Max Payne
Inhalt
Verfilmung des VideospielsMax Payne (Mark Wahlberg) ist ein einzelgängerischer Cop, ein mythischer Anti-Held, der es sich in den Kopf gesetzt hat, den oder die Mörder seiner Familie und seines Partners finden. Von Rachegelüsten getrieben, begibt er sich auf eine alptraumhafte Reise in die tiefste Unterwelt. Sein Fall wird zusehends mysteriöser, die Gegner erweisen sich als immer mächtiger – bis diese gar nicht mehr von dieser Welt scheinen und Max einem unfassbaren Betrug auf die Spur kommt...
Kritik
Videospielverfilmungen scheinen leider immer wieder einem ungeschriebenen Gesetz zu folgen: Eine ist schlechter als die andere. Die Erwartungen an "Max Payne" waren dennoch groß, immerhin hat man ein geniales Kultspiel als Vorlage und mit Mark Wahlberg auch einen passenden Hauptdarsteller gefunden. Auch die Trailer machten insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Doch auch "Max Payne" versagt, sogar auf ganzer Linie. Wieso? Das erfahrt ihr nun im Folgenden:Die beiden Spiele, 2001 und 2003 erschienen, zeichneten mehrere Merkmale besonders aus und machten sie letztendlich sogar zu Kultspielen: Zunächst einmal hatten sie eine unglaublich geniale Action, die in einem supercoolen Style präsentiert wurde. Dabei kreierte man einen Mix aus "Matrix" und John Woo, das heißt der Held hat die Schusswechsel stets in Zeitlupe bestritten, wobei man jede einzelne Kugel um die Ohren fliegen sah und bewegte sich, wie man es aus John Woo Filmen wie "Face/Off" oder "Hard-Boiled" kennt, in coolen Sprungmanövern und gleichzeitigem Schusswechsel durch die Gegend. Auch hatten die Spiele eine gute Geschichte zu erzählen, die in einem spannenden Finale endeten und bauten eine ungeheuer gute Film-Noir-Atmosphäre auf.
Dreht man nun einen Film dazu, erwartet man selbstverständlich stylisch umgesetzte Action am laufenden Band, die beschriebene Film-Noir Atmosphäre und eine spannende Umsetzung der Story. Dumm nur, dass "Max Payne" in allen drei Fällen versagt.
Die Story des Films ist zwar größtenteils, bis auf kleine Änderungen hier und da, an das Spiel angesiedelt, das Problem ist aber, dass das Drehbuch miserabel ist und der Film dadurch einfach verdammt langweilig ist. Die Story kommt nicht richtig in Fahrt und baut zu keiner Zeit Spannung auf. "Max Payne" schleppt sich von einer langatmigen Szene zur nächsten, ohne dass etwas passiert, und das bis zum Finale. Wer meint, dass der Film die zu erwartende Action aufweist, irrt sich, denn es gibt beinahe keine Action in "Max Payne"! Stattdessen sehen wir Max Payne wie er den Fall auf unspektakuläre Weise untersucht, und wenn man nicht eingeschlafen ist, ist der Film auch schon vorbei. Die Dämonen, die man übrigens im Trailer gesehen hat und die eigentlich in der Story nichts zu suchen haben (und deswegen Fans im Vorfeld beunruhigten), sind insgesamt noch das kleinste Übel. Es handelt sich glücklicherweise nicht um reale Dämonen, sondern nur um optische Erscheinungen, wenn man unter der Droge Valkyr steht.
Die Action, von der viel zu wenig vorhanden ist, ist leider auch alles andere als besonders ausgefallen. Zeitlupeneffekte? Einzelne durch die Luft fliegende Kugeln a la "Matrix" oder "Wanted"? Coole, für Payne typische Sprungmanöver seitlich, vorwärts oder rückwärts mit gezogenen Waffen? Nichts davon wird man hier zu sehen bekommen. Es gibt tatsächlich nur eine einzige Szene, in der Payne mit Pumpgun rückwärts springt und in Zeitlupe hinter sich schießt, und diese 10-Sekunden-Szene, die man aber auch schon aus dem Trailer kennt, kann man beinahe schon als trauriges Highlight zählen. Die 2-3 Actionszenen, die der Film sonst zu bieten hat, sind Standard-Action vom Fließband. Etwas ärgerlich ist die Logik hinter der Action, die man wieder dem verkackten Drehbuch zuschreiben kann. Denn so viele Gegner auch auf Max Payne schießen, selbst wenn es eine Ladung Schrot aus nächster Nähe ist, Max wird nicht getroffen. Wenn er im Laufe des Films dann aber doch irgendwann mal einige Male getroffen wird, macht das nichts, denn Payne spürt scheinbar keinen Schmerz. Selbst wenn eine Ladung Schrot seinen ganzen Brustkorb durchsiebt rennt Payne weiter als wenn nichts gewesen wäre. Erklärung des Films: Max steht unter Droge. Achso! Die Altersfreigabe von "Max Payne" in Deutschland liegt bei 16 Jahren, aber der Film ist, entgegen der Spiele, leider ziemlich unblutig und soft ausgefallen. Nicht dass Brutalität einen Film besser macht, aber "Max Payne" sollte ein harter Film sein, genau wie seine Videospielvorlage, und kein Kinderfilm.
Auch das Film-Noir-Feeling aus den Spielen mag hier nicht wirklich aufkommen. Zwar sieht "Max Payne" visuell ganz gut aus und auch die Sets sind, vor allem wenn man sich in engen Seitenstraßen befindet und der Schnell nieder rieselt, ganz gut gelungen, aber da das Drehbuch schon versagt hat mag auch nicht wirklich Feeling aufkommen, geschweige denn besagtes Film-Noir-Feeling.
Die Musik von Marco Beltrami ist insgesamt recht gut gelungen, unverständlich bleibt aber trotzdem, wieso man nicht die geniale Titelmusik des Spiels hier mitverwendet hat.
Darstellerisch ist Max Payne auch keine Offenbarung, jeder der vielen bekannten Gesichter tut einfach seinen Job. Mark Wahlberg hat man schon in anspruchsvolleren Rollen gesehen, dafür passt er optisch aber immerhin ganz gut in die Rolle hinein. Olga Kurylenko ("James Bond: Ein Quantum Trost") tut das, was sie am besten kann (und wofür wir sie lieben!), nämlich ein Flittchen spielen und viel Haut zeigen. Ihre Rolle ist praktisch die selbe, wie zuvor in der Videospielverfilmung von "Hitman", ein Unterschied ist kaum auszumachen. Chris O'Donnell sieht man nach langer Zeit mal wieder in einem größeren Film, seine Rolle ist aber zeitlich recht knapp bemessen und nicht weiter der Rede wert. Ähnlich ist es bei Rapper Ludacris, der zuvor in "L.A. Crash" gezeigt hat, dass er sogar ganz ordentlich schauspielern kann, hier zumindest aber ganz cool rüberkommt.
Nach knapp 100 Minuten rollen die Credits über den Bildschirm und man mag es kaum glauben, dabei handelt es sich fast noch um das Beste am Film, denn hier sieht man (animierte) Waffen aller Art, wie sie Kugeln abfeuern, und man könnte fast meinen, man hat gerade einen Actionfilm gesehen.
Fazit: Und wieder eine verkorkste Videospielverfilmung, der Trailer versprach mal wieder mehr als der Film bieten konnte. Macht lieber einen Bogen um den Film und kramt nochmal die Videospiele raus - ansonsten werdet ihr nur enttäuscht!
Jetzt kommentieren? / 19 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Mark Wahlberg, Mila Kunis, Chris "Ludacris" Bridges, Chris O'Donnell, Beau Bridges, Olga Kurylenko, Amaury Nolasco, Donal Logue, Rothaford Gray, Joel Gordon, Jamie Hector, Andrew Friedman , Marianthi Evans, Nelly Furtado
Galerien
Relevante Nachrichten
-
Box Office - Max Payne auf Platz 1
-
Max Payne - Vorgeschichte im neuen Trailer + offizielle Website online
-
Max Payne bekommt ein PG-13!
-
Internationaler Max Payne Trailer
-
Neuer Max Payne Trailer
-
Max Payne auf zwei Postern zu sehen
-
Max Payne - Der Trailer ist da
-
Chris O'Donnell in Max Payne
-
Mark Wahlberg ist Max Payne
-
Max Payne kommt ins Kino



siBBe / 27.05.2008 21:47:23
Bin mal echt gespannt was sie aus dem Film machen das Spiel ist super cool kann beim falschen Regisseur schnell in die Hose gehn.
2 Sternen
Kenny / 27.05.2008 21:50:43
gibst denn da schon info über cast oder produktion? fand das game auch ziemlich cool, aber wen könnte man sich da in der hauptrolle vorstellen?
nicht bewertet
siBBe / 27.05.2008 22:01:32
Mark Wahlberg spielt die Hauptrolle, John Moore führt Regie (Flug der Phönix, Das Omen, Behind Enemy Lines). Wahlberg ist ne ganz gute wahl, der Director najaaaaaaaaa
2 Sternen
markwahlberg / 28.05.2008 18:59:11
Go Mark go...wenn Mark dabei ist, kanns nur gut werden :D
nicht bewertet
Guildo / 06.06.2008 17:55:45
Gibt´s schon irgendwas neues?
Erste Bilder von Wahlberg als Max?
Ich liebe dieses Computerspiel und der Film kann eigentlich nur geil werden!
3 Sternen
SIRSMOKEALOT / 15.08.2008 13:18:32
Das Game war wirklich ziemlich cool. Ich freu mich auf den Film, wann kommt der raus?
nicht bewertet
crtim / 04.10.2008 21:45:39
Fulg des Phönix war ja mal absoluter Müll...
nicht bewertet
Zoidberg / 07.10.2008 13:36:17
Da freu ich mich aber das dieses Spiel endlich verfilmt wird. Hoffe das beste aber Marki macht das schon.
nicht bewertet
Guildo / 07.11.2008 15:53:25
Und die nächste schlechte Kritik zu dem Film. :(
Also werde ich bei meinem Kinogang mal gar nichts von dem Film erwarten und meine Erwartungen runterschrauben.
3 Sternen
tantemargels / 07.11.2008 19:20:47
"Die genaue Altersfreigabe von "Max Payne" in Deutschland ist zwar noch nicht bekannt..."
Bevor man eine Kritik schreibt, wäre eine bisschen bessere Recherche nicht schlecht gewesen. "Max Payne" ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Dies ist schon seit knapp einem Monat bekannt (seit 10.10.2008). Freigabebescheinigung: http://www.spio.de/fskonline%5CP...
nicht bewertet
siBBe / 07.11.2008 22:40:56
Danke für den "freundlichen" Hinweis ;)
2 Sternen
Chinchillakiller / 07.11.2008 23:43:20
wahlberg?!?!? na schoenen dank... wozu gibts schauspieler wie clive owen, dem steht doch max payne auf der stirn
nicht bewertet
mastamanx / 13.11.2008 10:37:19
Das Spiel war Genial, aber weniger wegen der Geschichte sonder eher wegen der Bullet-Time.
Mal sehen was man im Film geschichtlich anders gemacht hat als im Spiel
nicht bewertet
Dabbld / 16.11.2008 16:33:51
Der Film war wohl ein schlechter Scherz. Fehlbesetzt von vorne bis hinten, fehlende (gute) Action und ein sowieso mieses Drehbuch... bin sehr enttäuscht.
1 Sternen
Oldboy / 18.11.2008 07:25:24
Oh Max,wadde hadde du de da?
1 Sternen
OldSnake / 19.11.2008 11:27:37
ich hoffe nur nicht das der film von bioshock auch noch in die hose geht?!
nicht bewertet
Jigsaw / 23.11.2008 09:02:24
Bin auch etwas enttäuscht von dem Film,die Story und die ganze Umsetzung sind überhaupt nicht gelungen.Wahlberg spielt seine Rolle an sich gut aber das reißt die schlechte Story nicht raus.
2 Sternen
Guildo / 25.11.2008 00:38:10
War heute mit n paar Jungs von mir drinne.
Ich hab den ersten Max Payne Teil bestimmt 5-6 mal durchgespielt,deshalb kenne ich die Story auswendig und hab Jahre lang auf den Film gewartet.
Und naja was soll man sagen.War ganz nett.Der Film hatte nur in den Grundzügen mit dem Spiel zu tun (Jim Bravura war im Spiel weiß und hatte nen Schnäuzer und im Film wird er von Ludacris gespielt) und kaum Bullet Time Action wie pausenlos im Spiel (außer die 1 Szene wo Max den Typen mit dem Gewehr erschießt).
Wahlberg fand ich gut.Wieso hat den Part von Mona nicht Olga übernommen anstatt nach 5min schon zu sterben... :)
Wenn es einen 2.Teil geben soll,dann bitte mehr Bullet Time Action und ne bessere Story.
3 Sternen
Asche / 27.11.2008 17:51:49
Kann mich Guildo und Jigsaw nur an schließen,
wer zu anfang nich einschläft verpasst jedenfalls nich die actionszenen
nicht bewertet