Indiana Jones und der Tempel des Todes
Indiana Jones and the Temple of Doom
Inhalt
In seinem zweiten Abenteuer verschlägt es Indiana Jones in den indischen Dschungel, wo er ein weiteres Mal nach kostbaren Artefakten sucht. Doch diesmal bekommt er es mit einem Gegner zu tun, der ihm nicht nur zahlenmäßig überlegen ist.Shanghai 1935. In einem Nachtclub trifft sich Indiana Jones (Harrison Ford) mit dem Gangsterboss Lao Che (Roy Chiao). Jones soll im Tausch für die Überreste des ersten Kaisers der Manchu-Dynastie einen kostbaren Diamanten erhalten. Doch der Archäologe wird von Lao vergiftet. Nach einem heftigen Kampf gelingt Jones schließlich mit dem Gegengift und der Nachtclubsängerin Willie Scott (Kate Capshaw) im Schlepptau die Flucht. Dank seines kleinen Helfers Shorty (Jonathan Ke Quan) erreichen die Drei wohlbehalten den Flughafen - und steigen ausgerechnet in eines von Laos Flugzeugen ein.
Über dem Himalaya lassen die Piloten den Treibstoff ab und machen sich mit den einzigen Fallschirmen aus dem Staub - ihre Passagiere überlassen sie dem eigenen Schicksal. Wie durch ein Wunder überleben Willie, Shorty und Indy den Sprung aus dem Flugzeug und gelangen schließlich in ein indisches Dorf. Der hiesige Schamane berichtet Jones von dem nahe gelegenen Palast von Pankot, von dem eine unheimliche Macht ausgehen soll. Der heilige Stein des Dorfes wurde gestohlen und alle Kinder verschleppt.
In der Nacht erreicht eines der verschleppten Kinder mit letzter Kraft das Dorf und überreicht Jones das Fragment eines alten Manuskripts, anhand dessen Indy dem Geheimnis des gestohlenen Steins auf die Spur kommt - es handelt sich um einen der sagenumwobenen Sankara-Steine. Am nächsten Morgen macht sich Indiana gemeinsam mit Shorty und Willie auf zum Palast. Dort angekommen scheint auf den ersten Blick zunächst alles in Ordnung zu sein und der junge Maharajah von Pankot versichert ihm, dass keine düsteren Machenschaften von dem Palast ausgehen. Doch noch in derselben Nacht kommt Jones einer Verschwörung der grausamen Thug-Sekte auf die Schliche...
Kritik
Indiana Jones kehrt zurück auf die große Leinwand! In dem Prequel (der Film spielt sich zeitlich vor dem ersten Teil ab) verschlägt es ihn in den indischen Dschungel, wo er in einem abgeschiedenen Palast nach den sagenumwobenen heiligen Sankara-Steinen sucht und dabei den Machenschaften der Thugs auf die Schliche kommt. Die verbrecherische Sekte ist ebenfalls auf der Suche nach den Steinen, denen eine ungeheure Macht nachgesagt wird. Die Thugs beten die Todesgöttin Kali an und huldigen ihr mit Menschenopfern. Angeführt werden sie von dem brutalen und machtgierigen Schamanen Mola Ram - ein nahezu unbezwingbarer Gegner für Indy.Nur drei Jahre nach "Jäger des verlorenen Schatzes" schlüpft Harrison Ford ein weiteres Mal in die Rolle des draufgängerischen Schatzjägers - kein Wunder bei dem grandiosen Erfolg des ersten Teils. Auch der zweite Teil sollte dem in nichts nachstehen, denn bei einem Produktionsbudget von nur 28 Millionen US-Dollar, also einer Verdoppelung des Etats, spielte der Film weltweit mehr als 333 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein. Und dennoch fehlt dem Film ein wenig von dem Charme seines Vorgängers. Selbst Regisseur Steven Spielberg, der mit diesem Projekt seine erste Kinofortsetzung ablieferte, sagte später, dass er den Film für wenig gelungen hält.
Nun ganz so drastisch sehe ich das nicht, allerdings fällt er in meinen Augen schon ein wenig gegenüber den anderen beiden Teilen ab. Das ursprüngliche Schatzsuche-Thema spielt sich in "Indiana Jones und der Tempel des Todes" eher im Hintergrund ab. Vordergründig handelt es sich um einen actionlastigen Abenteuerfilm, der teilweise durch "Indiana Jones"-untypisch harte Szenen auffällt. Mittels komödiantischer Elemente versucht Regisseur Spielberg diesen Aspekt zwar abzumildern, dennoch ist der deutlich düstere Grundton jederzeit zu spüren, was allerdings von Produzent George Lucas so von vorn herein beabsichtig war. Zudem hatte der Film mit dem Vorwurf des Rassismus zu kämpfen, denn besonders die indische Regierung warf den Filmemachern vor die indische Bevölkerung in ein schlechtes Licht zu rücken - der fertige Film wurde in Indien schließlich verboten. Stichwort Indien: zwar spielt der Film im indischen Dschungel, allerdings wurde er aufgrund der beschriebenen Querelen in Sri Lanka gedreht.
Höhepunkt des Films ist sicherlich eine high-speed Verfolgungsjagd im Inneren der Mine auf einem achterbahnartigen Schienensystem. Hierfür bedienten sich die Filmemacher der bewährten Modelltechnik, die schon in "Star Wars" erfolgreich zur Anwendung kam. Die Wände der Mine wurden mit Hilfe von bemalter Aluminiumfolie nachgebildet - ein effektiver kleiner Trick. Nicht nur für diese Szene, sondern auch für die vielen weiteren gut inszenierten Actionsequenzen wurde das Effekte-Team 1986 völlig zu Recht mit einem Oscar in der Kategorie "beste visuelle Effekte" bedacht. Auch die Ausstattung des Films ist erneut sehr gut gelungen - man denke nur an das Abendessen im Palast des Maharajahs. Eine weitere Oscarnominierung heimste im Übrigen Komponist John Williams ein, der mit seinem Indy-Theme ein unverkennbares Musikstück der Filmgeschichte schuf. Im zweiten Teil macht Williams aus gegebenem Grund unter anderem Anleihen an indischen Klängen und kreiert erneut einen sehr gut gelungenen Soundtrack.
Zweifelsohne konnte nur einer nach dem immensen Erfolg die Rolle des Indiana Jones wieder aufgreifen: Harrison Ford. Und so setzt der amerikanische Schauspieler erneut den charakteristischen Hut auf und schwingt die Peitsche. Dabei gibt Ford wie üblich vollen Körpereinsatz. In einer Kampfszene mit einem der Thugs erlitt er sogar einen Bandscheibenvorfall, wodurch die Produktion für einige Zeit unterbrochen werden musste. Auch diesmal bekommt Indy eine Frau zur Seite gestellt. Es handelt sich um die leicht hysterische Nachtclubsängerin Willie Scott, die von Kate Capshaw verkörpert wird. Zwischen Indiana und ihr entwickelt sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten natürlich eine Liebesgeschichte. Ursprünglich war Sharon Stone die erste Wahl für die Rolle, doch ging sie nach einem Vorsprechen schließlich an Capshaw. In dem jungen Chinesen Shorty hat Indy einen weiteren Freund und Verbündeten. Gespielt wird diese Rolle von Jonathan Ke Quan, der sein Spielfilmdebut abliefert. Er sieht in Indiana aber nicht nur einen Freund, sondern auch eine Vaterfigur und er hilft seinem Mentor das eine oder andere Mal in brenzligen Situationen. Der Bösewicht des Films wird von dem mittlerweile verstorbenen indischen Darsteller Amrish Puri gemimt, der bis zu seinem Tod in unzähligen Bollywood-Filmen mitwirkte. Für seine Rolle als brutaler Guru Mola Ram rasierte er sich extra den Kopf, was ihm eine große Ausdruckskraft verlieh. In der Folgezeit behielt er diese "Frisur" bei und stieg zu einem der populärsten Bösewichte des indischen Films auf. In kurzen Gastauftritten sind zudem Dan Aykroyd, Regisseur Steven Spielberg sowie die Produzenten George Lucas und Frank Marshall zu sehen.
Fazit: "Indiana Jones and the Temple of Doom" ist sicherlich der härteste und düsterste Teil der Filmreihe. Davon abgesehen bietet er jedoch kurzweilige und spannende Unterhaltung mit gut inszenierten Actionszenen. Harrison Ford glänzt einmal mehr in seiner Paraderolle, die er fünf Jahre später zum vorerst letzten Mal übernehmen sollte.
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Regisseur
Schauspieler
Harrison Ford, Kate Capshaw, Jonathan Ke Quan, Amrish Puri, Roshan Seth, Philip Stone, Roy Chiao, David Yip, Ric Young, Chua Kah Joo, Rex Ngui, Philip Tan, Dan Aykroyd, Akio Mitamura, Michael Yama, D.R. Nanayakkara, Dharmadasa Kuruppu, Stany De Silva, Ruby de Mel, Denavaka Hamine, Iranganie Serasinghe, Dharshana Panangala, Raj Singh, Frank Olegario, Ahmed El Shenawi, Arthur F. Repola, Nizwar Karanj, Pat Roach, Moti Makan, Mellan Mitchell, Bhasker Patel, Arjun Pandher, Zia Gelani, Debbie Astell, Maureen Bacchus, Corinne Barton, Carol Beddington, Sharon Boone, Elizabeth Burville, Marisa Campbell, Christine Cartwright, Andrea Chance, Jan Colton, Louise Dalgleish, Lorraine Doyle, Vanessa Fieldwright, Brenda Glassman, Elaine Gough, Sue Hadleigh, Sarah-Jane Hassell, Samantha Hughes, Julie Kirk, Deirdre Laird, Vicki McDonald, Nina McMahon, Julia Marstand, Gaynor Martine, Lisa Mulidore, Dawn Reddall, Rebekkah Sekyi, Clare Smalley, Lee Sprintall, Jenny Turnock, Ruth Welby, Sidney Ganis, George Lucas, Frank Marshall, Anthony Powell, Steven Spielberg



siBBe / 19.05.2008 11:26:57
Gerade gestern wieder gesehen zur Einstimmung auf den neuen, genialer Film, geniale Action, super lustig und schön einfallsreich, von mir die Höchstwertung weils ein Klassiker ist und für sein Genre (zusammen mit den anderen Teilen) Referenz ist
6 Sternen
mye / 19.05.2008 11:56:24
gebe ich dem sibbe recht, haben ihn ja gestern zusammen geschaut, hehe :) und meine meinung ist die gleiche: sechs sterne für jeden film aus der reihe... bislang ;-) so also auch für TEMPEL DES TODES, der einem wirklich kaum eine sekunde zum luft holen lässt, rundum action und jede menge fun, dazu wieder jede menge abenteuer und spannung (allein die szene, als indy und shorty in dem raum gefangen sind und die mit stacheln versehene decke nieder kommt - spannung pur)
6 Sternen
ADAMGOLDNIK / 19.05.2008 12:25:27
Ich binn gespannt.
werde gerne das ansehen.
6 Sternen
Jigsaw / 19.05.2008 16:53:37
Genialer nächster Film der Indy Reihe.Spannung,Fun und Action ohne ende.
6 Sternen
Jacke / 19.05.2008 22:27:56
6 Sterne für meinen persönlichen Lieblingsfilm :D
6 Sternen
Kaspian / 19.05.2008 23:27:08
Also ist war und bleibt wohl der beste, hier kommt keine Sekunde langweile auf..nich nachm hundertsten mal sehen....vorallem die drei Magic Moments: Fahrt mit dem Schlauchboot, der Lore und die Sequenz auf der Hängebrücke....diese Szenen sind nicht zu toppen.
6 Sternen
DocProc / 31.05.2008 11:55:33
Für mich der Schwächste Teil der Reihe...trotzdem absoluter Kult, Indy rockt einfach!
4 Sternen
crtim / 15.06.2008 11:09:55
Da muss ich DocProc Recht geben.
nicht bewertet
cross / 10.07.2008 19:32:32
Also ich fand den Film zwar recht gut, allerdings unvergleichlich mit den Vorgängern.
Gelungen fand ich den Anfang im Lagerhaus, wo auch die Bundeslade von Teil 1 untergebracht wurde, die dann bei der Verfolgungsjagt auch fast zerlegt wurde.
Ein netter "Gag" !
Etwas albern wirkte der Besuch in Nazca, wo man gleich 3 bekannte Scharrzeichnungen nebeneinander sieht, die in wirklichkei niemals so zu sehen wären, weil sie einige Kilometer voneinander entfert liegen.
Genau so die üppige Vegetation bei den Höhlen, die vollkommen unrealistisch ist, denn die Ebenen von Nazca sind eine Wüste, da wächst so gut wie nix.
Aber dennoch ein guter 4 Teil, wenn auch mal wieder typisch, daß der Held plötzlich erfährt, daß er einen schon erwachsenen Sohn hat (auch nicht gerade was Neues).
nicht bewertet