Rambo: First Blood (1982)
First BloodHandlung
Ex-Elitesoldat John Rambo wird von einem Kleinstadtsheriff schikaniert - der Beginn einer gnadenlosen Jagd voller Action und Dramatik und der Auftakt einer legendären Action-Trilogie.
Der hoch dekorierte Vietnamveteran John Rambo (Sylvester Stallone) kehrt nach dem Krieg in seine Heimat zurück und fristet ein Dasein als Landstreicher. Eines Tages entschließt er sich einen alten Kameraden zu besuchen. Leider muss er erfahren, dass sein Freund an Krebs verstorben ist. Er macht sich auf den Weg in die nächste Stadt, wo er auf den Sheriff Will Teasle (Brian Dennehy) trifft. Dieser lädt Rambo ein, ihn ein Stück mitzunehmen. Er fährt ihn an den Stadtrand und gibt ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er ihn nicht in seiner Stadt duldet. Als Rambo sich widersetzt wird er von Teasle verhaftet.
Auf dem Polizeirevier vergreifen sich die Polizisten an dem Ex-Elitesoldaten. Sie schlagen ihn und spritzen ihn mit einem Feuerwehrschlauch ab. Dadurch kommen in Rambo Erinnerungen an seine Kriegsgefangenschaft hoch. Er sieht rot und flieht in die nahe gelegenen Wälder. Bei einer ersten Hetzjagd kommt einer der Polizisten ums Leben – die Schuld daran bekommt Rambo. Nur mit einem Messer bewaffnet schlägt er sich immer tiefer in die Wälder begleitet von seinen bösen Erinnerungen an den Krieg. Einen nach dem anderen schaltet er seine Verfolger aus, ohne sie jedoch zu töten – aus dem Gejagten wird der Jäger.
Teasle schaltet die Nationalgarde für die Jagd nach Rambo ein. Plötzlich steht Colonel. Samuel Trautman (Richard Crenna) vor ihm. Er war einst Rambos Ausbilder und Mentor und weiß, was in seinem Schützling vorgeht. Er versucht Teasle von dessen Vorhaben abzubringen, doch dieser Schlägt alle Warnungen in den Wind und setzt die Jagd fort, nicht ahnend was er damit heraufbeschwört…
Besetzung / Stab
Regie
Bilder
Kritik
"First Blood", so der Originaltitel des Films, bedeutet so viel wie das erste Blut zu vergießen, oder einen Kampf zu beginnen. Der gleichnamige Roman wurde bereits 1972 von Autor David Morrell verfasst. Sein Roman handelt von einem Vietnam-Heimkehrer, der in einer amerikanischen Kleinstadt an einen Sheriff gerät. In der Romanvorlage wird John Rambo jedoch wesentlich brutaler dargestellt, er ist ein mordender Flüchtling. Der Film hingegen zeigt ihn nicht so grausam. Daran hat unter anderem auch Sylvester Stallone Anteil, der das Drehbuch mitverfasste und in dieser Hinsicht entschärfte. Am Ende des Romans stirbt Rambo und dieses Ende war ursprünglich auch für den Film vorgesehen. Alternativ wurde allerdings ein Ende gedreht, in dem der Hauptprotagonist überlebt, ein Ende, das nach Protesten des Testpublikums schließlich zum Einsatz kam. So war auch der Weg für weitere Fortsetzungen frei.
Für die Umsetzung des Films war Regisseur Ted Kotcheff verantwortlich, dem dafür ein Budget von rund 15 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt wurde. Kotcheff arbeitete bereits 1976 erstmals an einer Umsetzung des Romans, allerdings hielten die Filmstudios das amerikanische Publikum zu dieser Zeit noch nicht bereit für einen Film der den Vietnamkrieg thematisiert. Der Regisseur beweist in den vielen Actionsequenzen sein können. Neben unzähligen Explosionen zählt ein Sprung Rambos von einer Felsklippe in einen nahen Baum zu den Highlights des Films. Gedreht wurde dieser in einem Ort namens Hope in British Columbia, Kanada. Noch heute werden dort Führungen an die Rambo-Drehorte angeboten. Neben der gut gemachten Action übt der Film auch Kritik an der amerikanische Gesellschaft. Zum einen zeigt er, wie schwer es für Veteranen ist in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen und zum anderen wird durch die Figur Rambo geschildert, wie sehr die zurückgekehrten Soldaten von der Gesellschaft für ihre Taten verachtet werden, obwohl sie von ihrer Regierung dazu gezwungen wurden und lediglich Befehle ausführten. Dank dieser Mischung aus einer guten Story und guter Action gelang es dem Film weltweit mehr als 125 Millionen US-Dollar einzuspielen.
John J. Rambo wurde am 06. Juli 1947 in Bowie Arizona als Sohn indianisch-deutscher Eltern geboren. Am 06. August 1964 trat er in die Army ein. Er erhielt eine Spezialausbildung und ist Mitglied der Eliteeinheit "Green Berets". Zudem wurde er auch medizinisch geschult, lernte Helikopter zu fliegen und wurde in Fremdsprachen ausgebildet. Aus dem Vietnamkrieg liegen 59 bestätigte Tötungen vor. Er erhielt für seine Leistungen zwei Silver Stars, zwei Bronzene, vier Purple Hearts, das Distinguished Service Cross und die Congressional Medal of Honor. Vom Militär fallen gelassen ist dieser hoch dekorierte Soldat in seiner Heimat ein Niemand und wird von seinen Landsleuten sogar als Mörder verachtet, er, ein Mann der stets nur Befehle ausführte und seinem Land diente. Er fristet ein kümmerliches Dasein am Rande der Gesellschaft, streift mit einem Seesack quer durchs Land und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben. Zudem wird er ständig von bösen Erinnerungen aus dem Krieg verfolgt. Als er von den Polizisten gequält wird fällt er in seine alten Verhaltensmuster zurück und wird wieder zu dem Einzelkämpfer, der er einst im Dschungel von Vietnam war… und er war der Beste. Doch diesmal ist er zunächst nicht der Jäger, sondern der Gejagte. Im Glauben im Recht zu sein und sich lediglich zu verteidigen, dreht er den Spieß jedoch um… "They do first blood!" Gespielt wird diese muskelbepackte Ein-Mann-Killermaschine von Sylvester Stallone, der zuvor bereits mit seinen "Rocky" Filmen in Hollywood für Furore sorgte. Die Rolle des wortkargen Elitekämpfers scheint Stallone dabei wie auf den Leib geschrieben zu sein – kaum vorstellbar, dass der Part zunächst John Travolta oder auch Dustin Hoffman angeboten wurde. Letzterer lehnte die Rolle jedoch ab, da sie ihm zu brutal erschien. Stallone weiß darin hingegen sehr zu überzeugen, auch in den Szenen in denen er von schlimmen Kriegserinnerungen heimgesucht wird wirkt er sehr glaubwürdig. In Vorbereitung auf den Film absolvierte er ein Nahkampf- und Überlebenstraining. Zudem führt er viele seiner Stunts selbst aus, wobei er sich unter anderem drei Rippen brach. Neben Rocky Balboa ist John Rambo sicherlich DIE Rolle des Sylvester Stallone. Kein Wunder, dass er sich bei seinem Kino-Comeback ausgerechnet auf diese beiden Figuren besann. Rambo selbst sollte zu einer der Action-Ikonen der 1980er und 90er Jahre avancieren – Sylvester Stallone zu einem der Actionstars dieser Epoche. Die Filme zählen heutzutage zu den Klassikern des Genres. Der Begriff "Rambo" wurde sogar in den Duden aufgenommen. Allerdings steht die Bezeichnung für einen rohen gewalttätigen Kerl und ist somit eigentlich nicht zutreffend, da die Figur zunächst wesentlich vielschichtiger Aufgebaut ist. Im zweiten und dritten Teil ist diese Bezeichnung schon eher zutreffend.
Rambos Ausbilder Colonel Samuel Trautman wird von Richard Crenna verkörpert. Er ersetzte kurz vor Drehbeginn Kirk Douglas, der den Part letztendlich doch ablehnte, weil seine Drehbuchänderungen nicht akzeptiert wurden. Trautman ist der einzige Mensch, dem Rambo vertraut. Er versucht Rambo zur Aufgabe zu bewegen und seine Gegner vor ihm zu warnen: "I didn't come to rescue Rambo from you. I came here to rescue you from him."
Brian Dennehy agiert als Rambos ärgster Widersacher Sheriff Will Teasle. Rambo ist ihm vom ersten Moment an ein Dorn im Auge. Als ein befreundeter Polizist bei der Jagd nach Rambo stirbt, ist sein Ehrgeiz erst recht geweckt. Er will den Kriegsveteran zur Strecke bringen, koste es was es wolle. Dabei ist es ihm auch egal, dass er das Gesetz überschreiten muss.
In einer Nebenrolle, als einer der Deputies, ist zudem der junge David Caruso zu sehen, der heute große Erfolge mit der Krimi-Serie "CSI: Miami" feiert.
Nun noch ein Wort zum Score, der aus der Feder des leider mittlerweile verstorbenen Komponisten Jerry Goldsmith stammt. Er zeichnet verantwortlich für das noch heute legendäre Rambo-Theme, welches er im ersten Teil schuf und in Teil 2 und Teil 3 weiter ausbaute und verfeinerte. Der Soundtrack zählt sicherlich auch zu den Klassikern und sollte in keiner Sammlung fehlen.
Fazit: "Rambo - First Blood" bildete 1982 den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Action-Trilogien und ist noch heute ein Genre-Klassiker. Sylvester Stallone glänzt in der Rolle des schweigsamen Elite-Soldaten und wurde durch den Film endgültig zum internationalen Superstar und zu einer Action-Ikone.


Kommentare
TDurden
geschrieben am 05.12.2009 um 14:51:12
was so alles passieren kann wenn die polizei unfair ihre macht ausübt =D
ComaDelirium
geschrieben am 05.12.2009 um 15:00:14
toller Film - schnörkellos und ebenso kompromißlos und teilweise auch hart(für damalige Verhältnisse) - ein Glücksgriff für Stallone und seine absolute Paraderolle
Filmkritiker
geschrieben am 05.12.2009 um 15:05:38
der beste und realistischste der RAMBO reihe. tolle charakterzeichnung und gute nebendarsteller. die musik war auch top. ich find den film zeitlos.
tarantino
geschrieben am 05.12.2009 um 23:28:59
Ein toller film der leider durch seine Fortsetzungen in den Dreck gezogen wird.
Fairelane
geschrieben am 12.12.2009 um 17:19:45
Der beste von der Qualität. Machte Stallone die Türen zur Filmwelt (und auch zu den dicken Bankkonti) weit auf. Auch das Buch ist 1a!
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