Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom)

Paramount Home Entertainment Germany GmbH

Laufzeit: 118 min

Land: USA

Genre: Action, Adventure



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Startdatum: 03.08.1984

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Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)

Indiana Jones and the Temple of Doom

Moviereporter Bewertung

5

Handlung

In seinem zweiten Abenteuer verschlägt es Indiana Jones  in den indischen Dschungel, wo er ein weiteres Mal nach kostbaren Artefakten sucht. Doch diesmal bekommt er es mit einem Gegner zu tun, der ihm nicht nur zahlenmäßig überlegen ist.

Shanghai 1935. In einem Nachtclub trifft sich Indiana Jones (Harrison Ford) mit dem Gangsterboss Lao Che (Roy Chiao). Jones soll im Tausch für die Überreste des ersten Kaisers der Manchu-Dynastie einen kostbaren Diamanten erhalten. Doch der Archäologe wird von Lao vergiftet. Nach einem heftigen Kampf gelingt Jones schließlich mit dem Gegengift und der Nachtclubsängerin Willie Scott (Kate Capshaw) im Schlepptau die Flucht. Dank seines kleinen Helfers Shorty (Jonathan Ke Quan) erreichen die Drei wohlbehalten den Flughafen - und steigen ausgerechnet in eines von Laos Flugzeugen ein.
Über dem Himalaya lassen die Piloten den Treibstoff ab und machen sich mit den einzigen Fallschirmen aus dem Staub - ihre Passagiere überlassen sie dem eigenen Schicksal. Wie durch ein Wunder überleben Willie, Shorty und Indy den Sprung aus dem Flugzeug und gelangen schließlich in ein indisches Dorf. Der hiesige Schamane berichtet Jones von dem nahe gelegenen Palast von Pankot, von dem eine unheimliche Macht ausgehen soll. Der heilige Stein des Dorfes wurde gestohlen und alle Kinder verschleppt.
In der Nacht erreicht eines der verschleppten Kinder mit letzter Kraft das Dorf und überreicht Jones das Fragment eines alten Manuskripts, anhand dessen Indy dem Geheimnis des gestohlenen Steins auf die Spur kommt - es handelt sich um einen der sagenumwobenen Sankara-Steine. Am nächsten Morgen macht sich Indiana gemeinsam mit Shorty und Willie auf zum Palast. Dort angekommen scheint auf den ersten Blick zunächst alles in Ordnung zu sein und der junge Maharajah von Pankot versichert ihm, dass keine düsteren Machenschaften von dem Palast ausgehen. Doch noch in derselben Nacht kommt Jones einer Verschwörung der grausamen Thug-Sekte auf die Schliche...

 

Kritik

Indiana Jones kehrt zurück auf die große Leinwand! In dem Prequel (der Film spielt sich zeitlich vor dem ersten Teil ab) verschlägt es ihn in den indischen Dschungel, wo er in einem abgeschiedenen Palast nach den sagenumwobenen heiligen Sankara-Steinen sucht und dabei den Machenschaften der Thugs auf die Schliche kommt. Die verbrecherische Sekte ist ebenfalls auf der Suche nach den Steinen, denen eine ungeheure Macht nachgesagt wird. Die Thugs beten die Todesgöttin Kali an und huldigen ihr mit Menschenopfern. Angeführt werden sie von dem brutalen und machtgierigen Schamanen Mola Ram - ein nahezu unbezwingbarer Gegner für Indy.

Nur drei Jahre nach "Jäger des verlorenen Schatzes" schlüpft Harrison Ford ein weiteres Mal in die Rolle des draufgängerischen Schatzjägers - kein Wunder bei dem grandiosen Erfolg des ersten Teils. Auch der zweite Teil sollte dem in nichts nachstehen, denn bei einem Produktionsbudget von nur 28 Millionen US-Dollar, also einer Verdoppelung des Etats, spielte der Film weltweit mehr als 333 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein. Und dennoch fehlt dem Film ein wenig von dem Charme seines Vorgängers. Selbst Regisseur Steven Spielberg, der mit diesem Projekt seine erste Kinofortsetzung ablieferte, sagte später, dass er den Film für wenig gelungen hält.

Nun ganz so drastisch sehe ich das nicht, allerdings fällt er in meinen Augen schon ein wenig gegenüber den anderen beiden Teilen ab. Das ursprüngliche Schatzsuche-Thema spielt sich in "Indiana Jones und der Tempel des Todes" eher im Hintergrund ab. Vordergründig handelt es sich um einen actionlastigen Abenteuerfilm, der teilweise durch "Indiana Jones"-untypisch harte Szenen auffällt. Mittels komödiantischer Elemente versucht Regisseur Spielberg diesen Aspekt zwar abzumildern, dennoch ist der deutlich düstere Grundton jederzeit zu spüren, was allerdings von Produzent George Lucas so von vorn herein beabsichtig war. Zudem hatte der Film mit dem Vorwurf des Rassismus zu kämpfen, denn besonders die indische Regierung warf den Filmemachern vor die indische Bevölkerung in ein schlechtes Licht zu rücken - der fertige Film wurde in Indien schließlich verboten. Stichwort Indien: zwar spielt der Film im indischen Dschungel, allerdings wurde er aufgrund der beschriebenen Querelen in Sri Lanka gedreht.

Höhepunkt des Films ist sicherlich eine high-speed Verfolgungsjagd im Inneren der Mine auf einem achterbahnartigen Schienensystem. Hierfür bedienten sich die Filmemacher der bewährten Modelltechnik, die schon in "Star Wars" erfolgreich zur Anwendung kam. Die Wände der Mine wurden mit Hilfe von bemalter Aluminiumfolie nachgebildet - ein effektiver kleiner Trick. Nicht nur für diese Szene, sondern auch für die vielen weiteren gut inszenierten Actionsequenzen wurde das Effekte-Team 1986 völlig zu Recht mit einem Oscar in der Kategorie "beste visuelle Effekte" bedacht. Auch die Ausstattung des Films ist erneut sehr gut gelungen - man denke nur an das Abendessen im Palast des Maharajahs. Eine weitere Oscarnominierung heimste im Übrigen Komponist John Williams ein, der mit seinem Indy-Theme ein unverkennbares Musikstück der Filmgeschichte schuf. Im zweiten Teil macht Williams aus gegebenem Grund unter anderem Anleihen an indischen Klängen und kreiert erneut einen sehr gut gelungenen Soundtrack.

Zweifelsohne konnte nur einer nach dem immensen Erfolg die Rolle des Indiana Jones wieder aufgreifen: Harrison Ford. Und so setzt der amerikanische Schauspieler erneut den charakteristischen Hut auf und schwingt die Peitsche. Dabei gibt Ford wie üblich vollen Körpereinsatz. In einer Kampfszene mit einem der Thugs erlitt er sogar einen Bandscheibenvorfall, wodurch die Produktion für einige Zeit unterbrochen werden musste. Auch diesmal bekommt Indy eine Frau zur Seite gestellt. Es handelt sich um die leicht hysterische Nachtclubsängerin Willie Scott, die von Kate Capshaw verkörpert wird. Zwischen Indiana und ihr entwickelt sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten natürlich eine Liebesgeschichte. Ursprünglich war Sharon Stone die erste Wahl für die Rolle, doch ging sie nach einem Vorsprechen schließlich an Capshaw. In dem jungen Chinesen Shorty hat Indy einen weiteren Freund und Verbündeten. Gespielt wird diese Rolle von Jonathan Ke Quan, der sein Spielfilmdebut abliefert. Er sieht in Indiana aber nicht nur einen Freund, sondern auch eine Vaterfigur und er hilft seinem Mentor das eine oder andere Mal in brenzligen Situationen. Der Bösewicht des Films wird von dem mittlerweile verstorbenen indischen Darsteller Amrish Puri gemimt, der bis zu seinem Tod in unzähligen Bollywood-Filmen mitwirkte. Für seine Rolle als brutaler Guru Mola Ram rasierte er sich extra den Kopf, was ihm eine große Ausdruckskraft verlieh. In der Folgezeit behielt er diese "Frisur" bei und stieg zu einem der populärsten Bösewichte des indischen Films auf. In kurzen Gastauftritten sind zudem Dan Aykroyd, Regisseur Steven Spielberg sowie die Produzenten George Lucas und Frank Marshall zu sehen.

Fazit: "Indiana Jones and the Temple of Doom" ist sicherlich der härteste und düsterste Teil der Filmreihe. Davon abgesehen bietet er jedoch kurzweilige und spannende Unterhaltung mit gut inszenierten Actionszenen. Harrison Ford glänzt einmal mehr in seiner Paraderolle, die er fünf Jahre später zum vorerst letzten Mal übernehmen sollte.

Kommentare

Kaspian

geschrieben am 04.12.2009 um 16:34:21

Für mich der beste Indy..in keinem anderen waren mehr Kultszenen.. Sprung ausm Flugzeug mitm Schlauchboot, die Lorenfahrt, die Hängebrücke....der Nonstopultra Abenteuerfilm.

tarantino

geschrieben am 05.12.2009 um 19:04:17

Ich fand den schrägen Humor des 2 Teils klasse!

ComaDelirium

geschrieben am 06.12.2009 um 02:35:08

Auch wenn er nicht die Klasse seines Vorgängers hat und vor allem keine Schazusuche in dem Sinne ist es ein Kultstreifen - eben weils ein INDY-Streifen ist!!!

Fairelane

geschrieben am 12.12.2009 um 17:14:28

Wie bei vielen Filmreihen als zweiter Teil deutlich schwächer als der erste. Obwohl zeitlich im Indy-Universum dieser vor dem verlorenen Schatz spielt! Dennoch ein guter Film, das dann schon.

TypischDenni

geschrieben am 05.02.2010 um 15:48:46

Ihr habt ja alle gesagt.

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