G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra (G.I. Joe: The Rise of Cobra)

Paramount Pictures Germany GmbH

Laufzeit: 118 min

Land: USA, Czech Republic

Genre: Action, Adventure, Sci-Fi, Thriller




Startdatum: 13.08.2009

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G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra (2009)

G.I. Joe: The Rise of Cobra

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3

Handlung

Nach "Transformers" haben sich Paramount Pictures und Hasbro erneut zusammengeschlossen, um mit "G.I. Joe - Geheimakte Cobra" eine weltweit eingeführte Erfolgsmarke zu einem explosiven Action-Adventure-Blockbuster für die große Leinwand zu machen.

Von der ägyptischen Wüste bis unter die polaren Eiskappen muss das Eliteteam um G.I. JOE bei dieser Mission reisen. Dabei werden die brandneuesten Spionage- und Militärgeräte eingesetzt, um den korrupten Waffenhändler Destro (Christopher Eccleston) zu bekämpfen und der immer größer werdenden Bedrohung durch die geheime Cobra-Organisation Einhalt zu gebieten - bevor die Welt im Chaos versinkt.

 

Kritik

Wenn es einen Regisseur gibt, bei dem sich mir sofort die Haare sträuben, dann eindeutig Stephen Sommers. Sowohl "Die Mumie" als auch "Van Helsing" sind zwei Filme, aus denen so viel hätte werden können, die in meinen Augen aber total versemmelt wurden. Nun bringt Sommers die in den Staaten beliebten GI-Joe Action-Figuren auf die Leinwand, für Paramount und Hasbro nach "Transformers 2" nun der zweite Film in diesem Jahr, der auf Action-Figuren basiert. Im Vorfeld gab es bereits jede Menge negativen Buzz zum Film, bevor auch nur irgend jemand ihn gesehen hat. Schade, denn auch wenn "G.I. Joe" nicht das Goldene vom Ei ist, schlecht ist er auch nicht. Bleibt abzuwarten, wie er sich nun derart vorbelastet an den Kinokassen schlagen wir.

Ein kleines Ärgernis ist der Film auf jeden Fall. Während es großartige Szenen gibt, gibt es zwischendurch auch immer wieder Dinge, die das Team komplett in den Sand gesetzt hat, so dass man immer hin und her gerissen ist. Beginnen wir mit der Action, wovon reichlich vorhanden ist. Der Film fackelt nicht lange und liefert uns bereits nach wenigen Minuten die erste große Szene, in der geballert wird, Fahrzeuge in die Luft fliegen und gekämpft wird, was das Zeug hält. Auch die Effekte sind hier erste Klasse und offenbaren ein wahres Farbenfeuerwerk. Noch besser siehts in der Pariser Straßenschlacht in der Mitte des Films aus, diese Szene dürfte wohl das Highlight des ganzen Films darstellen, denn hier stimmt einfach alles. Die Effekte sind gelungen, es kommt richtig Speed auf, die Choreografien sind gut, die Ideen sind super und die Kameraarbeit ist bestens gelungen. Wäre der ganze Film nach diesem Muster gedreht worden, hätten wir wohl das Actionabenteuer des Jahres gesehen. Leider wird das Level aber nicht konsequent gehalten, denn die restliche Action verblasst dagegen. Beispielsweise waren die Hoffnungen groß, dass Snake Eyes und Storm Shadow, die beiden Ninjas des Films, sich einen coolen Fight liefern. Zweimal treffen die beiden auch zum Zweikampf aufeinander, beide Male fällt es aber enttäuschend aus, denn nun sind die Choreographien deutlich schwach, viel zu sehen bekommt man nicht, da ständig woanders hin gecuttet wird und der Kampf ist einfach lahm. Sehr schade und sehr enttäuschend. Das Finale, das zeitlich verdammt lang ausgefallen ist und an Ballereien und Explosionen nicht spart, enttäuscht leider auch. Denn manchmal ist Qualität einfach besser als Quanität. Was nützt es einem, wenn knapp eine halbe Stunde lang gekämpft wird, dem ganzen aber eine Seele fehlt, es einen nicht packt und man nur noch desinteressiert zuschaut? Statt die Charaktere, die die Fans lieben, in den Mittelpunkt zu stellen und sinnvoll agieren zu lassen wie beispielsweise in der Pariser Innenstadt, sehen wir hier ein Unterwasser Finale, das beinahe an "Star Wars" erinnert, was leider weniger gelungen ist.

Die Special-Effects fanden oben bereits kurze Erwähnung. In einigen Szenen sind sie wirklich verdammt gut ausgefallen, unbegreiflich ist es, wieso der Film aber voller Szenen ist, in denen sie richtig schlecht aussehen. Gerade wenn man Flugzeuge über die Landschaften fliegen sieht oder die menschlichen Darsteller vor CGI-Hintergründen agieren, lässt der Film optisch deutlich nach. Hat das Geld nicht gereicht, so dass man sich auf die wichtigsten Szenen konzentrieren musste um wenigstens diese gut aussehen zu lassen? So ist es den ganzen Film über ein Wechselspiel zwischen gelungenen und weniger gelungenen Effekten.

In Sachen Story erwartet man von solchen Filmen sowieso nicht viel (auch wenn Filme wie "The Dark Knight" oder "Watchmen" zeigen dass es doch anders geht) und auch G.I. Joe macht hier keine Ausnahme sondern liefert ein Storygrundgerüst für seine Actionszenen, das aber doch ganz akzeptabel funktioniert. Die Charaktere, das Wichtigste am Franchise für jeden Fan, werden immerhin recht gut eingeführt und anhand von passenden Vergangenheits-Flashbacks auch näher beleuchtet. Aufgelockert wird das ganze durch jede Menge Humor und One-Linern, die oft ganz lustig sind, manchmal auch etwas dämlich werden. Aber selbst wenn einige Witze und Sprüche nicht zünden oder der Film an einigen Stellen unlogisch wird, all das verzeiht man ihm, denn "G.I Joe" nimmt sich glücklicherweise selbst nicht ernst und will einfach unterhalten, ganz im Gegenteil zu "Transformers II", der sich da schon weitaus ernster genommen hat.

Der Cast besteht aus jeder Menge bekannter Namen, auch wenn nicht jeder davon schauspielerisches Talent hat. Macht aber auch nichts, denn das braucht hierfür keiner, die Rollen sind recht simpel gestrickt. Dennis Quaid gibt sich ganz passend als General Hawk und Channing Tatum darf wieder den schweigsamen, coolen Typen mit Skills spielen. Sienna Miller macht im engen Latex-Anzug als Femme-Fatale Ana stets eine gute Figur, ihre Gegenspielerin Rachel Nichols kommt als Shana 'Scarlett' O'Hara sehr sympathisch rüber. Marlon Wayans tut als Ripcord das, was er am besten kann, nämlich rumblödeln, was im Großen und Ganzen aber auch gut gelungen ist. Arnold Vosloo, der in Stephen Sommers "Mumien"-Filmen Hohepriester Imhotep gespielt hat, bekommt hier einen kleinen Nebenauftritt und Joseph Gordon-Levitt spielt The Doctor, den Bösen. Levitts Figur ist in G.I. Joe übrigens verdammt nervig ausgefallen, der von ihm verkörperte Bösewicht verfällt komplett zur Karikatur und wirkt damit irgendwann nur noch lächerlich. Es hätte nur noch gefehlt, dass man ihn in einer Einstellung im Dunkeln sieht, hinter ihm donnert es und er gibt ein lautes, schallendes Lachen von sich, fertig wäre der Bilderbuch-Bösewicht gewesen.

Fazit: "G.I. Joe" ist ein Film, die einiges wirklich gut macht, anderes wiederrum komplett versemmelt. Wenn man sein Hirn ausschalten kann und einfach ein wenig Spaß haben will, lohnt sich der Film, denn für Unterhaltung ist trotzdem gesorgt, nur sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. "Transformers II" war ein ähnlicher Fall, auch hier gab es jede Menge Makel, trotzdem hat er seine Zielgruppe angesprochen. "G.I. Joe" nimmt sich glücklicherweise selbst nicht ernst und will nicht mehr sein als das, was es ist: nette Unterhaltung für Zwischendurch - und die bietet er auch.

Kommentare

Kaspian

geschrieben am 04.12.2009 um 16:23:51

Wollte gerne auf der Transformerswelle mitschimmen... hoffe das nach Transformers...G.I Joe und He-man aus den 80ern.. endlich auch die anderen zu Filmruhm kommen..Saber Rider, Galaxy Rangers, Bravestarr und Co warten nur darauf.

G.I is wie die meißten Stephen Sommerfilme ein Film in dem man Hirn ausschaltet und Popcorn nascht. Mal dämlich..mal lustig..aber immer unterhaltsam..wenn auch nie ganz an der Klasse der großen Blockbuster wie etwa Transformers.

Kane

geschrieben am 15.12.2009 um 13:47:53

Ein Film für Kinder, der für Kinder nicht geeignet ist.
Nano my Ass

Dabbld

geschrieben am 16.12.2009 um 17:07:16

Klar besser als TF2 in diesem Jahr! Snake Eyes bringt einige coole Aktionen und die Actionsequenz in Paris ist auch nicht von schlechten Eltern. Gerade in den Schwertkämpfen hätte man aber noch mehr rausholen können und beim Humor... nun ja, immerhin nicht so beknackt wie in Transformers. Die deutliche Anlehnung an Star Wars hat mich übrigens sehr gewundert.

@Kane
Was ist daran für Kinder ungeeignet?

ComaDelirium

geschrieben am 23.12.2009 um 17:18:43

Naja der FIlm hat (teilweise) gute Effekte und das wars dann ehrlich gesagt auch schon - die Mädels sehen recht lecker in ihren Outfits aus und die Kerle machen das, was man bei GI Joe erwartet - dumm ausser Wäsche gucken und dabei möglichst männlich sein.....naja.....bis auf den nervigen Wayans isses denen auch gelungen nur der is sowas von nervig und absolut fehlbesetzt dass es weh tut.
Nur der Schluss erinnert einen start an James Bond - Moonraker - genauso übertrieben und dazu noch mit wirklich schlechten CGI-SFX

Wie Kaspian schon sagte - reingehen, Birne ausknipsen und Popcorn reinschaufeln

Kane

geschrieben am 23.12.2009 um 17:25:06

@ Dabbld

Ich würde meinen Kindern nicht unbedingt *kopfplatzende Szenen* zumuten
;)
Imo ist der Film einfach nur schwache Kost

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