Juno

20th Century Fox of Germany

Laufzeit: 96 min

Land: USA, Canada

Genre: Comedy , Drama



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Startdatum: 20.03.2008

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Juno (2007)

Moviereporter Bewertung

4

Handlung

Schwanger! Na und?

Die schlagfertige Juno (Ellen Page) hat ungewollt einen "Braten in der Röhre" und macht sich mit ihrer besten Freundin auf die Suche nach perfekten Eltern für eine Adoption. Doch während sich die 16-Jährige langsam wie ein Walfisch vorkommt, werden die zukünftigen Adoptiveltern immer schräger.

 

Kritik

Hochgelobt und zumindest nicht ganz leer ausgegangen bei der diesjährigen Oscar-Verleihung, denn es gab den Oscar für das beste Original-Drehbuch, verliehen an Diablo Cody, die ein vortreffliches Händchen für ausgezeichnete Dialoge beweist. Dass der Film auch Chancen auf die Auszeichnung zum besten Film hatte, ist ja schon ein Kompliment an sich, wenn diese Nominierung meiner Ansicht nach auch etwas "zu viel des Guten" war. Da hätte ich stattdessen Charlie Wilson's War oder Gone Baby Gone in die Kategorie gewählt. Nun denn, gewonnen hat ja bekanntlich ein anderer Film und es ist ja auch nicht so, dass Juno ein schlechter Beitrag wäre.

Die Geschichte kommt zunächst locker-luftig daher, eine andere Kategorisierung will mir nicht einfallen. Eben einer dieser locker-luftigen (Indie-)Filme mit Tiefgang wie Garden State oder Little Miss Sunshine. Von Interesse ist dahingehend, ob dieser Nominierungs-Trend auch bei der 81. Verleihung weitergeführt wird, nachdem ein Film solchen (ähnlichen) Genres bereits im letzten Jahr mit Little Miss Sunshine Hoffnung auf den "Königs-Oscar" haben durfte. In dieser Hinsicht erscheint es umso skandalöser, dass Garden State dieser Ehre beraubt wurde, eindeutig der beste Film, wenn man bei der angesprochenen Trilogie bleiben möchte.
Überwiegend ist Juno eine Komödie und schon sind wir am größten Kritikpunkt von meiner Seite angekommen. Die Emotionalität bleibt zwar keineswegs auf der Strecke, doch bei einer viel zu durchschnittlichen Lauflänge von nicht einmal 100 Minuten war an einigen Stellen Luft für mehr. So wurde mir die von Michael Cera gespielte Figur Paulie Bleeker zu sehr in den Hintergrund gerückt, umso erfreulicher aber, dass ihm bzw. der Beziehung zwischen ihm und Juno MacGuff die letzte (übrigens wunderbare) Szene gewidmet wird. Generell wird viel angedeutet: die Vorteile einer guten Vater-Tochter-Beziehung, von Freundschaft... sowie das bekannte Phänomen einer Fassade, die zwangsläufig irgendwann zu bröckeln beginnt... typische Teenager-Fragen-Probleme und mittendrin eine Hauptdarstellerin, die zum einen noch viel zu sehr Kind ist, als dass es irgendwann im Film zur Debatte steht, das Kind nicht in die hoffnungsvollen Arme von Adoptivmutter Vanessa Loring (Jennifer Garner) zu geben, zum anderen aber eine Reife und ein Selbstbewusstsein an den Tag legt, so dass sie durchweg in der Lage zu sein scheint, die wichtigen Entscheidungen in ihrem Leben durchdacht zu treffen und nicht in den Tag herein zu fällen. Diese Ambivalenz zeichnet den Charakter der titelgebenden Hauptfigur aus und diese Figur wird wiederum äußerst gut von einer jungen Ellen Page in Szene gesetzt... äußerst gut, aber oscarreif? Auch hier würde ich verneinen, diese Nominierung hätte noch etwas warten dürfen.

Was mich für den mit einem vergleichsweise niedrigen Budget (7,5 Millionen Dollar) ausgestatteten Film besonders freut, sind die erstaunlich grandiosen Einspielergebnisse von mehr als 100 Millionen Dollar in den USA, die praktisch Hand in Hand mit den positiven Bewertungen daher kommen, möglicherweise aber auch auf die Tatsache zurück zu führen sind, dass Juno eben (leider) viel mehr Komödie als Drama ist.

Fazit: Juno ist eine tolle Geschichte, die durchweg, und damit wäre die erste Hürde bravourös gemeistert, unterhalten kann. In Sachen Emotionalität hätte der Film aber ruhig noch etwas tiefer gehen können, was bei dem guten Drehbuch wahrscheinlich schlichtweg durch eine um vielleicht zwanzig oder dreißig Minuten verlängerte Fassung erreichbar wäre. So ist Juno dann zumindest nicht das zum Teil formulierte kleine Meisterwerk geworden.

Kommentare

TDurden

geschrieben am 04.12.2009 um 16:55:38

ein guter film und ein toller soundtrack. komisch mit einem ernsten thema. sollte man sehen

Kaspian

geschrieben am 04.12.2009 um 17:03:17

Ein guter Feelgoodmovie. wenn auch für mich der letzte Biss gefehlt hat.

Bumblebert

geschrieben am 07.12.2009 um 12:51:11

Ich mag Ellen Page. Süßes Ding! Michael Cera spielt seine Rolle auch toll!

PrinzessinLillifee

geschrieben am 14.12.2009 um 21:39:52

wundervoll schräger humor.
juno ist absolut sympathisch und die doch etwas ernstere thematik kommt gut rüber.

Dorn

geschrieben am 21.01.2010 um 19:00:18

von Ellen Page wird man noch viel sehen, wie ich hoffe.
Schräger humor, toller Soundtracke... eigentlich passt fast alles in dem Film.

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