Cloverfield (2008)
Handlung
Etwas unheilvolles greift New York an.
Fünf junge New Yorker geben für ihren besten Freund eine Abschiedsparty, als aus heiterem Himmel etwas die Stadt angreift. Etwas ist dem Meer entstiegen - etwas Großes, etwas Gefährliches, hat der Freiheitsstatue den Kopf abgerissen und sich auf die Menschheit gestürzt. Erzählt aus der Perspektive ihrer Videokamera dokumentiert der Film ihren Kampf, das schrecklichste und surrealste Ereignis ihres Lebens unversehrt zu überstehen.
Besetzung / Stab
Regie
Bilder
Kritik
Selten gab es eine bessere Werbekampagne wie zu "Cloverfield". Erstmals sahen Zuschauer vor "Transformers" in den USA einen kurzen Ausschnitt von Explosionen in New York, woraufhin der Kopf der Freiheitsstatue durch die Stadt fliegt. Kein Titel, keine weiteren Hinweise, nichts. Sofort begannen die Spekulationen im Internet, worum genau es sich handelt. Selbst als dann der richtige Trailer veröffentlicht wurde, konnte man darin noch immer nicht sehen, wer oder was die Stadt eigentlich angreift. Bis zum Kinostart konnte dieses Geheimnis mehr oder weniger aufrecht gehalten werden. Und es hat sich gelohnt: Mit 40 Millionen Dollar am ersten Startwochenende ist es das erfolgreichste Startwochenende für einen Film im Januar. Da der Film auch nur 25 Millionen Dollar gekostet hat war er bereits dann schon ein voller Erfolg.
Eins vorweg: Wer noch nicht weiß wer oder was die Stadt angreift und sich diese "Überraschung" noch erhalten möchte, sollte nicht weiterlesen (obwohl man es sich, wenn man die Trailer angeschaut hat oder das Poster gesehen hat, schon denken kann). Es wird hier zwar nicht auf Details eingegangen, allerdings im Groben angesprochen. Das Besondere an "Cloverfield" ist, dass er mit einer gewöhnlichen Digitalkamera gedreht wurde, ähnlich wie bereits "Blair Witch Project". Alles ist aus der Sicht eines der New Yorker Protagonisten, der das Geschehen stets festhält. Die einen wird das dadurch erzeugt starke Gewackel der Kamera sicherlich nerven, passend für den Film war es aber allemal - und auch gut in Szene gesetzt. Es entsteht dadurch beim Zuschauer, anders als in anderen Monsterfilmen a la "Godzilla", stets das Gefühl, mit dabei zu sein. Man sieht alles von erster Minute an aus der Sicht des Kameramanns und was er und seine Freunde dabei erleben. Dadurch ist die Wirkung des Schreckens viel greifbarer und realer, und der Film wirkt aus der Sicht der ahnungslosen Menschen, die nicht wissen was überhaupt vor sich geht, erschreckender, als ein Popcorn-Movie des Genres, in dem es einzig und allein um den Spaßfaktor geht.
Auch wenn viele in den Film gehen mit dem Gedanken, einen Monster Film zu schauen, sollten sie kurz eines besseren belehrt werden: "Cloverfield" ist kein Monsterfilm! Es gibt zwar ein Monster, das die Stadt angreift, insgesamt sieht man es aber vielleicht, wenn überhaupt, gerade einmal 5 Minuten im Film. Natürlich ist das Monster stets präsent, meist durch starker Geräuschkulisse im Hintergrund während es die Stadt zerstört und die Armee es bombadiert, wirklich zu sehen bekommt man es aber selten und dann nur wenige Sekunden. Stattdessen dreht sich alles um vier New Yorker, die in all dem Chaos versuchen zu überleben, sich zu verstecken und von einem aus der Gruppe seine Freundin zu retten. Ihre Liebesgeschichte ist ein zentrales Thema in dem Film. Klingt nicht wirklich interessant, ist es auch nicht, aber es lässt sich verschmerzen. Trotz der kurzen Auftritte des Monsters merkt man dessen Abwesenheit kaum, da man stets das Gefühl hat, dass es ganz in der Nähe ist.
Trotz eines geringen Budgets von gerade einmal 25 Millionen Dollar sieht "Cloverfield" verdammt gut aus. Die Special Effects sind erstklassig gelungen: Das Monster wurde gut animiert, die Zerstörung der Stadt wurde eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Fazit: "Cloverfield" ist Monster-Film der anderen Art, der den Zuschauer durch die Sicht der ahnungslosen und überraschten Bürger New Yorks schauen lässt. Der Film hat seine spannenden und gut gelungenen Stellen, aber auch einige Längen und dümmliche Szenen/Dialoge. Insgesamt ist der Film aber einen Kinobesuch trotzdem wert und tut das, was er soll, ganz gut: unterhalten.

Kommentare
SERF
geschrieben am 02.12.2007 um 15:06:30
Ich fand die Werbestrategie eigentlich super... Vieles von dem Film eine gewisse Zeit zu verheimlichen, wie den genauen Inhalt und den endgültigen Titel. Glaube, der wird ganz nett! Werde mir den auf jedenfall anschauen. Was meint Ihr?
siBBe
geschrieben am 02.12.2007 um 17:53:24
Marketing war top - noch immer weiss man nicht was dort das monster ist (oder ist das schon raus?) und ist auf deswegen auf den film gespannt
Steffen
geschrieben am 04.12.2007 um 13:18:57
Das Monster siehst du doch im neuen Trailer gaaaanz kurz.
Ich bin mächtig gespannt auf den Film, nicht nur weil der Star Trek Trailer da premiere hat, sonder weil ich überzeugt bin, dass kein mist raus kommt, wenn J.J. Abrams dahinter steht.
neomad
geschrieben am 05.12.2007 um 09:19:05
also ich verstehe nicht warum das im ganzen netz mit blair witch project verglichen wird denn ich denke die einzige übereinstimmung ist das das ganze mit ner cam aus der sicht eines darstellers gefilmt wird ... da fallen mir schon mehr paralellen mit krieg der welten auf da das ganze auch aus der sicht des cruise zwerges gefilmt wurde zwar ohne cam aber im prinzip das selbe
stallone
geschrieben am 22.01.2008 um 11:13:47
der trailer ist verdammt spannend gemacht!!!
Schreibe hier deine Meinung