Rambo 2 – Der Auftrag
Rambo: First Blood Part II
Inhalt
John Rambo wird mit dem Auftrag betraut amerikanische Kriegsgefangene in Vietnam aufzuspüren - der Dschungel wird brennen...John Rambo (Sylvester Stallone) wurde für seine Vergehen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, die er mittlerweile in einem Straflager absitzt, als sein langjähriger Freund und Mentor Colonel Trautman (Richard Crenna) an ihn herantritt. Er macht ihm den Vorschlag, ihn aus dem Gefängnis zu holen, wenn er sich bereit erklärt eine neue Geheimmission für sein Land zu erfüllen.
Rambo soll nach Vietnam zurückkehren, um dort nach amerikanischen Kriegsgefangenen zu suchen, die seit dem Ende des Krieges verschollen sind. Die geheime Operation wird von Marshall Murdoch (Charles Napier) geleitet. Rambo soll die Gefangenen jedoch nicht befreien, sondern lediglich Fotos von ihnen machen. Die eigentliche Rettungsaktion soll von Col. Trautman geleitet werden.
Als Rambo nach Erfüllung seines Auftrages am Treffpunkt mit einem geretteten Kriegsgefangenen erscheint, dreht der Helikopter jedoch ab und Rambo muss erkennen, dass er verraten wurde und wieder einmal auf sich selbst gestellt ist. Er gerät wie seine Kameraden in vietnamesische Gefangenschaft. Dort trifft er auf seinen ärgsten Widersacher, den russischen Lieutenant Colonel Podovsky (Steven Berkoff). Doch insgeheim treibt Rambo nur ein Gedanke an: Rache an dem, der ihn verraten hat… Murdoch. Dank der Hilfe seiner Führerin Co Bao (Julia Nickson-Soul) gelingt ihm schließlich die Flucht…
Kritik
Nach dem großen Kassenerfolg des ersten Teils, folgte 1985 der zweite "Rambo" Film, der auch durchschlagenden Erfolg an den Kinokassen feiern konnte und das Einspielergebnis des ersten Films nochmals um mehr als das Doppelte auf weltweit 300 Millionen US-Dollar steigerte. Auch dieses Mal war Hauptdarsteller Sylvester Stallone an der Ausfertigung des Drehbuchs beteiligt. Er überarbeitet die erste Fassung, die von keinem geringeren als James Cameron verfasst wurde. Cameron sagte später über das Drehbuch, dass er die Actionszenen schrieb und, dass Stallone für die politischen Aspekte verantwortlich war.Auf dem Regiestuhl nahm diesmal George P. Cosmatos platz, der einen Film mit viel Action, viel Blei, vielen Explosionen und einem hohen Body Count in Szene setzte. Von den 67 Menschen, die im Verlauf des Films sterben tötet Rambo alleine 57. Der Film ist also nichts für zart besaitete Gemüter und er wurde von der deutschen FSK sogar für indiziert erklärt, weil er als stark Gewalt verherrlichend gilt. Stand im ersten Teil noch Rambos Konflikt im Vordergrund ist es diesmal brachiale Gewalt und Action, die vor Testosteron nur so trieft und bis auf die Spitze getrieben wird.
Auch die Story ist im zweiten Teil erheblich anders gelagert als im Ersten. Diesmal wird John Rambo für eine Rettungsmission angeheuert, die ihn zurück in die Hölle führt, der er einst entkam – mitten in den tiefsten Dschungel von Vietnam. Dort soll er amerikanische Kriegsgefangene ausfindig machen. Doch der Auftraggeber Murdoch spielt ein falsches Spiel mit ihm, denn die US-Regierung ist nicht gewillt noch mehr Truppen und Gelder für die Rettung der Gefangenen aufzubringen. Die im Film angesprochene Problematik ist ein heikles Thema, denn die US-Regierung weigerte sich Kriegsreparationen an Vietnam zu zahlen, so dass die vietnamesische Regierung im Gegenzug die Auslieferung der amerikanischen Kriegsgefangenen verweigerte. Als im Jahr 1979 der Marinesoldat Robert Garwood nach 14 Jahren in vietnamesischer Gefangenschaft entlassen wurde und nach Amerika zurückkehrte, machte er auf weitere amerikanische Kriegsgefangene in Vietnam aufmerksam, was für viel Wirbel sorgte und einen Aufschrei innerhalb der amerikanischen Bevölkerung auslöste. Diese Thematik baute Stallone schließlich ins Drehbuch ein.
Natürlich konnte nur Sylvester Stallone ein weiteres Mal in die Rolle des wortkargen Vietnam-Veteranen John J. Rambo schlüpfen. Auch dieses Mal spielt er den Part des muskelbepackten Elitesoldaten sehr solide und nahezu emotionslos. Dass sich seine Textpassagen auf ein Minimum reduzieren und oftmals hohle Phrasen darstellen sei an dieser Stelle jedoch ebenfalls erwähnt. Diesmal kämpft die von ihm dargestellte Figur jedoch nicht mit sich selbst und der amerikanischen Staatsgewalt, sondern er wird als Ein-Mann-Kampfmaschine auf die vietnamesische Armee und die mit ihnen verbündeten Russen losgelassen. Tief im vietnamesischen Dschungel muss er noch einmal durch die Hölle gehen, die er einst hinter sich ließ. Dabei bekommt er Unterstützung von der einheimischen Führerin Co Bao, die von der bis dahin unbekannten jungen Darstellerin Julia Nickson-Soul verkörpert wird. Zwischen ihr und Rambo entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte, die allerdings nicht sehr glaubwürdig wirkt und auch nur mäßig von den Schauspielern umgesetzt wurde. Rambos ärgster Widersacher ist der russische Lieutenant Colonel Podovsky, der von dem Briten Steven Berkoff gespielt wird. Dieser glänzte bereits ein Jahr zuvor in "Beverly Hills Cop" in der Rolle des Bösewichts. Natürlich ist auch Richard Crenna als Rambos Vertrauter und Mentor Colonel Trautman wieder mit von der Partie. Seine Rolle sollte im nachfolgenden dritten Teil erheblich ausgebaut werden.
Komponist Jerry Goldsmith steuerte erneut den Score zum Film bei. Er schuf mit dem ersten Teil ein typisches Rambo-Theme, dass er mit dem zweiten Teil weiter ausbaute. Die musikalische Untermalung ist wirklich gut gelungen und geht ins Ohr.
Fazit: Hartes Actionkino für Genrefans. Der Film baute den "Rambo" Mythos aus und vergrößerte die Fangemeinde. Rambos Siegeszug als eine DER Actionikonen der 1980er Jahre setzte sich fort und sollte mit dem dritten Teil seinen Höhepunkt erreichen. Der tolle Score trägt ebenfalls zu einem kurzweiligen Action-Vergnügen bei.
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Regisseur
Schauspieler
Sylvester Stallone, Richard Crenna, Charles Napier, Steven Berkoff, Julia Nickson-Soul, Martin Kove, George Cheung, Andy Wood, William Ghent, Voyo Goric, Dana Lee, Baoan Coleman, Steve Williams, Don Collins, Christopher Grant, John Sterlini, Alain Hocquenghem, William Rothlein, Tony Munafo, Tom Gehrke


