[REC]
Inhalt
Neuer Horrorfilm aus Spanien.Ein Routinejob, weiter nichts. Fernsehmoderatorin Angela Vidal (MANUELA VELASCO) und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur eine Nacht lang den Alltag der Männer einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als die Feuerwehrmänner zu einem Routine-Einsatz in ein altes Mietshaus gerufen werden, wo sie der Polizei die Tür zu einer Wohnung öffnen sollen, aus der Schreie zu hören sind. Doch dann werden sie in der Wohnung von einer blutverschmierten Frau angegriffen, ein Polizist wird schwer verletzt. Flucht ist unmöglich, denn mittlerweile hat die Polizei das Gebäude weiträumig abgesperrt. Fernsehteam, Beamte, Feuerwehrmänner und Mieter sind gefangen in dem Haus. Dann bricht die Hölle los...
Kritik
Immer wieder kommen aus dem Ausland Filme, die Hollywood um Längen abhängen. So nun auch [Rec] aus Spanien, der in dem sonst so durchschnittlichen Horrorgenre eine wahre Perle ist. Der Film wurde schon im Vorfeld hochgelobt und auf diversen Festivals mit Preisen ausgezeichnet, beispielsweise erhielt er auf dem Internationalen Film Festival in Sitges fünf Preise: den Publikumspreis, den Großen Preis für einen europäischen Fantasyfilm, den Kritikerpreis und den Preis für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. Auch Hollywood hat bereits ein Auge auf [Rec] geworfen, ein Remake mit dem Namen "Quarantine" ist schon in der Produktion. Die spanischen Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza, die in [Rec] sowohl Regie führten als auch das Drehbuch schrieben, sind als Drehbuchautoren für das Remake mitverpflichtet worden. Doch bevor das Remake bei uns im November ins Kino kommt, erscheint das Original im Mai, das wahrscheinlich sowieso nicht mehr übertrumpft wird.Liest man die Story des Films, erscheint sie einem weder neu noch originell. Ist sie auch nicht, aber die Umsetzung davon, woran die meisten Horrorfilme immer wieder scheitern, ist einfach gelungen. Gefilmt wurde mit der aus Filmen wie "Blair Witch Project" oder "Cloverfield" bekannten Wackelkamera aus der Ich-Perspektive, die wahrscheinlich nicht jedermans Geschmack ist, aber für Realitätsnähe und dem Gefühl des mittendrin dabei seins im Geschehen sorgt. Klar ist durch das Gewackel nicht immer alles deutlich zu sehen was man gerne sehen will und logisch ist es vielleicht auch nicht unbedingt immer, in einer solchen Alptraumsituation die Kamera draufzuhalten statt sich einfach seine eigene Haut zu retten, aber das stört nicht weiter. In [Rec] ist dieser Effekt mehr als gelungen und sorgt beim Zuschauer für wahre Nervenausbrüche. Dadurch, dass man nur die Sicht der Kamera zu sehen bekommt, fühlt man sich mehr ins Geschehen einbezogen, was wahrscheinlich ohne nicht möglich gewesen wäre.
"Wir wollten einen Schlüssel finden, wie man einen Albtraum auf die denkbar glaubwürdigste Weise konstruieren könnte - eine erschreckende Erfahrung, die das Publikum auf eine Weise einbinden sollte, die weit über das übliche Maß hinausgeht. Also beschlossen wir, unseren Film zu erzählen, als handelte es sich um eine Fernsehreportage, ein Live-Mitschnitt, bei dem sich der Horror vor unseren Augen in Realzeit entfaltet, ohne die Möglichkeit zu haben, den Schrecken zu stoppen oder zu manipulieren", so die Regisseure.
Dieses Einbeziehen des Zuschauers ist auch die größte Stärke von [Rec], man wird von Anfang an bis zum Ende gefesselt. Dabei wurde viel Wert auf guten spannenden Horror gelegt, die Schauspieler bewegen sich stets durch dunkle, enge Gänge im Haus, welches sie nicht verlassen können, da es unter Quarantäne steht, gute Schockmomente gibt es immer wieder und stets herrscht die Angst davor, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt und was als nächstes passieren wird. Darauf ist zwar jeder Horrorfilm ausgelegt, aber bei der Masse ist es immer wieder so, dass erstens ein wirkliches Angstgefühl nicht aufkommt, da das Ganze eher auf Unterhaltung ausgelegt ist oder nicht gut umgesetzt wurde, oder man 0815-Schockmomente zu sehen bekommt, die nur noch die zartbeseiteten wirklich vom Sessel hauen. In beiden Punkten ist [Rec] der Masse deutlich überlegen und so schnell sicherlich nicht mehr vergessen.
Fazit: [Rec] schafft das, was die meisten anderen Horrorfilme nicht schaffen: Die Nerven der Zuschauer blank zu legen. Spannender Psycho-Horror aus Spanien, der seine Konkurrenz aus Hollywood locker abhängt.
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Regisseur
Schauspieler
Manuela Velasco, Javier Botet, Manuel Bronchud, Martha Carbonell, Claudia Font, Vicente Gil, Maria Lanau, Carlos Lasarte, María Teresa Ortega, Pablo Rosso, Pep Sais, Jorge Serrano, Ferran Terraza, David Vert, Carlos Vicente



mye / 07.04.2008 12:33:12
der trailer ist geil, ich freu mich riesig
4 Sternen
Jigsaw / 07.04.2008 12:49:50
Der Film hat schon einiges an Vorschußlorbeeren geerntet,warten wirs mal ab,aus Spanien kommt ja auch immer wieder mal was aus der Horrorecke und meißtens garnet mal so schlechte Filme,wie zum Beispiel der Fun Splatter Mucha Sangre.
5 Sternen
mye / 07.04.2008 14:10:12
na dann freu ich mich ja umso mehr auf den film, klingt ja alles sehr vielversprechend :)
4 Sternen
mye / 08.04.2008 16:24:11
so hab ihn jetzt auch gesehen... schon ne super idee, muss ich ja sagen und allein die letzten zehn minuten, holy moly, das nenne ich horror und spannung :) zwischendurch hat er allerdings bei der eh kurzen spieldauer einige längen, aber echt ein guter film, 4,5 sterne von mir
4 Sternen
DaysofWineandRoses / 10.04.2008 22:42:07
Was für ein unglaublich intensiver Film. Habe ihn gerade im Original mit englischen Untertieln gesehen. Sollte man nicht synchronisieren. Täte dem Film nicht gut. Es ist doch immer wieder intressant, mit wie wenig Geld man höllisch spannende Filme drehen kann, wenn man eine gute Idee hat. Sicher reitet er wieder mal auf der "Blair Witch"-Idee herum und die letzten zehn Minuten sind ziemlich frech bei "Silence of the Lambs" geklaut - zumindest, was die Optik betrifft. Aber hier haben wir wieder mal einen Film, der so intensiv ist, dass nicht einmal die Handwackel-Kamera stört. Schönen Grusel allerseits. Und - viel Spaß in Hollywood beim Scheitern am Remake.
nicht bewertet
mye / 10.04.2008 22:59:10
"Und - viel Spaß in Hollywood beim Scheitern am Remake"... hehe, mal schauen :)
4 Sternen
Dabbld / 22.04.2008 12:48:14
Genialer Film, für mich sogar der beste Horrorfilm seit einiger Zeit. Den Trailer zum Remake gibt's ja bereits. Ich mag zwar Jennifer Carpenter aber neeeeeeee, das kann einfach nichts werden. Verstehe sowieso nicht warum Hollywood jedem neuen ausländischen Filmerfolg gleich eine eigene Version nachschieben muss. Einfach arm.
nicht bewertet
Crazy2sAW / 10.05.2008 22:06:44
boah ich liebe den film...:D
einfach genial..besser als 'the blairwitch project'
ich erschreck mich jedesmal und hab ihn schon über 5 mal gesehn^^..ist wie bei sAW...davon bekomm ich einfach auch nicht genug :D
nicht bewertet
siBBe / 10.05.2008 22:27:00
leute ihr dürft oben auch bewerten, also wenn ihr den film alle gut fandet dann vergesst neben eurem comment auch eure bewertung nicht :)
5 Sternen
Jigsaw / 11.05.2008 06:43:34
Ich bin erst vor einiger Zeit dazu gekommen ihn mir anzusehen und muß sagen einer der besten Horrorfilme der letzten Zeit,das war echt suspense und Thrill pur.
5 Sternen