Verfasst von André Gabriel am 17.05.08 13:13:00 - 6 Kommentare

Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes

Indiana Jones and the Raiders of the lost Ark

Moviereporter-Bewertung:
  • 6.0/6 Sterne.
Leserwertung (20): 5.65 / 6

Land USA

Genre Abenteuer

Laufzeit: 115

Jahr 1981

Webseite
Trailer

Kinostart: unbekannt
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Inhalt

Steven Spielberg, um nur den Regie-Kopf zu nennen, schuf mit Indiana Jones eine Legende, die nicht müde ist und wohl auch nicht müde wird, filmbegeisterte Zuschauer in abenteuerliche Begeisterung zu versetzen.

Allgemein:

Dr. Jones (Harrison Ford) führt an einer amerikanischen Universität ein eher ruhiges Leben als Dozent. Doch dieses Leben ist nur die bekannte eine Seite der Medaille, die zweite Seite ist die direkte Tätigkeit als Archäologe: als Indiana Jones reist er um die Welt und sucht antike Artefakte... und natürlich das Abenteuer.

Zum Plot des ersten Teils:

Indy ist in Südamerika auf der Suche nach einem Inkaschatz, findet diesen auch und kann ihn trotz etlicher Hindernisse und Fallen bergen. Doch der Ruhm hält nicht lange an, denn schon wenig später wird ihm der Schatz wieder abgenommen. Nicht zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal muss Indy auf einer halsbrecherischen Flucht um sein Leben fürchten.
Der nächste Auftrag führt ihn nach Ägypten - im Jahr 1936. In der Nähe von Kairo ist Jones der legendären Bundeslade auf der Spur, in der Moses die zehn Gebote deponiert hat. Aber auch die Nazis jagen dem unbezahlbaren Schatz hinterher: der Legende nach verleiht die Bundeslade dem Besitzer unbegrenzte Macht. Eine Macht, die sich Adolf Hitler für seine Armeen sichern möchte. Es beginnt ein Kopf- an Kopfrennen, das Indy mit der Hilfe seiner Ex-Freundin Marion (Karen Allen) und seinem ägyptischen Kumpel Sallah (John Rhys-Davies) bestreitet, das Artefakt stets im Visier. Doch um ihren Kontrahenten auszuschalten, entführen die Nazis Marion und es geht nicht mehr nur um die Bergung der Lade, sondern auch um die Rettung eines wichtigen Menschen.

Kritik

Es gibt sie, diese legendären Filmfiguren. Im Genre Horror wären da zum Beispiel Michael Myers aus Halloween, Freddy Krueger aus A Nightmare on Elm Street oder auch Leatherface aus Texas Chain Saw Massacre zu nennen, um nicht Jason Vorhees aus den Freitag, der 13.-Filmen zu vergessen. Im Genre Science-Fiction ist es wohl jede Hauptfigur (und etliche Nebencharaktere) aus der Star Wars-Reihe. Und sofort erkennen wir einen gemeinsamen Nenner: Sequels. Meistens gleich jede Menge. So auch bei Indiana Jones, einer weiteren legendären Filmfigur, die sich problemlos mit einer ledernen Peitsche über all die Jahre durch unzählige Kinosäale, Wohnzimmer und Phantasien geschwungen hat. Das wohl ist das markanteste Merkmal einer solchen Legende: die Unsterblichkeit.

Und Indy ist in dieser Hinsicht unsterblich, wird also auch noch weiterhin, und immer wieder, vor der kolossalen Steinkugel weg rennen, in seiner unnachahmlichen Art, um unter dem Einsatz seines Lebens eine kleine goldene Statue einer Höhle zu entrauben.
So beginnt der erste Teil und so hat er uns auch sofort in diesen abenteuerlichen Bann gezogen, der kompromisslos wie ein Raubvogel über jedem Teil kreist. Gänsehaut-Feeling in seiner reinsten Form, wenn Indiana Jones den Sandsack abwiegt, dann noch ein wenig Sand heraus nimmt und den Sack schließlich gegen das Artefakt tauscht. Das sind nicht nur Szenen, die der begeisterte Zuschauer wohl nicht mehr vergessen wird, weil sie schlichtweg perfekt inszeniert sind, es sind auch Szenen, die den Weg in Shows und Freizeitparks gefunden haben. Indy begegnet uns also nicht nur auf der Leinwand oder der geheiligten heimischen Flimmerkiste, sondern hat eine so weitreichende Präsenz, dass wohl auch viele derjenigen, die keinen der Filme gesehen haben, trotzdem wissen, wer Indiana Jones ist (ein Archäologe), was er tut (nach Schätzen suchen) und was ihn auszeichnet (sein Hut und seine Peitsche), aber auch, um was für Filme es sich handelt (angesiedelt im Genre Abenteuer). Nun, wie schon gesagt: Indy ist eine Legende.

Nach all den huldigenden Vorabworten nun aber direkt in den ersten Film der Reihe, der den Titel Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes trägt.
Projeziert man den Bekanntheitsgrad eines Indiana Jones auf die realen Menschen hinter dem Projekt sind vor allem Hauptdarsteller Harrison Ford, Regisseur Steven Spielberg und Produzent George Lucas zu nennen. Aber der Reihe nach:

Harrison Ford als Indiana Jones

Auch das ist so ein Effekt, für den man eine Vielzahl von Beispielen findet. Könnt ihr euch die Alien-Filme ohne Sigourney Weaver oder ein anderes vernarbt-verbranntes Gesicht als das von Robert Englund als Freddy Krueger vorstellen? Ich nicht. Und ebenso wenig kann ich mir einen anderen Darsteller als Harrison Ford für die Rolle des Indy Jones vorstellen. Ford ist an sich ein guter Schauspieler, man muss hier also nicht mit den üblichen Bewertungen daher kommen, die sich allein auf die Qualität seines Spiels beziehen. Es sind vielmehr diese vagen Beurteilungen, ja fast schon Floskeln, die hier eine Rolle spielen; von der Sorte wie: "Ford passt einfach perfekt in die Rolle" oder "es ist diese charismatische Art und Weise seines Spiels". Wie auch immer, fest steht, und diese Aussage ist unumstößlich, dass -nachdem er die Rolle zum ersten Mal in Jäger des verlorenen Schatzes gespielt hat- niemand mehr auch nur annähernd so großartig mit Hilfe einer Peitsche über Schluchten fliegen oder seiner Schlangen-Phobie Audruck verleihen kann wie Harrison Ford als Indiana Jones.
Zuerst wurde übrigens Tom Selleck für die Rolle gecastet, der hatte aber mit der Serie Magnum, P.I. so viel zu tun, dass er die Rolle ablehnte. Mich würde mal interessieren, wie oft er sich seitdem schon darüber geärgert hat (für die Rolle von Sallah war hingegen zunächst Danny DeVito vorgesehen).

Steven Spielberg inszeniert

Er ist einer der bekanntesten Regisseure überhaupt, hat Klassiker wie Der Weiße Hai oder E.T. und mit Schindlers Liste einen der besten Filme aller Zeiten gedreht. Keine Frage, dass Erwartungen an Filme von Spielberg immer hoch sind und wie im Fall von Munich nicht immer erfüllt werden, aber was uns Spielberg beim ersten Indy-Teil liefert ist schlicht rundum perfekt. Klar, auch solch eine Aussage klingt kaum glaubhaft, beziehungsweise äußerst übertrieben, aber es ist gerade diese Euphorie, mit der man über Jäger des verlorenen Schatzes spricht, die die Nähe zwischen Film und Zuschauer darstellt. Man lässt sich einfach mitreißen, ein Effekt, den jeder richtig gute Film nach sich ziehen muss. Und daran hat Spielberg natürlich zentralen Anteil, denn es ist seine zugleich bodenständige wie zum Teil besondere Art der Inszenierung, die den Film auszeichnet. Allein der Moment, als Indy aus dem Schatten dem Zuschauer entgegen tritt und wir sein Gesicht close sehen, dazu die dramatische Musik - grandios.

George Lucas produziert

Mit Philip Kaufman hat Lucas zunächst an einem Drehbuch zu einem ersten Indiana-Film (übrigens damals der Name seines Hundes) gearbeitet. Er ist sozusagen der Ideengeber, was die Geschichte und damit auch die Entstehung des Films an sich betrifft. Kaufman sprang dann allerdings ab und man beendete das Script dann schließlich in einem Dreiergespann Lucas-Spielberg-Lawrence Kasdan, wobei letztgenannter Kasdan als Drehbuchautor für Jäger des verlorenen Schatzes gelistet wird.

Was zeichnet die Filmfigur Indiana Jones aus? Es ist zunächst einmal diese irgendwie kindliche Lust am Abenteuer. Es ist einfach witzig und toll mit anzusehen, wenn Indy nahezu in Begeisterungsstürme ausbricht, wenn er einem Schatz wieder etwas näher gekommen ist, wie er Karten wälzt und den Versuch unternimmt, eine fremde Sprache zu entschlüsseln, um irgendein Rätsel zu lösen. Ich denke, gerade dieses Spiel mit den zwei Seiten des Indiana Jones begeistert wiederum den Zuschauer und sorgt für die wichtige emotionale Verbindung zwischen ebendiesem und der Hauptfigur, basierend natürlich auf ehrlicher Sympathie. Zum Thema Sympathie muss neben Ford unter allen Umständen auch Karen Allen Erwähnung finden. Die leidenschaftliche Theaterschauspielerin sorgt für die perfekte weibliche Ergänzung zu Indy.
Und was zeichnet den Film an sich aus? Nun, ganz sicher zunächst einmal das Genre. Es gibt nicht allzu viele Abenteuerfilme dieser Art. Gerne erinnere ich mich an vergleichbare (rein prinzipiell) Filme wie Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten oder auch -wesentlich moderner- Das Vermächtnis der Tempelritter. Ich muss nicht erst betonen, dass keiner der genannten Filme auch nur annähernd an einen Film aus der Indiana Jones-Reihe herankommt.
Jäger des verlorenen Schatzes zeichnet sich gerade durch das Wechselspiel von Ernsthaftigkeit (der Film hat nicht wenige wirklich blutige Szenen und präsentiert nicht selten eine ordentliche Portion an Gewalt, wenn auch nie plump oder unnötig eingesetzt) und dem verspielten Abenteuer aus, dem Rätsellösen, dem Erkennen und Ausweichen von tödlichen Fallen sowie der ganz konkreten Herausarbeitung von Held und Antiheld, hier in Gestalt von Major Arnold Thot, gespielt von Ronald Lacey, der überaus gut, irgendwie beinahe klischeehaft gut in die Rolle des "Ober-Nazis" passt.

Neben all dem Abenteuer und der Action spielt der Humor auch eine wichtige Rolle. Äußerst amüsant ist sicher Indys Angst vor Schlangen, erst recht in der Szene, in der es zum direkten Kontakt mit nicht nur einem der Tiere kommt. Zudem hat man stets versucht, Indy immer mal wieder einen lustigen Spruch auf die Lippen zu schreiben, diese Seite von Jäger des verlorenen Schatzes ist nicht bis zur Vollkommenheit ausgeschöpft, aber das wiederum ist auch nur ein Kompliment, da der Film ja keine Komödie ist, sorgt aber für eine gelungene Abwechslung und für die Abrundung von Indys Charakter.
Ein ganz wichtiger Faktor hingegen ist die großartige Musik. Ebenso wie Indy oder die Filme an sich hat auch die Titelmusik längst Kultstatus erreicht und dürfte jedem Fan der Reihe sofort im Ohr liegen, wenn man in irgendeiner Form mit der Reihe konfrontiert wird.

Fazit:
man kann meine persönliche "Liebe zum Film" ja förmlich herauslesen, wenn ich nicht gerade eh in den höchsten Tönen davon spreche. Hier stimmt einfach alles. Das Abenteuer-Genre, eingebettet in komödiantische Einlagen, Action und ein wenig Romantik, trifft einfach meinen subjektiven Nerv und bekanntlich auch den vieler anderer Menschen da draußen, die nicht erst zu Indy-Fans heranwachsen mussten, sondern gleich mit der ersten Szene, ja mit der ersten Einblendung möchte man meinen, in diesen Bann gezogen wurden.

Jetzt kommentieren? / 6 Kommentare

  1. Jigsaw

    Jigsaw / 19.05.2008 16:49:23

    Absoluter Kult.Indy muß man einfach kennen.


    5 Sternen

  2. Kaspian

    Kaspian / 22.05.2008 10:38:56

    Es gibt sogar Leute die den nich kennen und dann in den vierten gehen und meinen was isn hier los? Als plötzlich das Kino losjubelte als sie Indy zum ersten mal sahen...


    6 Sternen

  3. ADAMGOLDNIK

    ADAMGOLDNIK / 22.05.2008 11:44:37

    Da gebe ich dir Recht Kaspian.. Den Indiana Jones kenn ich. Ich hab auch Vidios davon.
    Die Filme hab ich schon Gesehen. Aber dennkt nicht die Alle. Wenn was Kommt oder soll was Kommen neues auf dem markt, das verpasse ich nicht.


    6 Sternen

  4. DocProc

    DocProc / 22.05.2008 12:57:37

    Ich find den eigentlich sogar besser als den dritten, wie jigsaw schon sagte, einfach nur kult!


    5 Sternen

  5. mye

    mye / 22.05.2008 16:17:35

    ich kann mich nicht entscheiden, welchen der ersten drei teile ich am besten finde, je nach lust und laune denke ich, sind alles sechs sterne filme, da muss ich nicht überlegen


    6 Sternen

  6. Veremar

    Veremar / 22.05.2008 17:21:30

    Ich finde auch dass alle 3 Teile einfach genial sind!


    5 Sternen


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