Der unglaubliche Hulk (2008)
The Incredible HulkHandlung
Der Hulk ist wieder da.
Diesmal geht es um ein Heilmittel für Hulk. Der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton) führt ein Schattendasein und durchstreift den Planeten auf der Suche nach einem Gegenmittel. Seine Widersacher, die davon träumen seine Macht für ihre Zwecke zu missbrauchen, gönnen ihm einfach keinen Frieden und auch sein Wunsch mit Betty Ross (Liv Tyler), der einzigen Frau, die er jemals geliebt hat, zusammen zu sein lässt ihm keine Ruhe. Der brillante Wissenschaftler wird jedoch von dem Bösewicht The Abomination (Tim Roth), einer furchterregenden Bestie, die dem Hulk an Kraft ebenbürtig ist, rücksichtslos davon überzeugt in die Zivilisation zurückzukehren. Ein gigantischer Kampf entflammt, als Banner unfreiwillig zum Helden wird, um New York City vor der totalen Zerstörung zu bewahren.
Besetzung / Stab
Regie
Kritik
Warum hört man eigentlich immer wieder, wie mies der erste "Hulk" war? Ich fand diesen doch ziemlich cool. So war es auch keine Frage, den zweiten Hulk (oder doch den neuen ersten?) im Kino anzuschauen.
Wie dem auch sei, der "Hulk" sollte nochmals gerebootet werden, wie man heute so schön sagt, da wohl einige mit dem ersten Hulk nicht zufrieden waren. Und wie ist das Ergebnis beim "unglaublichen Hulk"? Unglaublich schlecht und ich bin unglaublich sauer, dass ich dafür Geld ausgegeben habe.
Warum? Erstmal hat dieser Film unglaubliche Längen, bei denen man sehr sehr oft das Gefühl hat, dass es einfach nicht voran geht. Außerdem geht das Geschnulze zwischen Edward Norton, der zwar gut spielt, aber körperlich hätte zulegen können, und Liv Tyler, die man fast ausschließlich von ihrer nicht vorteilhaften Seite sieht, ziemlich auf die Nerven. Zwischendrin hatte ich auch kurzzeitig das Gefühl, der Vorführer hätte aus versehen die King Kong Rolle eingelegt. Denn einige Szenen, z.B. als der Hulk seine Dr. Ross auf einen Berg in eine Höhle trägt und dann mit ihr davor sitzt und in die Ferne sieht, sah doch verdächtig nach Peter Jacksons Affenfilm aus.
Auf jeden Fall will man in einer Comicverfilmung, wie dem "Hulk" doch keinen Liebesfilm sehen, sondern Action! Und davon eine ganze Menge. Aber das wirkliche Highlight des Films, der Showdown zwischen Hulk und Abomination, wurde total verhunzt.
Der Verleiher hatte nämlich eine ganz tolle Idee: Wieso schneiden wir in Deutschland nicht zwei Minuten heraus, damit auch die 12-Jährigen ins Kino können. Auf DVD kann man diese ja später wieder einfügen und nochmals ordentlich die Kassen klingeln lassen. Und hier ist der absolute Aufreger verborgen. Im Gegensatz zu Iron Man, bei dem man die Schnitte nicht bemerkt, wurde der Showdown zischen Hulk und Abomination regelrecht vergewaltigt. In einer Szene hat Hulk zwei Autohälften in den Händen (siehe Trailer), im nächsten kloppt er auf sein Nemesis ein. Dann wird er vom Bösewicht an die Wand gedrückt, im nächsten Schnitt hat der Hulk die Oberhand. Aber nicht nur das versaut den Showdown, denn dieser war an Dämlichkeit ja wirklich nicht zu überbieten. Der Hulk gröhlt auf einmal "HUUUUULK-SMASH!!!" und haut auf den Boden, dass die Heide wackelt. Und von diesen Szenen gab es einige.
Ich will aber nicht nur auf den miesen Seiten herumreiten. Der neue Hulk wurde im Gegensatz zum ersten besser animiert. Er wirkt nicht mehr so künstlich und leuchtend grün. Er fügt sich besser in seiner Umgebung ein und ist in einem schmutzigen dunkleren Grün gehalten. Wie gut oder schlecht Abomination der Comicvorlage entspricht, kann ich leider nicht beurteilen. Aber er sah richtig schön böse aus. Ein Highlight für die Fans der alten Serie dürfte sicherlich der Cameoauftritt von Lou Ferrigno sein. Wer zu jung ist, sich daran zu erinnern: Lou Ferrigno spielte, bevor er in "King of Queens" der Nachbar von Doug und Carrie wurde, den TV-Hulk. Außerdem bekommen wir am Schluss noch einmal Tony Stark, wieder verkörpert von Robert Downey jr., zu sehen, der General Ross von einem "Team", das gerade zusammengestellt wird, berichtet.
Fazit: Wen die Schnitte nicht stören, könnte Spaß mit dem Film haben. Aber lieber den ersten nochmal anschauen und auf die DVD des neuen Films warten, weil dann ist er ungeschnitten.
Hinweis:
Meine Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf die in Deutschland geschnittene Kinofassung.

Kommentare
Bumblebert
geschrieben am 04.12.2009 um 13:56:27
Nicht die beste Comicverfilmung, aber trotzdem ganz nett. Aber gegen Iron Man verkackt der so richtig :D
TDurden
geschrieben am 04.12.2009 um 15:15:42
ich fand diese version des hulk gut. die anspielung auf den leader am ende gefällt mir gut. konnte mich überzeugen. aber ich liebe eh alles von marvel
Kaspian
geschrieben am 05.12.2009 um 16:03:04
War mir zusehr auf Action getrimmt.. der Schlusskampf kam in vielen Kinos plump geschnitten....war ne Zumutung... typisch Marvel halt.. Action, Action, Action ohne tiefen Sinn... hauptsache es rumst umd bumst...
Smallville
geschrieben am 07.12.2009 um 17:26:22
Hat mir besser gefallen als Lee's Version...
Batista
geschrieben am 11.12.2009 um 04:02:36
Also wenn ich die Kritik lese, dann sage ich nur OMG! Also Hulk wurde hier im Gegensatz zu Lee's Version sehr sehr gut getroffen. Das der Film seine Längen hat, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, weil ich dem nicht zustimmen kann. Und Hulk und ein Liebesfilm? Ich glaube wir haben zwei unterschiedliche Filme gesehen. :D Das dass finale so dämlich in der deutschen Kinofassung geschnitten wurde ist natürlich kacke, aber Uncut auf DVD kommt das ganze schon viel genialer...PS: Ich will noch mehr Hulk-Teile und hoffe das er auch im Avengers Film vorkommen wird... Ich glaub ich muss mal eine Reboot-Kritik schreiben :P
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