nazis.
Natürlich darf wie in allen "Indiana Jones" Filmen auch eine Frau nicht fehlen. Diesmal ist das Ex-Bond-Girl ("Im Angesicht des Todes") Alison Doody mit von der Partie. Sie mimt die österreichische Gralstheoretikerin Dr. Elsa Schneider, die Jones Junior und Senior um den Finger wickelt - doch auch sie paktiert insgeheim mit den Nazis.
In der Auftaktsequenz schlüpft der leider mittlerweile verstorbene River Phoenix in die Rolle des jungen Indiana Jones - eine Rolle, die seiner Karriere einen großen Schub verlieh. Er wurde von Ford höchstpersönlich dafür vorgeschlagen. In dieser Sequenz erfährt man unter anderem wieso Indy panische Angst vor Schlangen hat. In einer weiteren Nebenrolle ist zudem John Rhys-Davies zu sehen, der, wie schon im ersten "Indiana Jones" Film, erneut in die Rolle von Indys Freund und Helfer Sallah schlüpft.
Neben den vielen spektakulären Actionsequenzen und Explosionen weist der Film noch eine Besonderheit auf, denn die Sterbeszene von Donovan, in der dieser rapide altert und schließlich zu Staub zerfällt, ist die erste Szene in einem Film die komplett digital entstanden ist. Hierfür scannte die Effekteschmiede ILM Aufnahmen von Julian Glover, die ihn mit Hilfe von Make-Up in verschiedenen Phasen seines Verfalls zeigen, und fügten sie später digital zusammen.
Mit einem Budget von 48 Millionen US-Dollar war "Indiana Jones and the Last Crusade" der mit Abstand teuerste Film der Trilogie. Allerdings spielte er weltweit auch mehr als 474 Millionen US-Dollar ein, wodurch er zum erfolgreichsten Film im Jahr 1989 avancierte. Neben Regisseur Steven Spielberg zeichnet natürlich auch wieder Produzent George Lucas für den großen Erfolg verantwortlich, denn neben der Produktion arbeitete er gemeinsam mit Spielberg auch die Story des dritten Films aus. Bei der Oscarverleihung 1990 erhielt der Film den begehrten Goldjungen in der Kategorie "bester Tonschnitt". Eine Oscarnominierung gab es in der Kategorie "Tonschnitt". Zudem wurde ein weiterer Erfolgsgarant und Altbekannter im "Indiana Jones" Team mit einer seiner unzähligen Oscarnominierungen bedacht - die Rede ist von Komponist John Williams. Er verzaubert nicht nur mit den bekannten Indiana Jones Klängen einmal mehr den Zuschauer mit seiner Musik.
Fazit: In meinen Augen ist "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" der beste Teil der Filmreihe und einer der besten Abenteuerfilme aller Zeiten. Das Duo Connery-Ford ist einfach kongenial. Zudem bietet der Film eine action-geladene und spannende Story mit einer hervorragenden musikalischen Untermalung. Filmherz was willst du mehr? Der vorerst letzte Teil bildete einen mehr als würdigen Abschluss der Filmreihe. Bleibt abzuwarten, was Indy bei seiner diesjährigen Rückkehr nach 19 Jahren Leinwandabstinenz (noch) zu bieten hat - ich hoffe der Film knüpft nahtlos an die alten Klassiker an!
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Regisseur
Schauspieler
Harrison Ford, Sean Connery, Denholm Elliott, Alison Doody, John Rhys-Davies, Julian Glover, River Phoenix, Michael Byrne, Kevork Malikyan, Robert Eddison, Richard Young, Alexei Sayle, Alex Hyde-White, Paul Maxwell, Isla Blair, Vernon Dobtcheff, J.J. Hardy, Bradley Gregg, Jeff O'Haco, Vince Deadrick Sr., Marc Miles, Ted Grossman, Tim Hiser, Larry Sanders, Will Miles, David Murray, Jerry Harte, Billy J. Mitchell, Martin Gordon, Paul Humpoletz, Tom Branch, Graeme Crowther, Luke Hanson, Chris Jenkinson, Nicola Scott, Louis Sheldon, Stefan Kalipha, Peter Pacey, Pat Roach, Eugene Lipinski, George Malpas, Julie Eccles, Nina Armstrong, Nick Gillard, Ronald Lacey, Derek Lyons, Michael Sheard, Tip Tipping



Xylon / 19.05.2008 08:48:35
Ich liebe Abenteuerfilme, vor allem wenn sie INDIANA JONES heißen :) Einfach klasse der Ford!
5 Sternen
mye / 19.05.2008 12:11:58
ist schon wieder eine weile her, dass ich den teil gesehen habe, werde ich mir auf jeden fall heute oder morgen anschauen, dann ist die trilogie erstmal wieder wunderbar aufgefrischt und ich kann mir gut vorbereitet den vierten anschauen :)
6 Sternen
Jigsaw / 19.05.2008 16:55:31
Connery und Ford zusammen als Jones Vater/Sohn Gespann einfach der Brüller,für mich der beste Teil bisher.
6 Sternen
mye / 20.05.2008 10:55:12
so, habe mein gedächtnis mal wieder aufgefrischt und ihn gestern mal wieder gesehen... naja was soll ich sagen, sind alles sechs-sterne-filme und ich könnte gar nicht sagen, welcher mir am besten gefällt, je nach laune denke ich einfach... der dritte ist irgendwie noch lustiger, gerade durch das verhältnis zwischen indy und seinem dad, ansonsten merkt man einfach, wie es etwas "größer" wurde: boot-action, flugzeug-action, zeppelin, panzer... alles dabei :)
6 Sternen
DocProc / 31.05.2008 11:58:18
Wirklich ein sehr genjaler Film, vorallem zu erfahren wie Indy zu seiner Schlangenphobie kam find ich bis heute noch sehr geil!
5 Sternen
Creasy / 03.06.2008 08:52:36
Bitte was? Was ist denn hier los? Beste Indyteil? Soll das ein Scherz sein? Ahahahaha.
Dieser Teil hatte mit Indiana Jones leider überhaupts nichts gemein. Ähnlich wie bei den neuen Star Wars Teilen (nicht ganz so schlimm, aber fast). Indy und Aliens - war wohl der größte Reinfall der letzten Jahre. Leider.
6 Sternen
Creasy / 03.06.2008 08:53:44
Mann, mann, ich bin blind. Da der Link ganz oben auf der Startseite war, hab ich automatisch damit den neuesten Indyteil damit verbunden... Mea culpa. ;)
6 Sternen
ThorriZ / 03.06.2008 18:40:57
hehe, ich wollte schon sagen, irgendwie passt der kommentar nicht so ganz;). aber du hast recht, der vierte teil ist nicht besonders toll ausgefallen. geht aber auch aus meiner kritik hervor:)
nicht bewertet