Far Cry
Inhalt
Uwe Boll verfilmte das beliebte Videospiel Far Cry.Seit Draufgänger Jack Carver (Til Schweiger) seinen Dienst bei den Special Forces quittiert hat, führt er ein beschauliches Leben als Bootsführer für Touristen an der US-Westküste. Damit ist es jedoch vorbei, als die attraktive Journalistin Valerie (Emanuelle Vaugier) auftaucht und ihn bittet, sie zu einer Militärinsel zu bringen. Sie ist die Nichte eines dort stationierten Colonel (Ralf Moeller), der einem ungeheuren Geheimnis auf der Spur ist! Kaum an Land, wird Valerie allerdings sofort geschnappt und Jacks Boot in die Luft gesprengt. Er rettet sich in letzter Sekunde vor der Explosion - und gerät in ein gefährliches Abenteuer: Auf der Insel herrscht der zwielichtige Dr. Krieger (Udo Kier), der für das Militär geheime Gen-Experimente durchführt und eine monströse Kampfeinheit geschaffen hat. Jack muss ihn stoppen und Valerie retten, notfalls im Alleingang gegen eine ganze Armee...
Kritik
Der deutsche Regisseur Uwe Boll hat sich vor allem mit der Adaption von Videospielen weltweit einen Namen gemacht. Leider keinen guten, denn seine Filme werden von Kritikern nur so zerrissen, Unterschriftenaktionen gestartet um ihn zu stoppen usw. Seien es "House of the Dead", "Bloodrayne", "Alone in the Dark" oder "Dungeon Siege", mit keinem der Filme konnte sich Boll, trotz teilweise wirklich großem Budgets und immer wieder recht bekannten Schauspielern, die er auftreiben konnte, mit Ruhm bekleckern. Mit dem sozial-kritischen, tabulosen "Postal" dagegen hat Boll dann aber doch gezeigt, dass er auch gute Filme drehen kann, der Film gefiel nicht nur uns, sondern kam insgesamt bei Fans und Kritikern recht gut an. Ansonsten aber hat Boll keine große Fangemeinde bilden können, antwortet aber seinen Gegnern immer wieder mit originellen Ideen, indem er zB. seine Kritiker zum Boxkampf herausfordert. Privat ist Uwe Boll sowieso ein verdammt cooler Typ, wie wir nun schon mehrmals feststellen konnten durch Interviews. Umso schwerer fällt es uns, nun über "Far Cry" zu schreiben."Far Cry" ist den meisten Videospielern sicher ein Begriff, immerhin ist das vom deutschen Entwicklerstudio Crytek produzierte Spiel ein riesen Erfolg gewesen. Nun bietet die Story zwar nicht unbedingt die allerbeste Vorlage für einen Film, für einen reinen Funfilm reicht sie aber allemal. Was Uwe Boll aus der Verfilmung gemacht hat ist aber leider alles andere als funny. Zeichnet sich das Spiel als spannendes One-Man-Tropen-Inselabenteuer aus, in dem der Held sowohl auf Soldaten als auch auf Mutanten trifft und um sein Überleben kämpfen muss, hat der Film damit nicht mehr viel zu tun.
Los geht's mit der Action. Die ist in "Far Cry" zwar vorhanden, macht aber keinen Spaß. Zum einen ist es nämlich schwer dieser zu folgen, wenn sie nachts im Wald stattfindet und mit schnellen Cuts und Wackelkamera gedreht wurde, so dass man auch wirklich gar nichts mehr erkennt, zum anderen ist sie einfach völlig unspannend. Klar, es wird viel geschossen und hier und da fliegt immer mal was in die Luft, aber was bringt das, wenn dabei kein Adrenalin hochschießt und man es gähnend mitverfolgt? Das tropische Inselgefühl des Videospiels mag auch nicht wirklich aufkommen, da man sich stattdessen dazu entschloß, in den kanadischen Wäldern rund um Vancouver zu drehen, erst recht kommt aber nicht das Gefühl auf, voller Spannung dem Helden bei seinem Überlebenskampf zuzuschauen, wie man es beispielsweise aus "Rambo" oder "Stirb Langsam" kennt (oder eben aus dem Videospiel). Auch die Choreografie der Kämpfe, falls man denn dann doch mal was erkennt, ist alles andere als schön anzusehen. Gegen Ende benutzt Boll zwar reichlich Slow-Motion-Szenen, aber die retten auch nicht mehr viel. Das Budget des Films war mit 40 Millionen Dollar übrigens sehr großzügig, schade dass man das Geld nicht besser eingesetzt hat, bzw. fragt man sich im Nachhinein, wofür wurde es überhaupt verwendet wurde.
Schlimmer wird es aber, wenn "Far Cry" versucht seine "Story" zu erzählen oder wenn einer der Charaktere den Mund aufmacht. Es kommt wirklich selten vor, dass man derart bekloppte Dialoge zu hören bekommt wie in "Far Cry". Nicht, dass man in einem Funfilm wie "Far Cry" irgendwelche großen Ansprüche auf intelligente Dialoge stellen würde, aber sie sind einfach dermaßen dumm, dass man irgendwann nur noch kopfschüttelnd dasitzt oder der Dummheit wegen anfangen muss zu lachen. Nun kann man sagen das wär doch ok, da der Film sich selbst ja nicht ernstnehmen will und lustig sein will (das Spiel ist übrigens alles andere als lustig), ist er dann aber doch nicht (abgesehen von den Lachern der Lächerlichkeit wegen). Außerdem bedient man sich so ziemlich aller Klischees die man sich vorstellen kann. Das beste Beispiel dürfte wohl die "romantische" Szene zwischen Schweiger und Vaugier in der Holzhütte sein, die wirklich zum schreien komisch ist (im negativen Sinne!).
Während "Dungeon Siege" mit bekannten Namen Hollywoods nur so geprotzt hat (Ray Liotta, Jason Statham, Leelee Sobieski, John Rhys-Davies, Ron Perlman, Claire Forlani, Matthew Lillard, Burt Reynolds), hält sich da "Far Cry" etwas zurück. Mit Til Schweiger hat man Deutschlands wohl beliebtesten Darsteller zum Hauptdarsteller genommen, der sich mit "Far Cry" sicher keinen großen Gefallen getan hat, vor allem nach seinem großen Erfolg mit "Keinohrhasen". In "Far Cry" kommt Schweiger völlig hözern rüber, Sympathie zum Hauptdarsteller baut der Zuschauer zu keiner Minute auf und den Actionhelden kauft man ihm hier auch nicht so wirklich ab. Udo Kier schießt in seiner Rolle aber den Vogel ab als eiskalter Wissenschaftler, der genetische Experimente an Menschen unternimmt, sich nebenbei aber immer gern mal einen Wein gönnt und leidenschaftlich malt. Schaut man den Film in deutsch, bleibt einem immerhin Kiers gruseliger Akzent im Englischen erspart. Erspart bleiben dem Zuschauer trotzdem keine von Kiers beknackten Dialogen (auch wenn er selbst nicht daran schuld ist, immerhin hat jemand anderes das Drehbuch geschrieben). Irgendwo dazwischen rennt dann noch hin und wieder Ralf Möller als weiß geschminkter Mutant rum, in dem doch noch ein wenig Gefühle schlummern.
Fazit: "Far Cry" ist für jeden Fan des wirklich guten Spiels ein Schlag in die Fresse. Sorry Herr Boll, aber das war nun wirklich nichts!
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Regisseur
Schauspieler
Til Schweiger, Ralf Möller, Udo Kier, Natalia Avelon, Emmanuelle Vaugier, Anthony Bourdain, Jay Brazeau, Scott Cooper, Chris Coppola, D. Harlan Cutshall, Don S. Davis, Mike Dopud, Craig Fairbrass, Carrie Genzel, Geoff Gustafson, Thomas Hanley, Jesse Kennedy, Kirk McMeekan, Michael Paré, Craig Skistimas, Kimani Ray Smith, Jamie Switch, Michael Teigen, Gareth Von Kallenbach



OldSnake / 01.10.2008 11:52:33
Geil, habe nix anderse erwartet. Mit ein paar Bier und schlechten Freunden wird da sicherlich Spaß aufkommen. Ach und übrigens, der Schweiger kommt immer hölzern rüber.
1 Sternen
matze / 01.10.2008 13:36:03
Haha, Leute was soll denn rauskommen wenn Uwe Boll mit einen Hauptdarsteller namens Til Schweiger einen Action Film macht? Müll - is doch klar! So viel Bier kann ich gar nicht trinken das da Spaß aufkommen könnte.
nicht bewertet
OldSnake / 01.10.2008 15:22:13
lol
1 Sternen
borat1970 / 02.10.2008 00:45:43
Ich habe Far Cry bei einer Vorpremiere gesehen und seit dieser Zeit bete ich zur Gott,dass Uwe Boll keine Filme mehr drehen soll.Ein unglaublich schlechter Film.Der Flop des Jahres!!!
1 Sternen
borat1970 / 02.10.2008 00:48:09
Habe fast meine Punktewertung vergessen, -1 Stern!
1 Sternen
Jigsaw / 06.10.2008 18:38:06
Wird sicher wieder ein typischer Boll,also griff ins Klo,is doch unklar das so jemand soviel Geld zu verschleudern hat,sozusagen die deutsche Antwort auf Ed Wood!
nicht bewertet